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                                                          Bei den Adlern

 

                     GREIFVÖGEL
.
Vor 30 Jahren waren Greifvögel

 in Deutschland fast ausgestorben.

Mittlerweile sieht man sie wieder in allen Bundesländern,

wo sie ihrer Jagdbeute nicht nur in Wäldern und auf Feldern auflauern,

sondern auch in den Großstädten.

Und sogar der Fischadler,                                                               

der kleinste aus der Familie der Adler,

 konnte im Osten der Republik wieder angesiedelt werden.

                                                          

                              Greifvögel als Zeichen der Macht


Für den Menschen sind die weltweit vorkommenden

Greifvögel seit Urzeiten von Geheimnissen umwittert.

 In vielen Kulturen dienten Greife als mythologisches Symbol

oder als Wappentier.

Der Adler wird auf Grund seiner Größe

 als König der Lüfte angesehen und gilt als Zeichen für

 Macht, Kraft und Überlegenheit.

 In Deutschland ist er als Bundesadler

ein Symbol für die Stärke und Souveränität des Staates.

Doch lange Zeit wurden die im Volksmund

als Raubvögel bezeichneten Tiere gejagt und getötet,

 da ihnen viele negative

 Eigenschaften angedichtet wurden.

 Bei manchen Menschen lösen sie nämlich Unbehagen aus.

 Das mag mit ihrer lautlosen Art sich fortzubewegen zusammenhängen, aber auch damit,

 dass sie lebende Beute erjagen

und auch gelegentlich Aas nicht verschmähen.

 Dabei sind dies durchweg positive Eigenschaften,

 denn Greifvögel halten den Bestand vieler Schädlinge -

 wie Wühlmäuse und Insekten - klein.

 Zudem erbeuten sie oft kranke

 oder schwächliche Tiere und beseitigen Tierleichen

und tragen so zum biologischen Gleichgewicht bei.

Die Gefahr der Ausrottung mancher Greifvögel,

 die noch vor wenigen Jahrzehnten bestand,

ist heute gebannt,

 denn alle in Deutschland vorkommenden Arten

 genießen ganzjährig Schonzeit,

 sie dürfen also nicht mehr gejagt werden.

                                    

Einige Merkmale sind für alle Arten bezeichnend:

ihr sehr gutes Sehvermögen,

 der nach unten gebogene Hakenschnabel,

 kräftige Beine und die mit scharfen Krallen

 ausgestatteten Füße.

 Häufig sind die Weibchen größer als die Männchen,

 wahrscheinlich um sich beim

 aggressiven Balzverhalten der Männchen

 diesen gegenüber besser wehren zu können.

Die Körperlänge von Greifvögeln

 misst von 14 bis 115 Zentimeter.

Die Vögel nisten gerne auf Bäumen oder Felsen,

 aber manche errichten ihren Horst,

 wie man das Nest der Greifvögel nennt,

 auch im Röhricht oder auf dem Boden.

Einige Arten, zum Beispiel viele Falken,

 übernehmen leer stehende Nester anderer

 Vögel oder benutzen schon vorhandene feste Unterlagen.

 Die Gelege bestehen aus mehreren Eiern,

 einige Arten ziehen jedoch nur ein Junges groß.

Die geschlüpften Jungen sind Nesthocker

und werden zunächst von den Eltern versorgt.

 Sind sie flügge, müssen sie die Jagd erst erlernen.

 Dabei fangen sie zunächst

 mit leicht zu fangender Beute an.

 Der Lebensraum vieler Greifvögel gliedert

sich in das Horstfeld und das Beutefeld,

denn in der Umgebung des Nestes wird nicht gejagt.

 Die Größe des Jagdgebietes

richtet sich nach der Beuteleistung

 

             

       

                                                                           

  

 

              

     

       

   



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