Supply Chain Management (SCM) ist die Grundvoraussetzung für eine funktionierende Logistikkette
Der amerikanische Systemanalytiker Jay Forrester prägte vor 40 Jahren den Begriff Supply Chain Management und sagte dazu: “Einkauf, Fertigung, Lager und Versand sind als eine Einheit im Unternehmen zu planen und zu steuern!“.
Unter SCM versteht man die effiziente Integration von Lieferanten, Produzenten, Warenhäusern und Verkaufsläden, so dass diese Produkte oder Dienstleistungen in der richtigen Menge, am richtigen Ort, zur richtigen Zeit, unter Minimierung der Gesamtkosten und Maximierung der Service-Qualität eingekauft, hergestellt und ausgeliefert werden können.
Ein Supply Chain (SC) besteht aus allen direkt oder indirekt an der Erfüllung eines Kundenwunsches Beteiligten. Das SC schließt nicht nur den Hersteller und die Lieferanten ein, sondern auch die Transportvorrichtungen, die Lager, die Einzelhändler und die Kunden selbst.
Dies bedeutet für die Führungskräfte eines Unternehmens, nicht nur Einblick in die Prozesse ihres Unternehmens zu haben, sondern darüber hinaus auch in diejenigen von Partnern und Kunden. Sie werden von sog. IT-Consultants/Beratern unterstützt. Neben DV-technischen Aufgaben stehen dabei auch fachliche Analyse- und Realisierungs-aufgaben innerhalb eines oder mehrerer Projekte an.
Die Palette ihrer Aufgaben reichen von der Durchführung von Problemanalysen, der Analyse und Modellierung von Geschäftsprozessen und der Definition von Angeboten über die Durchführung von Organisationsberatungen bis zur Erarbeitung von Informatik-strategien. Außerdem sind die Logistik – Manager/in (IT-Consultants/Berater) für alle zugehörigen Standarttätigkeiten, wie Dokumentation, Präsentation, Abstimmung, Qualitätsprüfungen, Tests, Übergaben, Release-Entwicklungen zuständig. In jedem Fall gehören regelmäßige Besprechungen und Abstimmungen mit Projektmitgliedern, Managern und ggf. Kunden zu ihren Aufgaben, wozu sie Soft Skills wie Kommunikations-stärke und Präsentationsfähigkeiten benötigen.
Nach der Neuordnung 2004 der beruflichen Weiterbildung nach § 64 BBIG in der IT-Branche gehören die IT-Consultanten/Berater zu den operativen Professionals (Bachelor of Arts). Die Anforderungen und Fachkenntnisse an IT-Consultanten-/Beratern sind:Logistik-Management; Supply Chain Management; Logistik-Technologien; Interdisziplinäre Kenntnisse; Strategische Planung; Projektplanung; Informatik und Controlling. Sie müssen auch über Soft-Skills verfügen wie: Ganzheitliches Denken; Analytisches Denken; Organisationstalent; Teamorientierung; Mitarbeiterführung; Integrität; Kreativität; hohe Allgemeinbildung und mobil sein.
Was bedeutet nun Logistik?
Die Geburtsstunde der Logistik in Deutschland hat 1974 geschlagen und in den 90er Jahren der Kontraktlogistik.
Wissenschaftlich definiert ist Logistik die Lehre "der Planung, Steuerung und Überwachung der Material-, Energie- und Informationsflüsse in Systemen." Praktiker sprechen davon, "das richtige Produkt in der richtigen Menge, im richtigen Zustand, am richtigen Ort, zur richtigen Zeit, für den richtigen Kunden, zu den richtigen Kosten zu liefern".
Spedition ist heute ein veralteter Begriff und wird bei Fachleuten auch gar nicht mehr benutzt. Nehmen wir das Beispiel der Hamburger Firma Kühne & Nagel mit weltweit über 46.000 Mitarbeitern in mehr als 100 Ländern. Die Deutschland-Zentrale (700 Mitarbeiter) befindet sich in der Hamburger Hafencity. Kühne & Nagel hat nicht einen einzigen eigenen Lkw und auch keine Schiffe oder Flugzeuge. Auch haben sie keine Container. Die global tätige Firma versteht sich als "Prozesskettenmanager".
Auf der Liste der reichsten Deutschen steht Klaus Michael Kühne auf Platz Nr. 14.
