taxispiegel



Das sind meine persönlichen Geschichten


 

Hallo liebe Kollegen, Kolleginnen und Leser

Zuerst muss ich mich mal vorstellen.

Hier in Wuppertal,

da wo außer Taxen noch unsere schöne

 

Schwebebahn fährt

 

werde ich einfach Gabi gerufen.

Übers Alter reden Frauen nicht so gerne. 

Seit geraumer Zeit fahre ich nun schon Taxi.

Man hat ja da so seine Erlebnisse, wie Ihr es aus eigener Erfahrung wisst.

Man macht amüsante, lustige,

aber auch ärgerliche Erfahrungen mit den Leuten an Bord.

Eigentlich gehen die Erlebnisse soweit gut aus.

Aber wie sieht es im Ernstfall aus?????

Ich denke mal, so jeder einzelne Kollege macht sich da Gedanken

und schiebt sie schnell in der hintersten Ecke seines Gehirnkastens.

Die Gedanken sind normal, dachte ich mir genauso wie alle anderen.

Dann, hatte ich einen ganz bösen Ernstfall.

Die Geschichte dazu will ich veröffentlichen, damit man mal sieht,

wie schnell sich alles ändern kann.

Lest sie einfach mal und Ihr werdet sehen,

dass man ganz anders handelt, als man glaubt.

Denn auch ich habe meinen Mund ziemlich voll genommen.

Von wegen man macht dies und das, man macht ganz was anderes, glaubt mir.

Es wäre toll, wenn ich zu meinen Erlebnis von euch ein Feedback bekäme.

Schickt mir ruhig eure Meinung dazu.

Vielleicht habt Ihr ja auch Erlebnisse gehabt.

Ob gute oder nicht so gute, als Taxifahrer hat man immer was zu erzählen.

Es wäre nett von den Kollegen,

vielleicht eure Kennung oder Stadt wo Ihr Drivet  mit rein zu schreiben. 

Aber auch Leser können Erfahrungen, vielleicht mit Taxen oder auch andere, hier mitteilen.

Ich werde versuchen, auf jede Meldung , zu antworten.

Es brauch, bei euren Geschichten, keiner ein Blatt vorm Mund zu nehmen.

Sind ja alle schon groß, den es soll ja so herüber kommen, wie es war-

zum Schmunzeln oder auch nicht.

Vielleicht können wir einige Missverständnisse aus dem Weg räumen.

Wünsche euch gute Fahrten jederzeit.

Das, wenn es Schwierigkeiten gibt, sie gut ausgehen

und euer Schutzengel genauso wachsam ist wie bei mir.

Viele Grüße und vielleicht bis bald.

Übrigens, eine kleine Frage, wie läuft es den bei euch so????

So wie bei uns hier in Wuppertal 

Tschüss bis bald Gabi

 

 

Gabi´s Geschichte

 

Wieder einmal neigte sich meine Nachtschicht langsam dem Ende zu.

Es war die Nacht von Donnerstag auf Freitag, den 18.10.2002.

Diese Nacht würde ich so schnell nicht wieder vergessen.

In den frühen Morgenstunden,

gegen 03:03 Uhr bekam ich von der Taxizentrale Wuppertal

einen Fahrauftrag.

Das Datenfunkgerät zeigte die Bestellung >>Schlesische Straße Nr. 4<< an.

Ich bestätigte, startete den Motor des Taxis

 und fuhr los in Richtung Langerfeld.

Auf dem Weg dorthin meldete ich der Taxizentrale

noch eine Behinderung in der Gildenstraße,

die aufgrund eines Brandes gesperrt war. Ich ahnte nicht, das

dies vorerst der letzte Kontakt zur Taxizentrale gewesen sein sollte.

An meinem Zielort angekommen,

fuhr ich wegen der dort herrschenden Dunkelheit sehr langsam.

Ups, zu weit. Da war schon die Nummer 8. Ich war etwas zu weit gefahren.

Ich bremste, legte den Rückwärtsgang ein und drehte mich halb rechts um,

 während ich zurücksetzte.

Weder jetzt, noch vorher war jemand in der Straße oder sonst wo zu sehen.

Plötzlich und ganz unerwartet wurde hinter mir die Taxitür geöffnet.

Es stieg jemand ein. Es vergingen keine zwei  Sekunden.

Noch bevor ich irgendwas sagen konnte, spürte ich etwas hartes,

festes an meine Rippen.

Eine männliche Stimme sagte sofort:

>>Das ist eine Pistole! Fahr !<<

<< Irgendwie nahm ich wahr,weil ich sofort im Rückspiegel schaute,

das der Mann maskiert war und ich wusste sofort:

>>Jetzt wird´s ernst.<<

Ich war so erschrocken über das,

was hier geschah, das mir augenblicklich schwindelig wurde.

Fahr los!!!! meinte der Maskierte.

>>Mir ist schwindelig<<

 sagte ich.

Da packte mich der Maskierte  von hinten am Hals und meinte:

>>Wenn du tust, was ich  dir sage, dann passiert dir nichts. Fahr jetzt!<<

Er gab kein Fahrziel an, sondern dirigierte mich durch die Straßen Wuppertals.

