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"Seit ihrem ersten Kontakt mit den europäischen Siedlern
wurden die amerikanischen Indianer brutal unterdrückt,
ihres angestammten Landes beraubt, und die Möglichkeit wurde Ihnen genommen,
das eigene Schicksal selbst zu bestimmen...
Die Zeit ist gekommen,
mit der Vergangenheit zu brechen
und eine neue Ära zu beginnen,
in der Indianer die Zukunft von Indianern selbst entscheiden."
 Diese Worte wurden 1970 gesprochen. Nicht von einem Indianer. Auch nicht von einem Bürgerrechtskämpfer.
Sie wurden gesprochen vom damaligen
Präsidenten der Vereinigten Staaten, Richard Nixon.
"Für euch Weiße waren wir Wilde.
Ihr habt unsere Gebete nicht verstanden.
Ihr habt nicht einmal versucht, sie zu verstehen.
Wenn wir der Sonne, dem Mond oder dem Wind
unsere Loblieder sangen,
beteten wir in euren Augen Götzen an.
Ohne uns zu verstehen und nur,
weil unsere Art der Anbetung anders war als eure,
habt ihr uns als verlorene Seelen verdammt. Wir sahen das Werk des großen Geistes
in seiner ganzen Schöpfung:
in Sonne, Mond, Bäumen, Bergen und Wind.
Manchmal traten wir durch das,
was er geschaffen hatte, an ihn heran.
War das so schlecht? Ich weiß,
dass wir aus ganzem Herzen
an das höchste Wesen glauben
und unser Glaube ist stärker als der vieler Weißer,
die uns Heiden nannten.
Die roten Wilden waren immer
enger mit der Natur verbunden als
die weißen Wilden.
Die Natur ist das Buch jener großen Kraft,
die ihr Gott nennt und die wir den großen Geist nennen.
Was für einen Unterschied macht schon ein Name aus!"
(Tatanga Mani, Stoney)


Die Friedenspfeife war ein zeremonielles Symbol
und wurde hautsächlich bei Friedenabschlüssen
und zur Bekundung der Freundschaft geraucht,
deswegen auch der Name Friedenspfeife,
den der weiße Mann geprägt hatte.
Die Indianer selbst
bezeichneten sie aber als "heilige Pfeife"
oder je nach Stamm als " Calumet ".
Ebenfalls wurde sie bei Verhandlungen
und auch bei Feierlichkeiten geraucht.
Ursprünglich war das Calumet nur
ein reich verzierter Holzstab.
Erst ende des 18, anfang 19 tes Jahrhundert
wurden aus den Holzstäben Friedenspfeifen.
Der Pfeifenkopf bestand aus einem roten Tonschiefer,
der in Pipestone im Südwesten des heutigen
Minnesota abgebaut wurde.
Der Forscher und Indianermaler George Catlin
suchte im Jahre 1836 diese,
für die Indianer heilige Stätte auf,
und gab hierüber eine ausführliche Beschreibung ab.
Das Gestein wurde nach ihm "Catlinit" benannt.
Es war ein leicht zu bearbeitenden Material,
das erst einige Zeit nachdem es gebrochen wurde aushärtete.

Der "heilige Pfeifensteinbruch"
wurde von vielen Indianerstämmen jahrhundertelang besucht.
Aus Ehrfurcht vor dem großen Geist,( Wakan_Tanka )
der den Steinbruch bewachte,
begruben die Indianer ihre Kriegskeulen in den Boden,
sobald sie sich dem Ort näherten.
Das Pfeifenrohr wurde aus Weide oder Esche gefertigt,
und war häufig mit roten oder weißen Federn,
sowie Skalps oder Perlen verziert.
Zum Rauchen wurde wildwachsender Tabak verwendet,
der aber mit Sumachblätter, Bärentrauben
und Rindenstücke vermischt wurde,
da er pur zu bitter schmeckte.
Das ganze Gemisch nannten die Indianer Kinnikinnik.
Häufig gab es auch Pfeifen,
die mit einem Tomahawk kombiniert waren,
wobei der Pfeifenkopf
gegenüber der Schneide angebracht war.
Diese Tomahawkpfeife wurde aber
ausschließlich als Pfeife benutzt.
Zum Rauchen der Pfeife
bei einem bestimmten Anlass
gehörte ein kompliziertes Zeremoniell,
das im allgemeinen Calumet-Zeremonie genannt,
und bei fast allen Indianern Nordamerikas
durchgeführt wurden.
Jeder der in einem Kreis sitzenden Teilnehmer
hob die Pfeife zuerst in die Höhe
und senkte sie anschließend zu Boden.
Dann setzte er sie an den Mund,
und blies den Rauch in alle vier Himmelsrichtungen.
Schließlich überreichte er die Pfeife seinem Nachbarn,
wobei dieser die einzelnen Schritte wiederholte.
Das ging so weiter, bis sich der Kreis schloss.
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