Der Logistik – Manager/in SCM (Consultant/Berater) muss in seinen Projekten sicherstellen, dass die Expedienten – sie bearbeiten, kontrollieren und dokumentieren die Eingänge und Abgänge in einem Lager und sind für die bedarfsgerechte Materialanforderung im Warenlager zuständig – die Logistikkette zusammenhalten. Darüber hinaus überwachen die Expedienten Sicherheitsbestände. Sie fordern Material an und führen Nachbestellungen aus – immer in Abstimmung mit der Produktionsplanung und Fertigungssteuerung. Die Informationen über drohende Materialengpässe geben sie an die Produktion weiter. Um den Überblick über den gesamten Bestand zu behalten, gehört es zu ihrem Aufgabengebiet, Statistiken zu erstellen sowie Inventuren durchzuführen.
Expedienten sind auch für den Versand von Frachtgut verantwortlich. Sie stellen eine frachtgerechte Verpackung und eine geeignete und möglichst kostengünstige Beförderung sicher und kümmern sich um die Einhaltung von Sicherheits-, Transport- und Umweltbestimmungen. Ferner bearbeiten sie Versand- und Begleitpapiere sowie Zollpapiere, schließen Transport- und Risikoversicherungen ab und berechnen die Versandkosten. Für diese Tätigkeit ist eine kaufmännische Ausbildung als Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung, Fachkaufmann für Vorratswirtschaft, Meister für Lagerwirtschaft oder Fachkraft für Materialwirtschaft erforderlich.
Für Logistik-Unternehmen entwickelt sich das Produkt "Transport" (Port Logistics: klassischer Güterverkehr über Straße, Luft, Schiene und Wasserwege) zur umfassenden Dienstleistung "Logistik" einem - optimierten Material- und Informationsfluss, der zudem zunehmend mit weiteren Dienstleistungen (Kontraktlogistik: Beschaffungs-, Produktions- und Dienstleistungslogistik) verbunden wird.
Ein Beispiel für ein komplexes logistisches Angebot ist die Warehouse-Logistik. Neben dem Warentransport gehören zum Warehousing: Lager-bereitstellung Indoor/Outdoor, Barcoding, RFID, Kommissionierung, Verpackung, Bestands-Management, Display-packerei, Labeling, Inventur. Warehousing findet in den vielfach neu entstehenden Großlagern bzw. Distribution-Centern statt. Auch der Hinweis auf Fulfillment (Alles aus einer Hand) sollte nicht vergessen werden.
Um Transparenz in Echtzeit über den Stand der Ausführung der Logistikkette zu erreichen, bedient sich der Logistik Manager/in (Consultant-/Berater) des Supply Chain Management (SCM), das für immer mehr Unternehmen zur Kernherausforderung wird, um wettbewerbsfähig und erfolgreich handeln zu können. SCM ist das ganzheitliche Management von Mengen-, Wert- Informationsflüssen über die Werkgrenzen hinweg, in das auch Kunden und Lieferanten einbezogen werden. Hierdurch wird mehr:
· Transparenz und Flexibilität der gesamten Logistikkette
· Bestandsreduzierung
· Kürzere Durchlauf- und Lieferzeiten
· Verbesserte Planungsergebnisse für Produktion und Logistik
· Reduzierte Aufwände für Produktion und Logistik
· Erhöhte Kundenzufriedenheit durch optimierte Liefertreue und verbesserten Service erreicht.
Mit Hilfe von betriebswirtschaftliche Anwendungssoftware-Pakete Enter-prise-Recource-Planning-Systeme (ERP-Systeme), werden alle Aufgabenbereiche und Prozesse innerhalb eines Unternehmens unterstützt, wie z.B. Beschaffung, Produktion, Vertrieb, Rechnungs-wesen und Personalwirtschaft.
Die weltweite führende Standartsoftware für ERP Systeme hat die deutsche Firma SAP AG (Systeme, Anwendungen und Produkte in der Datenverarbeitung bzw. “Systems, Applications, and Products in Data Processing“) mit Sitz in Walldorf als größter europäischer Softwarehersteller entwickelt.
SAP ist heute mit rund 36.000 Mitarbeitern (davon ca. 13.600 Mitarbeiter in der Software-Entwicklung) und Niederlassungen in 145 Ländern vertreten. Von den weltweit 520 größten Firmen haben 450 SAP Software-Anwendungen in Betrieb. SAP hat mit ihren 65.000 Installationen und 10.000 Anwender im Jahr 2006 einen Umsatz von ca. 9,7 Mrd. erwirtschaftet.
Die SAP Berater (Könige der IT!) unterstützen ihre Kunden in folgenden Branchen:
Automobilindustrie; Banken und Versicherungen; Chemie und Pharma; Gesundheitswesen; Getränkeindustrie; Handel; Hightech & Elektronik; Hochschulwesen; Immobilienwirtschaft; Markenartikel- und Konsumgüterindustrie; Maschinen- und Anlagenbau; Media; Spedition- und Logistik; Ver- und Entsorgungswirtschaft.
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