Als ich ihn fragte warum er das mache, antwortet er:

>>Ich bin auf der Flucht, abgehauen aus dem Knast.

Ich habe lebenslänglich, weil ich Zwei umgelegt habe.

Auf keinen Fall gehe ich wieder in den Knast.

Dich umzulegen macht mir auch nichts aus.<<

Dann verlangte er von mir den Funk abzustellen.

Das, das nicht gehe, weil alles zusammen gekoppelt sei, akzeptierte er,

in dem er nichts sagte

1

 

Als nächstes kam die Anweisung,

das meine Hände oberhalb am Lenkrad zu bleiben hätten.

Immer wieder sprach ich mit ihm und erfuhr,

von Ihm, er wäre überrascht gewesen ,

das eine Fahrerin gekommen wäre.

Wir fuhren mittlerweile die Straße >>Werbsiepen<< hoch.

Eine Straße, die wegen der Dunkelheit dort, für mich sehr unangenehm war.

Dann weiter über die >>Linde<<.

Von dort aus sah man deutlich das Licht der Justiz Vollzugsanstallt Remscheid.

Deshalb fragte ich Ihn:

>>Wenn du aus gebüxt bist,

warum lässt du dich dann in die Nähe des Knastes fahren? <<

Ihm war aber diese JVA nicht bekannt und er sagte, er sei im Raum Köln abgehauen. Ich musste alles was er mir sagte, glauben,es gab keine Alternative.

Er befahl mir dann, nach links ab zu biegen

( Richtung Beyenburg ).

Mich packte eine große Angst nach Beyenburg zu fahren,

weil dies eine Ländliche und sehr dunkle Gegend ist.

Ich versuchte Ihn umzustimmen und machte den Vorschlag,

doch auf die Autobahn zu fahren.

Nein, es musste Beyenburg sein.

Verflixt, ausgerechnet dahin, wo der Funk und Telefonkontakt sehr schlecht ist.

Mir wurde übel und ich dachte nur:

>>Vielleicht ersäuft er dich in der Talsperre<<.

Mein Gehirn schien zu explodieren.

Alle Gedanken kamen auf einmal.

Sie rotierten um die Frage, warum ausgerechnet Beyenburg.

>>Na klar, da findet man dich nicht so schnell<<

 ging es mir durch den Kopf.

>>Wie ist es, wenn man durch eine Kugel stirbt?

Was ist, wenn man nicht sofort tot ist und elendig verreckt?

Wo geht die Kugel hin? Kopf? Bauch? Beine?<<

Dann wieder die anderen Gedanken.

       >>Was muss ich tun?<<

2

 

Nun waren wir auf >>Sondern - Windfoche<< da oben.

Ich sagte:

>>Man, lass mich doch hier laufen. Ich habe sechs Kinder.

Du bist im gleichen Alter wie mein Ältester Sohn.

Stell dir doch mal vor, ich könnte deine Mutter sein! <<

Ich arbeitete fieberhaft daran, eine ,so wie Mutter-Kind -

Beziehung auf

zubauen.

Er antwortete:

>>Sie ist seit fünf Jahren tot.<<

Ich bettelte und flehte Ihn an, er möge mich doch hier heraus lassen,

aber all mein betteln hatte keinen Erfolg.

Dann erreichten wir die >>Kurvenstraße<< .

Wieder bat ich Ihn eindringlich, mich doch hier heraus zulassen.

Er kommentierte dies mit einem mürrischen:

>>Halt den Mund! Willst du mich verarschen?<<

Irgendwie, ja irgendwie musste ich versuchen, den Alarm auszulösen.

Das war mir schon früher durch den Kopf gegangen,

aber ich hatte es aus Angst wieder verworfen.

und trotzdem, irgendwie musste

mir das gelingen.

Ich versuchte mich so unauffällig wie möglich zu bewegen,

mit den Füßen.

Der Stille Alarm über Funk wäre genau das was ich brauchte -

könnte mein Leben retten.

Ja, hätte ich dann auch den richtigen Alarm getroffen.

Aber nein, bei meinem Glück erwischte ich den,

den ich am wenigsten gebrauchen konnte.

Der akustische Alarm ging los.

Ich bekam selber fast einen Herzschlag

als er durch lautes Hupen ausgelöst wurde.

Sofort Unruhe.

Der Maskierte hatte sich nicht unter Kontrolle.

Und ich dachte,der drückt ab.

Er drückte mir die Pistole feste an die Schläfe und schrie aufgeregt:

>>Was hast du gemacht? Stell das ab, stell das ab.<<

Ich verteidigte mich damit, dass ich doch die Hände, wie befohlen,

am Lenkrad habe. Er schrie wieder:

>>Stell das ab!<<

Mir viel im ersten Moment gar nichts mehr ein, wie das

nochmal ging.

Aber mit der Waffe am Kopf,

welche er nun noch fester gegen meine Schläfe drückte,

wusste ich es plötzlich wieder.Ich betete, lieber Gott

hilf mir, bitte...

