Was sind Soft Skills?
Soft Skills, zu deutsch “weiche Fähigkeiten“, das Wissen um den Umgang mit Menschen und Entscheidungen.
Wichtig in der Alltagskommunikation ist nicht WAS gesagt wird sondern Wie es gesagt wird.
Der/die Stellenbewerber sollen in gruppendynamischen Übungen und Psychotests systematisch auf ihre “Eignung“ für die zu besetzende Stelle geprüft werden. Hierzu helfen die sog. “Soft Skills“ um die Persönlichkeit, Leistungsmotivation und Kompetenz bestmöglich widerzuspiegeln. Dies kann einerseits durch sog. “Assessment Center“ einer Firma, andererseits neuerdings auch durch “Virtuelle Assessment Center“ – senkt die herkömmlichen Bewerbungsverfahrenskosten um bis zu 80 % - (ohne festangestellte Mitarbeiter, Telefon-arbeitsplätze bzw. ohne Büro- und Verwaltung am PC) erfolgen.
Assessment Centers “To Asses“ bedeutet “einschätzen”, ”beurteilen“. Und “Center“, das ist der Mittelpunkt. Die Bezeichnung Assessment ist schon sehr alt und wird in Deutschland seit 1970 z.B. im Militärbereich angewandt. Neu nennt man dies auch: Gruppenauswahlverfahren, Vorstellungsgespräch mit Übungsrunden, Auswahltag, Informationstag oder Gruppen-interview.
Mit im Raum können auch scheinbar Unbeteiligte sitzen, die nur damit beschäftigt sind, Sie zu beurteilen.
Die Beurteilungsfelder gliedern sich auf in:
Aktivität Kommunikation:
Belastbarkeit Kommunikationsfähigkeit
Kontaktstärke Konfliktlösungsfähigkeit
Kreativität und Innovationsfähigkeit Kooperationsfähigkeit
Leistungsbereitschaft Kritikfähigkeit
Risikobereitschaft Teamfähigkeit
Unternehmerisches Denken Soziale Sensibilität
Offenheit
Persönliche Entwicklung Struktur und Organisation
Ganzheitliches Denken Analytisches Denken
Lernbereitschaft Konzeptionelle Fähigkeiten
Selbstreflexionsbereitschaft Strukturierendes Denken
Organisatorische Fähigkeiten
Persönlichkeitsmerkmale:
· Ausgeglichenheit (locker, entspannt) – Angespanntheit (ärgerlich, nervös)
· Besonnenheit (nachdenklich) – Begeisterungsfähigkeit (enthusiastisch)
· Emotionale Stabilität (gelassen) – emotionale Labilität (unruhig, irritierbar)
· Flexibilität (ungezwungen, unordentlich) – Pflichtbewusstsein (gewissenhaft)
· Gruppenorientiertheit (konform) – Eigenständigkeit (selbständig)
· Robustheit (realistisch, rücksichtslos) – Feinfühligkeit (intuitiv, sensibel)
· Konkretes Denken (weniger intelligent) – Abstraktes Denkvermögen
· Pragmatismus (konventionell, zweckmäßig) – Unkonventionalität
· Sachinteresse (kühl, reserviert) – Kontaktinteresse (aufgeschlossen)
· Soziale Anpassung (unterordnend) – Dominanzstreben (ich-orientiert)
· Sicherheitsinteresse (beständig, risikoscheu) – Veränderungsbereitschaft
· Spontanität (bis Unbeherrschtheit) – Selbstkontrolle (bis Zwanghaftigkeit)
· Unbefangenheit (unkompliziert, direkt) – Überlegtheit (diplomatisch)
· Vertrauensbereitschaft (tolerant) – Skepsis (kritisch, misstrauisch)
· Zurückhaltung (gehemmt, vorsichtig) – Initiative (aktiv)
· Zuversicht (optimistisch) – Besorgtheit (leicht zu entmutigen)
Analyse:
Setzen Sie sich VOR einem Persönlichkeitstest mit folgenden Fragen intensiv auseinander:
· Was für ein Mensch bin ich?
· Bei welcher Firma bewerbe ich mich? Wie sind Führungsstil und Unternehmenspolitik?
· Welches Anforderungsprofil ergibt sich daraus für mich als einen idealen Bewerber?
· Wie war meine Ausbildung und beruflicher Werdegang?
· Aus welcher Art Familie stamme ich?
· Wie sieht meine jetzige Familie aus?
· Welche Erfahrungen prägten meine Kindheit und Jugend?
· Wie verlief meine Ausbildung?
· Welche Gründe gab es für meine Berufswahl?
· Was sind meine Schwächen?
