Hm,
duftete es nicht herrlich hier, dachte die kleine Sternschnuppe Susi, als sie
wieder einmal auf der Suche nach einem Abenteuer war und durch das Weltall
flog. Aber woher kam der leckere Duft? Ich kann es nicht feststellen, bedauerte
sich Susi. Es roch doch nach Zimt, Vanille, frischem Obst und nach Schokolade
natürlich. Ich muss wissen, wo das herkommt, dachte die kleine Sternschnuppe
Susi und schwirrte weiter umher und kam dabei dem herrlichen Geruch immer
näher. Na, hab ich richtig vermutet? Natürlich auf der Milchstraße wurde mal
wieder gebacken und süße Bonbons hergestellt, die auf einigen Planeten als
Zahlungsmittel galten. Leider nicht auf allen, was Susi sehr bedauerte, denn
für sie war es nicht nur Geld, sondern auch etwas zu naschen. Aber was wäre,
wenn sie alle das gleiche Zahlungsmittel hätten. Dann wäre es bestimmt bald
aufgebraucht, denn naschen tun sie doch alle gern meinte Susi und was wäre
dann?
Am
liebsten mochte sie die Schokoladenbonbons, die so herrlich schmeckten und im
Mund verschmolzen. So flog die kleine Sternschnuppe die Milchstraße entlang,
die aus vielen kleinen Sternen bestand. Sie musste den richtigen Stern
herausfinden, was gar nicht so einfach war. Aber der Duft wies ihr den Weg und
so war es dann doch nicht allzu schwer gewesen. Jetzt muss ich mich nur noch
vorsichtig anschleichen, denn die kleine Sternschnuppe Susi wusste, dass es
verboten war, sich auf diesem Stern aufzuhalten. Ja, es waren sogar überall
Schilder aufgestellt, auf denen „Betreten verboten“ stand. Dies machte es aber
für die kleine Sternschnuppe Susi ja so interessant. Sie wollte doch schon
immer wissen, wie die Bonbons hergestellt wurden. Vielleicht konnte sie auch
welche finden und vernaschen. Schon bei der Vorstellung, lief ihr das Wasser im
Mund zusammen.
Ganz
vorsichtig schlich sie nun auf dem Stern herum, um eine Bonbonfabrik zu finden,
in der sie auch noch reingehen konnte, aber es war gar nicht so einfach.
Überall standen Sternenbonbonwächter herum, die auch noch wie Bonbons aussahen.
Da zum Beispiel, an der Ecke, stand ein Sternenkirschbonbonwächter, der sehr
gewissenhaft um sich schaute. Na, an dem werde ich bestimmt nicht vorbei
kommen, dachte die kleine Sternschnuppe Susi und suchte sich eine neue Stelle.
Aber da standen Zitronen-, Himbeer-, Nuss- und Vanillebonbonwächter zusammen.
Schaute nicht gerade der Nussbonbonwächter zu mir herüber, dachte Susi und zog
sich schnell zurück. Wer weiß, was die mit mir machen, wenn sie mich erwischen,
wusste sie doch, dass darauf eine Strafe stand.
So schlich
sie nun auf die andere Seite, als ein Gong erscholl und sich alle Sternbonbonwächter
versammelten. Welch ein Glück für die kleine Sternschnuppe Susi. Die Sternbonbonwächter
hatten gerade ihre Pause und würden nun bestimmt nicht auf die Werkshallen
aufpassen. Tatsache, um die Ecke stand eine unbewachte Tür offen. Susi huschte schnell hinein. Mit großen
Augen staunte sie über die großen Schüsseln, in denen die süße Brühe schwamm.
Schnell steckte Susi ihren Finger in eine Schüssel hinein und schlechte ihn
dann genüsslich ab. Hm, hm, das ist Erdbeere, dachte sie und steckte schon den
Finger in eine andere Schüssel. Hm, hm Nuss, auch nicht schlecht aber wo ist
denn die Schokolade. Das war nämlich ihr Lieblingsgeschmack. Aber sie konnte
sie nirgendwo finden. Wie aber auch? Die kleine Sternschnuppe wusste doch gar
nicht, dass Schokolade das wertvollste von allen war und daher gesondert
aufbewahrt wurde.