3

 

 

Ich hatte inständig gehofft,

dass irgend jemand in den umliegenden 3-4 Häusern

durch den Krach aufmerksam geworden wäre.

Aber nichts rührte sich. Kein Licht ging an.

Keine Gardine bewegte sich, einfach gar nichts.

Ab diesem Vorfall musste ich nun auf den Beifahrersitz.

Mensch, noch in der Kurvenstraße hatte ich überlegt,

gegen eine Hauswand zu fahren, wie

ich früher immer sagte

oder irgend etwas anderes zu tun, das war als er

 noch hinter mir saß.

Jetzt saß ich da und überlegte, ob es besser gewesen

wäre,gegen ein Haus

zu fahren.

Aber diese Chance hatte ich nicht war genommen.

Hinterher ist man immer schlauer.

Nun saß er auf meinem Fahrersitz.

Er fuhr los und ich war überrascht, wie gut und schnell er mit dem

Taxi fuhr.

Es ging in Richtung Schwelm und ich bekam immer mehr den Eindruck,

das er eine wenig bewohnte Gegend suchte,

wo kaum Häuser standen.

Wieder kreisten meine Gedanken.

Da er sehr schnell fuhr, verwarf ich jedoch die Überlegung,

mich aus dem Auto fallen zu lassen, schnell wieder.

Da wollte ich doch lieber alles andere,

was da noch kommen könnte im Kauf nehmen.

Wir näherten uns wieder vereinzelt stehenden Häusern.

Das passte Ihm offensichtlich gar nicht und er fuhr zurück.

Er fand den Waldweg zur >>Weuste<<,

der mir vorher aus anderer Richtung kommend,

selbst gar nicht aufgefallen war. Und da es Schwelmer Gebiet war,

kannte ich die Weuste dort nicht.

Mir wurde sofort wieder übel.

Es war ein schwarzer, dunkler Waldweg ohne Beleuchtung.

Nach einiger Zeit brachte er das Taxi zum Stehen.

Und noch einmal appellierte ich an Ihn,

bitte mit dem was du tust, denke doch an meine Kinder.

Keinesfalls wollte ich auf diesen Weg und sagte Ihm:

>>Ich habe Angst<<

Seine Antwort war:

>>Deine Kinder bekommen ihre Mutter wieder<<.

Ob tot oder lebendig sagte er aber nicht.

Diese Frage durchbohrte mein Gehirn.

4

 

Jetzt verlangte er, ich solle Ihm das Command System vom Auto erklären.

Ich tat es.

Dann fragte er nach meinem Geld und ich sagte ihm, wo es war.

Ich fragte Ihn, ob ich wenigstens mein Handy

und meine Papiere behalten könnte.

Aber da hob er die Waffe,

welche die ganze Zeit auf mich gerichtet war, wieder etwas höher.

>>Okay, Okay, wenigstens meine Karte<<

bat ich.

Er erlaubte es, worauf ich unter seiner Beobachtung versuchte,

mein Handy zu öffnen, um die Karte heraus zu bekommen.

Es gelang mir nicht. Er nahm das Handy, löste die Karte und gab sie mir -

alles natürlich mit Handschuhen. Nun musste ich aussteigen.

>>Ach du lieber Gott! Was kommt jetzt?<<

Er befahl mir zum Kofferraum zu gehen, den er öffnete und dabei sagte:

>>Ich werde dich nicht umbringen oder vergewaltigen.

Bleib ruhig<<.

Ach du liebe Güte, ich habe an alles gedacht, aber nicht an sowas.

Er machte meine Geldbörse auf,

nahm meine Papiere heraus und schmiss sie in den Kofferraum.

Meinen Personalausweis behielt er und befahl mir,

meine Adresse aufzuschreiben.

Papier und Kugelschreiber fand er in meiner Tasche.

Ich wollte wissen, warum er meine Adresse haben wollte

und er antwortete mir:

>>Meine Kumpels kommen bei dir zu Hause vorbei,

falls ich geschnappt werde<<.

Ich sammelte einige meiner Sachen ein

und schmiss sie in meine Handtasche, die ich mir dann -

irgendwie aus Reflex - vor die Brust hielt.

Obwohl das sicher nicht viel gebracht hätte, wenn er die Waffe abfeuert

hätte.

Dann griff er zum Wagenheber.

>>Oh Gott<<,

kreisten mir die Gedanken durch den Kopf.

>>Jetzt erschlägt er dich damit. Aber warum damit?<<

Er gab mir den Wagenheber und ich sah Ihn ziemlich ungläubig an.

>>Du hast doch Angst - oder?<<

Mir stieg blitzartig der Gedanke in dem Kopf:

>>Jetzt zuschlagen!<<

Aber gleichzeitig fiel mir ein,

das er mit seiner Waffe schneller gewesen wäre.

Also verwarf ich den Gedanken wieder und wartete auf das,

was jetzt passieren sollte.

Der Maskierte jedoch stieg in´s Taxi und fuhr weg.

>>Gott sei Dank<<.

5

 

Ich war allein.

Mit dem Wagenheber und meiner Tasche.

Um mich herum war es schwarz.

