Wie alles begann….
Klar, mit 40 – 50 Zigaretten am Tag, je nach Wetter und Stimmung.
Im Januar 2003 hörte ich dann von einem zum anderen Tag auf zu rauchen, und nahm ab da jede Woche permanent zu, bis ich irgendwann knappe 30 kg mehr auf der Waage hatte.
Dann wusste ich, ich musste was tun, irgendwas, nur nicht in ein Fitnessstudio. Also fing ich im Februar 2004 versuchsweise an zu laufen.
Bewaffnet mit Asthmaspray, zur damaligen Zeit hatte ich schweres Asthma, fing ich an, zumindestens 1 Minute Laufen, 1 Minute Gehen über einen Kilometer zu schaffen.
Nach 6 Monaten klappte dies dann auch schon recht gut, und ich kam auf die Idee, mir dieses Beagle-Tier nach Hause zu nehmen, um von nun ab jeden Tag diesen einen Kilometer zu laufen.
Mir hätte es gereicht, aber auf Dauer war es natürlich für Charlie-Mausi ziemlich langweilig, immer nur die gleiche Strecke…..und so kam, was kommen musste……
…ich begann zu trainieren.
Ich wollte unbedingt mal 10 km am Stück schaffen. Als ich endlich 6 km am Stück laufen konnte, fragte mich ein Freund, ob ich nicht mal einen Volkslauf mitmachen möchte. Ich schrie ihn an, was, 10 km, das schaffe ich nie. Er sagte, 6 km kannst Du laufen, da schaffste auch 10 km.
So lief ich im Juli 2006 meine ersten 10 km im Rahmen eines Volkslaufes und mein Ehrgeiz war geweckt.
Meine Strecken steigerte ich immer wieder. Als ich 15 km laufen konnte, meldete ich mich zu meinem ersten Halbmarathon an. Danach kamen 27 km.
Ein Jahr später, im Jahr 2008, lief ich eine Strecke von 34 km.
Und dann war er da……der Traum vom Marathon.
Und den wollte ich unbedingt vor meinem 50. Geburtstag laufen.
Ich entdeckte in einer Zeitschrift in Gewinnspiel, und bewarb mich mit genau dieser Geschichte und gewann die Vorbereitung und den Startplatz zu meinem ersten Marathon, Hamburg 2009.
Ganz am Anfang stand die Leistungsdiagnostik und der Coach sagte mir, mit diesem Leistungsniveau ist ein Marathon nicht zu schaffen.
Ich verfluchte diesen Blödmann und sagte mir, dem zeige ich es.
Ich bekam den Trainingsplan und lief minutiös diesen ab. Ob es schneite, regnete, ich lief, weil so war der Plan.
Am 26.04.2009 stand ich an der Startlinie des Hamburg-Marathon, den ich nach 06:17 Stunden als Letzte finishte.
Ich war so stolz auf mich, ich hatte mein Ziel erreicht. Ich war vor meinem 50. Geburtstag einen Marathon gelaufen.
Mittlerweile ist es nun schon der Dritte, den ich gelaufen bin. Der Rennsteig…auch ein Traum von mir.
MEIN DRITTER MARATHON am 08. Mai 2010:
Ich war am Vortag noch ummelden von der Halbmarathonstrecke auf den ganzen Marathon. Etwas komisch war mir schon im Bauch, genau, der Bauch, die Operation ist erst 5 Monate her. Wäre es ein Marathon in der Stadt gewesen, ja, kein Problem, aber mitten durch den Wald. Es ist ja auch ein Crosslauf, der größte in Europa. Bestzeiten läuft man da nicht, man kommt nur an. Früh morgens auf der Hinfahrt zum Start war mir Kotzelend. Die ganze Nacht hatte ich nicht geschlafen, ich wusste nicht, ob ich es richtig gemacht hatte. Aber nun war ich am Startort, es musste einfach funktionieren. Ich hatte Christian meinem Sohn meine Startnummer an die Jacke getackert, und beim Start dann fast vergessen..

Nach dem Start ging es eine langgestreckte Steigung aus dem Ort raus. Es kreisten Hubschrauber über uns, und ich bereute schon nach 1 Km, dass ich mich umgemeldet hatte. Gleich die Steigung, ich war fertig, obwohl ich sehr langsam lief. Dann ging es ein wenig die Straße entlang. Viele überholten mich, und einige von denen traf ich dann bei Kilometer 30 - 40 wieder, um sie zu überholen, weil sie nicht mehr konnten.

Und dann ging es auf den "Rennsteig", hier noch als ausgebauter Waldweg:
Das weiße R zeigt an, dass man auf dem Rennsteig ist.

10 Kilometer sind geschafft....

Und wir sind ja im Gebirge, deshalb gibt es noch Schnee ...

und dann werden die Wege enger:
...und enger...

Der Wegweiser.....Von Neuhaus am Rennweg(rechts) 21,1 km, da bin ich hergekommen....

auf dem Weg sind mittlerweile nur noch Steine und Baumwurzeln....


Ach ja, und das berühmte Schild...22 km....Umdrehen wäre jetzt totaler Schwachsinn !!!!!

Der Rennsteig ist aber auch ein Trampelpfad neben der Straße...

und geht auch über Wiesen...

und manchmal ist es nur noch ein schmaler Weg...

wieder eine Wiese und ich habe 30 Kilometer geschafft

Mitten an der Strecke steht der alte Mann mit dem Leierkasten und sorgt für Stimmung...
Dann sind es noch 10 Kilometer zu laufen....

...und etwas mehr wie ein Stunde später bin ich am 40 Km- Schild
Von da an waren es noch 3,5 Kilometer, die ich fast locker weggesteckt habe. Hier an dem Schild hatte ich im Fuß einen kurzen Krampf, ist mir noch nie passiert, aber er ging Gott sei Dank schnell wieder weg. Ich bin dann mit 6 Stunden 29 Minuten in das Ziel. Der letzte Kilometer war wirklich nochmal schwer, weil es ging bis zum Ziel nur bergauf. http://www.rennsteiglauf.de/inhalt/rennsteiglauf/portal/php/ergebnisse/urkunde.php?startnr=05980
Im Ziel habe ich dann meine Medaille bekommen und geheult, ich hatte mir diesen Traum erfüllt. Als ich im Krankenhaus lag, an dem Montag am 23. November 2009, einen Tag vor der OP, und sie mir sagten, sie müssen mir den Bauch aufschneiden, es geht nicht anders....da hatte ich mir geschworen, wenn Du das überlebst, dann läufst Du diesen Rennsteig. Und ich habe es gemacht..... Der Tag hat mir gezeigt, dass man mit Disziplin fast alles erreichen kann. Ich habe vor 6 Jahren meine ersten Laufversuche gestartet, und viele haben mich belächelt, als ich schnaufend durchs Dorf gelaufen bin.
Aber dieses Bild von einem Märchenwald, dass findest Du nur da.....auf dem Rennsteig....

Und falls jemand wissen möchte, wie alles begann, dass gibt es ....hier....
Verantwortlich für den Inhalt ist der Autor der Homepage. Kontakt
Kostenlose Homepage von rePage.de
- w -
Flirten und Bilder bewerten - Lovemission.de
|