Die kleine
Sternschnuppe vergaß, dass sie Vorsicht walten musste und suchte nun nach der
Schokolade, die sie nun unbedingt finden wollte. Als der Gong wieder erscholl
und all die Arbeiter wieder an ihre Arbeit gingen, wusste sie nicht, wo sie
sich verstecken sollte. So wurde sie dann auch bald erwischt. „Ei, Ei, wen
haben wir denn da?“ Sagte der Zitronenbonbonwächter und zog die kleine
Sternschnuppe Susi hinter einer Schüssel hervor. „Na, wenn das nicht eine
kleine Sternschnuppe ist.“ Schon kamen auch die anderen Sternbonbonwächter
hinzu. „Iicchh woollte ddooch nuuurr“, stotterte die kleine Sternschnuppe. Aber
man hörte gar nicht auf sie, sondern schleppte sie zum Oberhaut, der ein dicker
fetter Schokoladenbonbonwächter war. An der einen Seite lief noch die frische
Schokolade an ihm herab. „Was willst du denn hier? Weißt du denn nicht, dass es
verboten ist, unseren Stern zu betreten oder gar in die Hallen einzudringen? Du
willst bestimmt stehlen“ und sah dabei auf den Fleck auf ihrem Kleid, der ihr
beim Naschen passiert war. „Nein, nein, das stimmt überhaupt nicht. Ich wollte
nicht stehlen“, rief die kleine Sternschnuppe entrüstet. „Ich bin von dem
leckeren Geruch angelockt worden und wollte mich hier nur mal umschauen.“ „Na,
das kann ja jeder sagen“, sagte der Schokoladenbonbonwächter nun schon etwas
freundlicher. „Aber sag mal, wie bist du denn herein gekommen. Es stehen doch
überall Wachen? „Nun ja, ich habe mich als Pause war reingeschlichen“, meinte
die kleine Sternschnuppe ehrlich, denn lügen lag ihr nicht. Sie war doch immer
bei der Wahrheit geblieben, na ja fast immer. „So, so und was willst du hier?“
„Ich wollte mich nur hier umschauen. Na, ja vielleicht auch man etwas
probieren“, sagte Susi ganz zaghaft. Darauf lachte der
Schokoladenbonbonwächter. „Na, dann will ich mal nicht so sein und dich ohne
Strafe laufen lassen.“
„Darf ich
mich denn hier noch etwas umschauen?“, fragte die kleine Sternschnuppe Susi.
Sie war erleichtert, dass sie so glimpflich davon kommen sollte. „Nein, das
kann ich leider dir nicht erlauben, aber du darfst hier soviel naschen, wie du
kannst“ und hielt ihr eine Schüssel mit Bonbons hin. „Mitnehmen darfst du aber
keinen einzigen. Das ist streng verboten. Aber die kleine Susi war schon so
satt vom Schlecken aus den Schüsseln, dass sie das Angebot höflich ablehnte.
„Nein danke, vom Süßen habe ich im Moment genug.“ „Na dann bringt die kleine
Sternschnuppe hinaus, damit sie unseren Planeten verlassen kann“, sagte der
Schokoladenbonbonwächter. Zu der kleinen Sternschnuppe Susi meinte er noch: „So, da du nun alles gesehen
hast, hoffe ich doch, dass wir uns nie wieder sehen, denn dann kann ich dich
nicht mehr so ohne Strafe gehen lassen. Ist dir das klar? Wo kämen wir denn
hin, wenn das alle kleinen Sternschnuppen machen würden.“ Die kleine
Sternschnuppe nickte und fragte aber schnell noch, wo denn die Schokoladenschüssel
sei, da sie keine gesehen hatte. „Na, die ist unter Verschluss, denn das ist
das wertvollste, was wir hier haben. So und nun gehe endlich. Wir müssen wieder
weiter arbeiten.
So
schwirrte die kleine Sternschnuppe wieder los und wusste, dass es nicht ihr
letzter Besuch gewesen war.
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