So dunkel, das ich nicht sah, wohin der Weg führte,

auf dem ich da stand.

Ich dachte nur noch:

>>Weg von hier, so schnell wie möglich weg von hier<<.

So schnell wie möglich versuchte ich dort weg zu kommen.

Völlig außer Puste -

ich dachte, mir platzen gleich die Lungen -

als ich plötzlich das Taxi wieder sah.

Und ehe ich mich versah,

stand der Maskierte neben mir und befahl mir einzusteigen.

>>Oh nein, es kann doch nicht wahr sein<<

Er sagte:

>>Ich kann dich nicht laufen lassen<<

und richtete wieder die Pistole auf mich.

Somit blieb mir nichts anderes übrig,

als wieder in das Taxi zu steigen.

Es ging wieder über die Kurvenstraße in Richtung Lüttringhausen

und über die Barmer Straße,

als an einer kleinen Kreuzung zwei Polizeiautos

( ein Mannschaftswagen und ein kleineres Polizeiauto )

entgegen kamen.

Mein Herz machte einen Freudensprung.

Ich dachte tatsächlich,

das der Alarm doch etwas gebracht hat.

Aber die fuhren ein weiter,

einfach weiter und

nahmen mir in diesem Moment einfach jegliche Illusion.

6

 

Mein maskierter Entführer

bog vor Schreck sofort auf die Autobahn A 1 in Richtung Köln ab.

Mir ging durch den Kopf,

das dies jetzt wohl die letzten Stunden

oder Minuten meines Lebens sein würden.

Wieder sagte er:

>>Ich kann dich nicht laufen lassen<<.

Wie schon vorher versuchte ich mit Ihm zu reden.

Und ich redete ununterbrochen auf Ihn ein,

bis er die Musik voll auf drehte,

wohl um mich nicht mehr hören zu müssen.

200 Stundenkilometer fuhr er nur mit einer Hand.

Mit der anderen richtete er permanent die Waffe auf mich.

Er reagierte nur mit einem Kopfschütteln,

als ich ihn bat,

doch wenigstens während der Fahrt die Waffe herunter zu nehmen,

da ich bei so einer Geschwindigkeit ja eh nichts gegen Ihn machen könnte.

Meine wiederholte Frage, ob er mich raus lassen würde,

hatte auch keine Reaktion mehr zur folge.

Das war mir furchtbar und unheimlich.

Ich wollte heulen, aber es ging nicht.

Meine Gedanken fingen wieder an zu kreisen und ich überlegte tatsächlich

>>nun komme ich nicht einmal unter die Erde.

Hast ja keine Versicherung dafür <<

<<. Dann der Gedanke,

vielleicht sammeln deine Kollegen für deinen Beerdigung,

7

 

Meine bevorstehende, unangenehme Untersuchung

hätte sich ja nun auch erledigt.

Das waren so meine Gedanken.

Es ist erstaunlich, was einem in solcher Situation alles durch den Kopf geht.

Irgendwelche Geistesblitze eben.

Wir erreichten die Abfahrt Burscheid und er verließ die Autobahn.

Es folgte eine Irr fahrt über die Landstraßen.

Jeder dunkle Weg war unserer.

Überall fuhr er hinein.

Ich wusste, er sucht etwas.

Eine einsame Stelle, um sich meiner zu entledigen.

Aber Gott sei Dank waren da immer wieder vereinzelte Häuser.

Auf seiner Suche hielt er irgendwann plötzlich an.

Keine Ahnung, was nun los war.

Er gab mir 3 E, um Zigaretten zu ziehen.

Er parkte so nah am Automaten, das ich nicht aus dem Auto steigen musste.

Ich zog ihm die Zigaretten und weil ich auch einmal geraucht habe,

machte ich gewohnheitsmäßig die Packung auf

und wollte für Ihn eine Zigarette herausnehmen.

>>Meinst du, ich zieh meine Maske ab?<<

fragte er.

Während die Fahrt nun weiterging,

musste ich Ihm noch einmal das Auto-Command System erklären.

Dabei sah ich, dass der Wagen noch Sprit für 281 Kilometer hatte...

8

 

Irgendwann kamen wir dann in einem Waldgebiet in Leichlingen an.

Ich redete und redete auf Ihn ein.

Sagte mir immer wieder selbst:

>>Lass Ihn keinen klaren Gedanken fassen<<.

Mittlerweile hatte ich so eine -

wie ich schon erwähnt hatte- so was wie eine Mutterbasis aufgebaut.

Ich merkte, er kämpfte mit sich,

ob er mich nun leben lassen soll oder nicht.

Warum soll er sich so viel Mühe machen

und so lange mit mir durch die Gegen fahren.

Er hatte doch bereits seine Chance!

Dann fand er einen Parkplatz im Waldgebiet.

Von dort führte eine kleine Straße bergauf.

In dieser Straße stoppte er das Taxi und befahl mir aus zusteigen.

>>Na endlich<<

ging es mir durch den Kopf.

Wir stiegen beide aus und er verschloss das Auto.

Dann befahl er mir, Ihm zu folgen.

Ich umklammerte meine Tasche noch fester.

Mein Gehirn lief auf Hochtouren.

>>Warum schließt er das Auto ab? Was soll das?<<

Er sah einen Wanderweg oder so und zwang mich,

mit Ihm dort hinein zu gehen.Ich sagte zu Ihm, da gehe ich nicht rein

und hing mich an seinen linken Arm,

da ich sah, das er irgend was fummelte.

Dachte er lädt die Pistole oder so.


In diesem Augenblick überfiel mich alle Angst der Welt auf einmal.

>>Warum geht er mit mir in diesen Wald?<<

9

 

Ich traute mich nicht zu Ende zu denken.

Irgendwie wusste ich ja, ich bin entführt worden und er kann mich nicht laufen lassen.

Er hatte es ja immer wiederholt.

Und jetzt in der Dunkelheit, da ging es um meine letzte Zeit auf Erden,

so wahr mein Denken.

Meine Gedanken kreisten auch um das Taxi,

auch wenn ich ja nur die Fahrerin war.

Irgendwie hing ich an dem Auto.

Es hatte mir immer  Geborgenheit vermittelt,

weil es mich ja - normalerweise - immer Heil nach Hause gebracht hatte.

Es ging immer tiefer in den Wald.

Ich stellte fest, dass er im Gegensatz zu mir, in dieser Dunkelheit sehr gut sah.

Ich sah fast gar nichts.

Dann bemerkte ich wieder, dass der maskierte Täter  schon wieder da

irgendwas machte -

so vor sich.

Sofort dachte ich mir:

>>Aber jetzt lädt er wohl die Pistole<<.

Davon hatte ich ja keine Ahnung. Aber irgend etwas machte er da.

Angst stieg in mir auf und ich  klammerte mich förmlich wieder an seinen

linken Arm.

Er drückte mich zurück und ich bettelte ihn an

mich nicht zu töten.

Er hatte doch gesagt, ich käme wieder zu meinen Kindern zurück.

Würde er sein Wort halten? Ich verlor meinen Glauben,

Ich redete und redete, versuchte auch immer wieder, mich an

seinen Arm zu hängen.

Ich musste unbedingt Kontakt herstellen, damit er Skrupel bekam, mich zu erschießen.

Er wiederholte jedoch immer nur:

>>Bleib ruhig, bleib ruhig<<.

Dann steckte er sich eine Zigarette an, wobei er sich so umdrehte,

daß ich trotz des Lichtes vom Feuerzeug nichts erkennen konnte.

So glaubte ich zumindest.

Irgendwann nahm er meinen rechten Arm und ich fühlte,

daß er mir etwas über die Hände zog. Ein Seil oder ähnliches, so fühlte es sich an...

Jetzt erst setzte er seinen Gang fort.

Vom Weg ab, direkt in den Wald.

Mich zog er hinter sich her. Ich stolperte, fiel hin, immer und immer wieder.

Ich sah ja nichts. Er zog mich trotzdem unbarmherzig weiter hinter sich her,

bis er plötzlich an einem Baum stehen blieb.

Diesen befand er wohl für geeignet, um mich daran zu fesseln.

Er befahl mir, mich an den Baum zu stellen.

Meine Tasche, die ich immer noch verkrampft, fest vor meiner Brust hielt, ließ ich fallen.

Nun stand ich da an diesem Baum, er zog die Fesseln so fest, dass ich aufschrie...

Ich sagte, mir sterben die Hände ab, aber das war ihm egal.

Noch einmal zog er die Fesseln nach. Immer wieder sagte ich ihm:

>>Mensch, Junge, du hast es doch versprochen,

dass du es nicht tust<<.

Seine Antwort kurz und knapp:

                                      >>Du redest zu viel<<

                                                       10

 

Dann durchwühlte er meine Tasche, die vor mir auf dem Boden lag.

Genau konnte ich nicht sehen, was er machte.

Er stand auf und bevor ich mich versah,

steckte er mir etwas in meinen Mund.

Meine Ente. Die Stoffente, welche in an meinem Wohnungsschlüssel hatte.

Er verwendete diese Ente als Knebel und befestigte sie mit einem Aufladekabel aus meiner Tasche,

indem er das Kabel fest um meinen Kopf band.

Während er das tat, stand er so dicht vor mir,

dass ich einen Moment seine Augen sehen konnte, die von der Maske nicht verdeckt waren.

Ich schloss sofort meine Augen, dachte aber unsinniger Weise,

dass er recht schöne Augen hat.

Warum ich in diesem Moment gerade das gedacht habe,

kann ich bis heute nicht sagen.

Wieder wollte ich weinen, aber es ging einfach nicht.

Er ging um mich herum, steckte mir die Taschenlampe in die Tasche und sagte:

>>Falls du mal irgendwann frei kommst<<.

Dann ging er...

Es war absolut still. Pechschwarze Nacht. Stock dunkel.

Ich versuchte mich zu beruhigen, dachte aber immer wieder:

>>Vielleicht steht er ja noch da und guckt, was du tust und erschießt dich doch noch<<.

Ich wartete. >>Bleib ruhig<< , redete ich mir ein.

Dann während ich gespannt in die Dunkelheit horchte,

hörte ich wie er das Taxi startete und weg fuhr.

Ich nahm allen Mut zusammen und riss an meinen Fesseln.

Es tat weh, aber das war mir egal. Und dann irgendwann schaffte ich es.

Meine Fesseln rissen. Ich löste das Kabel von meinem Kopf und nahm den Knebel

die Ente - aus dem Mund und steckte die Sachen in meine Jackentasche.

Dann griff ich nach meiner Handtasche,

die vor mir auf dem Boden lag und wollte nur noch weg von diesem Ort.

>>Weg von hier - bloß weg von hier<<

rasten meine Gedanken. Es war ja immer noch Stock dunkel

und ich sah kaum wohin ich trat, aber ich setzte mich in Bewegung.

Dachte mir:

 >>Den Berg rauf, nur weg<<.

Ständig stürzte ich, stand auf und fiel wieder hin.

Meine Flucht von diesem Ort war mehr ein Krabbeln und ein Stolpern als ein Laufen.

Baumstämme, Äste, Dornen, in denen ich hängen blieb - alles vorhanden.

Endlich hatte ich es geschafft.

Ich war oben und stand vor einem Zaun.

Ein Stacheldrahtzaun und dazwischen Strom. Toll! Mein Augenmaß sagte mir sofort:

                          >>Oh Gott, da passt du nicht  durch<<.

                                                      11

 

Es war mir aber egal.

Ich warf meine Tasche über den Zaun und versuchte mich hindurch zu zwängen,

blieb aber wie erwartet mit meinen Rücken im Stacheldraht hängen.

Meine Kleidung zerriss, auch egal.

Ich spürte keinen Schmerz und riss mich wieder los.

>>Nur weg von hier<<

hämmerte es mir durch den Kopf.

Alles andere war egal. Jetzt lagen Felder vor mir. Immer wieder

guckte ich zum Himmel hoch und sagte, bitte

lieber Gott hilf mir. Es war eine sternenklare Nacht.

Ab und zu nahm ich die Taschenlampe, um zu gucken wo ich überhaupt her lief.

Ich benutzte sie aber immer nur ganz kurz.

Die Angst, dass der Täter zurückkommen könnte,

weil er es sich doch anders überlegt hatte, saß mir im Nacken.

Immerhin hatte ich die ganze Zeit versucht, durch Gespräche eine Beziehung aufzubauen,

die es ihm unmöglich machen sollte, sein Vorhaben, mich zu töten, in die Tat umzusetzen.

Aber jetzt war er wieder allein,

hatte vielleicht noch einmal nachgedacht und doch beschlossen,

mich zu erschießen.

Immerhin hatte er es sich ja bereits einmal anders überlegt und war zurück gekommen.

Also, nur schnell weg hier!

Ich hatte mein Zeitgefühl bereits vollkommen verloren,

als ich endlich, irgendwann Bauernhöfe sah.

Aber zuerst stand mir noch ein Stacheldrahtzaun im Weg.

Der sollte allerdings nur ein kleines Übel auf dem Weg in die Sicherheit sein.

Endlich kam ich am ersten Haus an.

Es brannte Licht. Ich schellte mehrmals, aber es öffnete niemand.

>>Das kann doch nicht sein, ich hab es doch fast geschafft!<<

Weiter zum zweiten Haus. Wieder schellte ich mehrmals, aber niemand öffnete mir.

>>Das ist doch nicht möglich. Bitte, lieber Gott. Du hast mich bis jetzt beschützt. Lass mich jetzt nicht hängen<<

schoss es durch meinen Kopf.

Ich lief die Straße entlang, die weiter oben zum nächsten Haus führte.

Hier schellte ich auch einige Male, bis jemand kam und von innen durch die Glastüre sah.

Man war sich wohl unsicher, was ich ja verstehen konnte.

In diesem Moment kamen mir dann zum ersten mal die Tränen.

Endlich öffnete sich die Tür und man bat mich herein.

Ich erzählte in groben Zügen, was passiert war und wurde ab diesem Zeitpunkt ganz wunderbar behandelt.

So mit Lehm beschmiert, wie ich durch die Stürze im Wald nun mal war,

bat man mich Platz zu nehmen.

Ich lehnte erst ab, mich auf die gepolsterten Stühle zu setzen.

Ich war so froh in Sicherheit zu sein und diesen Menschen,

die mir die Tür geöffnet hatten, so dankbar,

dass ich ihnen nicht auch noch die Möbel verdrecken wollte.

                                     Aber es war ihnen egal.

                Man könnte das ja wieder sauber machen, sagten sie.

                                                         12

 

Die Polizei traf kurze Zeit später mit Blaulicht ein.

Sie waren so nett zu mir, kaum zu glauben,

da man Polizisten sonst nur vom Knöllchen verteilen kennt.

Es tat sehr gut, dass sie so freundlich waren.

Einer schnitt mir den Rest der noch vorhandenen Fesseln an den Händen ab

und konnte es nicht fassen, das ich die Kabelbinder durch rissen habe.

Aber in Todesangst hat man unheimliche Kräfte. 

Es wurde sofort eine Ringfahndung eingeleitet

die Polizisten taten alles zügig und schnell.

Sie ließen mich dann reden, ohne mich zu bedrängen.

Später teilte ich auch der Taxizentrale in Wuppertal mit

was passiert war.

Bei einer Tasse Kaffee wurde ich gefragt

ob ich einen Arzt oder Psychologen bräuchte, was ich verneinte.

Es ließ sich nicht vermeiden, aber dann musste ich mit den Beamten noch einmal in diesen Wald...

Immer wieder sagte man mir in beruhigenden Ton

ich müsse mich nicht mehr fürchten.

Die Polizisten waren wirklich sehr warmherzig

sprachen mit mir in einer Weise

die so gar nicht dem sonst üblichen Amtsdeutsch entsprach.

Unten auf dem Waldweg fanden wir noch eine ganze Menge Kabelbinder

die der Täter wohl dort verloren hatte.

Als es in dem Wald nichts mehr zu tun gab und die Tatortsbegehung endlich erledigt war

wurde ich in einem Polizeiauto nach Solingen gebracht.

Während der Fahrt hatten wir sehr gute Gespräche - die Polizisten und ich.

Das tat mir wirklich gut.

Einer der beiden Beamten gab mir sogar sein privates Handy und ich durfte zu Haus anrufen.

Wir kamen dann zu einer Stelle, wo ein anderes Polizeiauto wartete.

Die beiden Beamten, die mich so weit gebracht hatten

verabschiedeten sich durch einen Händedruck von mir und wünschten mir alles Gute. 

Die beiden Kollegen, an die ich dann weitergereicht wurde

waren auch sehr nett und brachten mich bis zur Gräfrather Straße

wo dann ein Polizeibus bereits auf mich wartete.

Wieder stieg ich um und musste hinten in dem Bus Platz nehmen und mich angurten.

Ja und das war es dann, mit der Anteilnahme.

Die Dame und der Herr unterhielten sich angeregt über ihre Schichten

Man vergaß meine Anwesenheit scheinbar völlig.

Diese sehr wortkarge Fahrt dauert ca. 20 Minuten

                   Endete dann am Wuppertaler Polizeipräsidium.

                                                        13

 

Hier musste ich dann erst einmal im Flur Platz nehmen und warten

Bis sich endlich jemand meiner annehmen konnte.

 

Ich möchte hier niemanden weh tun oder auf die Füße treten

will aber verständlich machen, was ich gefühlsmäßig erlebt habe.

So eine lange Nacht mit dieser grauenvollen Angst und dann diese Prozedur.

Irgendwann kam man dann und ich musste zum Erkennungsdienst

oder wie man so was nennt.

Dort musste ich mich an eine Wand stellen und wurde dann von jeder Seite fotografiert.

Nun ja - nicht, wie man denken könnte.

Es fehlte ja wenigstens die Verbrechernummer.

Meine Hände und mein Rücken wurden ebenfalls fotografiert, um die  Verletzungen zu dokumentieren.

Zwischendurch zog ich mir die Dornen aus  meinen Händen.

Es tat weh und störte sehr. Danach kam der Speicheltest.

DNA. Dann endlich durfte ich mal meinen Partner anrufen

aber auch nur,

 damit er mir andere Abziehsachen brachte.

Im Anschluss an das Telefonat wurde jeder einzelne Fingernagel untersucht.

Von jedem Fingernagel ein Pröbchen ins Röhrchen.

Anschließend musste ich die Kleidung ausziehen.

Ich bekam dann mit, dass in der Zwischenzeit wohl mein Partner mit der neuen Bekleidung gekommen war.

Während der langen Erkennungs dienstlichen Prozedur habe ich mich so

Einsam gefühlt

dass ich ein sehr starkes Bedürfnis nach den Armen meines Partners hatte.

Ich brauchte Ihn jetzt - unbedingt.

Aber nein.

 Abgeschirmt wurde ich, als wäre ich eine Schwerverbrecherin.

Dann endlich waren die ganzen Untersuchungen zu Ende.

Ich folgte irgend jemanden über einen langen Flur

als ich da plötzlich meinen Partner sah.

Ich freute mich und wollte einfach nur,

 dass er bei mir blieb und mich in

seinen Arm nahm

- aber nein -

jetzt musste ich noch zur Vernehmung.

Weder mein Partner, noch mein Chef Rainer

der in der Zwischenzeit auch gekommen war, durfte mit.

Mein Partner murrte zwar, in welchem Zustand und in welcher Verfassung ich denn war,

aber das war den Beamten wohl egal. Es störte niemanden.

Ich musste allein da durch.

Die Vernehmung dauerte ungefähr vier große,

per Hand getippte DIN A 4 Seiten.

Jetzt wurde ich endlich mal gefragt, ob ich einen Kaffee wolle

Den lehnte ich dann aber ab, obwohl ich auf diesem Stuhl,

auf dem ich saß, mittlerweile fast einschlief.

Ich war froh, als die Vernehmung endlich fertig war und

Ich dachte ich könnte nun nach Hause.

Aber nichts da!

14

 

Es hieß:

>>Jetzt müssen wir noch nach Beyenburg<<.

Die erste Zwischenstation meiner Odyssee mit dem Maskierten.

>>Tolle Wurst!<<

Mittlerweile wusste ich schon nicht mehr

ob ich Männlein oder Weiblein war und sollte nun auch noch nach Beyenburg?

Aber es half nichts. So bei Tageslicht sah es im Wald ganz anders aus.

Nun war das auch erledigt. So gegen 13.00 Uhr durfte ich dann endlich nach Hause.

Ich schlief Traumlos bis in die Abendstunden.

Zum Abendessen ging ich mit meinem Partner aus.

Zu den Kollegen, mit denen wir und sonst auch immer zum Essen trafen.

Ich muss sagen, ich war überwältigt.

Alle nahmen mich in den Arm und ich bekam einzelne Rosen und Pralinen.

Die Situation raubte mir erst mal die Stimme.

Auch jetzt noch muss ich sagen, dass ich mich sehr freute über die hohe Anteilnahme der Kollegen.

Es tat meiner Seele sehr gut.

Als ich nach einigen Tagen wieder arbeiten konnte, hatte ich eine ältere Dame als Fahrgast.

Sie hatte wohl im Fernsehen mitbekommen, was passiert war

fragte mich, als Taxifahrerin, ob ich keine Angst hätte,

nachdem was da vorgefallen war. Nichts ahnend, dass ich diese Fahrerin war.

Als ich ihr dann sagte, dass ich eben die war, um die es ging, meine sie:

>>Ach Kindchen. Das tut mir ja so Leid. Als ich das gehört habe,

kamen mir schon die Tränen. Kindchen Pass bloß auf dich auf!<<

Aber auch über die Reaktionen der anderen Wuppertaler Fahrgäste bin ich erfreut und erstaunt.

Im Großen und Ganzen haben mir die vielen Kollegen, Fahrgäste

Verwandte und vor allen Dingen mein Partner sehr geholfen.

Sie gaben mir gute Ratschläge oder hörten einfach nur zu.

Sie alle halfen mir, dass ich mit dem Erlebten fertig wurde

meinen Job wieder weiter ausüben kann.

Ok, es gibt da Momente, wo ich merke, dass ich noch daran arbeiten muss

aber ich glaube schon, dass ich es schaffen werde, mein Erlebnis zu verarbeiten.

Aber leider, wie es nun mal so ist, gab es auch böses Kohlegengerede.

Meiner Ansicht nach sind das jedoch die, die mit ihrem Leben selber nicht zurecht kommen.

Die Sorte Menschen, die meinen, noch Salz in die Wunde streuen zu müssen.

Eine große Enttäuschung war die Radiosendung Taxidriver

die Freitags von zwei Kollegen gebracht wurde.

In dieser Sendung wurde öffentlich Zweifel an meinem Fall geäußert.

Ich überlegte sogar, gerichtliche Schritte dagegen einzuleiten.

Denn ich fand, es war keiner der

>>lieben Kollegen<<

während der Horrorfahrt dabei.

Wie können sich die Leute,

die nicht einmal meine Geschichte gehört haben, in dieser Art äußern?

15

 

Ich möchte nun so langsam zum Ende kommen.

Ach noch etwas.

Einen Rat kann man keinen Taxifahrer geben,

denn jeder reagiert in solchen Situation anders

als er vorher vielleicht denkt, denn die Sache kommt dann auch anders

als man denkt.

Am Montag nach dem Überfall musste ich noch einmal mit zwei Kriminalbeamtinnen nach Leichlingen

- alles noch einmal abfahren.

Soweit habe ich auch alles wieder gefunden.

Die Beamtinnen waren sehr nett und wussten ja um meine Geschichte und was ich erlebt hatte.

Und eine von ihnen witzelte ein wenig und meinte:

>>Tja, der liebe Gott wollte Sie noch nicht haben.

Der hatte Angst, dass sie ihn auch voll reden<<.

Ich fand das der süß, wusste ich doch, wie es gemeint war.

Ich selber glaube, dass ich durch mein Gerede noch am Leben bin.

Hätte, hätte, hätte... der Täter von vornherein vorne gesessen,

wäre er durch die Scheibe gegangen ...

und ich kann mich bestimmt wehren, das kann man mir glauben.

Ich bedanke mich noch einmal bei allen Kolleginnen und Kollegen

Freundinnen und Freunden, Verwandten, Fahrgästen

meinem Partner und meinem Schutzengel.

Viele Grüße.

P.S.

Vielleicht steigt ihr ja irgendwann mal in dem Taxi, das ich fahre ein.

So, und jetzt geht´s mir besser, wo ich mal alles auf´s Papier gebracht habe.

Gabi Ackermann

16

 

Liebe Leute da draußen im WWW ,

wer mir nun was zu meiner Geschichte schreiben möchte

oder ähnliches erlebt hat

bitte auf *Kommentar* klicken und ich veröffentliche *eure Geschichte*

 


 

 

                  

 

 

 



 

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