· Was spricht gegen mich als Kandidat?
· Was stört mich an Vorgesetzten / Mitarbeitern?
· Was würde ich anders machen, wenn ich meinen Beruf noch einmal zu wählen hätte?
· Was war der größte Misserfolg / größte Enttäuschung?
· Wie ist mein gesellschaftliches Auftreten?
· Meine Tischmanieren?
· Wie kleide ich mich?
· Wie gestalte ich meine Freizeit? (Hobbys, Interessen)
· Wie schätze ich mich selbst ein? (Leistungsvermögen, Stärken, Schwächen?)
· Wie wirke ich auf andere?
· Wie sympathisch/umgänglich bin ich?
· Wie steht es bei mir mit der Teamfähigkeit und Belastbarkeit?
· Passe ich ins Bild, ins Unternehmen, ins Team?
· Wie sehr will ich den Job?
· Was bin ich bereit, an Einsatz und Arbeit, vielleicht an Lebenszeit einzubringen?
· Wie sehr kann ich mich mit dem Unternehmen/Firma identifizieren?
· Was habe ich als Praxiserfahrungen anzubieten?
· Gibt es Erfolge zu verzeichnen?
· Welche Ziele habe ich für mein künftiges (Arbeits-) Leben gesetzt?
Was wird beobachtet?
· Der erste Blick
Ihr Auftreten; Ihr Erscheinungsbild (Kleidung etc.); Ihre Umgangsformen
· Im Kontakt mit anderen
Kontaktfähigkeit; Einfühlungsvermögen; Kooperationsfähigkeit
· Denken und Handeln
Informationsaufnahme- und verarbeitung; Hineindenken in andere;
Entwicklung von Alternativen; Beurteilungsfähigkeit; Entscheidungsfreudigkeit
Tipps und Tricks
· nicht verkrampfen, natürlich bleiben
· ruhige Selbstsicherheit
· Kompromissbereitschaft
· Vermittlerrolle versuchen einzunehmen, Meinungen zusammenführen
· Toleranz, Aber: nur bedingte Nachgiebigkeit
· auf Mängel hinweisen, aber auch eigene zugeben
· Zuhören können
· Andere ernst nehmen
· knappe, präzise Beiträge zur Sache
· knappe, treffende Formulierungen, klare Aussprache
Bedenken Sie, dass Sie im Rollenspiel sich in einer äußerst ungemütlichen, schwierigen Situation wiederfinden. Und Ihr Gegenüber wird gar nichts unversucht lassen, um es Ihnen so schwer wie möglich zu machen, sei es durch verbale Angriffe, Aggression oder die tränenreiche Mitleidstour.
Ziel dieser ganzen Prozedur ist es ja für den zukünftigen Arbeitgeber den evtl. neuen Bewerber hinreichend zu diagnostizieren; denn ein Arbeitsplatz kostet heutet sehr viel Geld. Hinzukommt, dass die Chancen auf dem Arbeitsmarkt durch Stellenangebote in Zeitschriften und Internet eine ungenügende “Autobahn“ darstellen, die eine erfolgreiche Stellensuche kaum möglich machen.
Suchen Sie ihre Fähigkeiten, die für Ihren potenziellen neuen Arbeitgeber interessant sind und zeigen Sie Ihre Stärken. Erstellen Sie Ihr persönliches Kompetenzprofil. Dies ist der einzige Weg, um bei der Stellensuche Erfolg zu haben und denken Sie daran, dass heute in der praktischen Arbeitswelt ca. 50 % Softskills erforderlich sind und die anderen 50 % fachliche Qualitäten.
Was sind Ihre Stärken?
Stellen Sie einmal Ihre Stärken, Fähigkeiten und Kompetenzen zusammen. Hierzu zählen alle Fähigkeiten in denen Sie besser als der Durchschnitt sind. Achtung: Unsere größten Stärken sind sehr oft Fähigkeiten, die wir selbst bei uns gar nicht wahrnehmen, da sie für uns vollkommen selbstverständlich geworden sind. Befragen Sie möglichst viele verschiedene Menschen nach Ihren Stärken. Nur so bekommen Sie ein relativ objektives Bild von sich.
Achtung: Beachten Sie, dass Wissen und Fähigkeiten ständig weiterentwickelt werden müssen, um Stärken zu bleiben. In allem worin Sie sich nicht kontinuierliche verbessern, sind Sie sehr schnell nur noch Durchschnitt…
Wählen Sie daraus nun fünf bis zehn Stärken aus, in denen Sie nicht nur besser als der Durchschnitt sind, sondern in denen Sie deutlich besser als andere sind – in denen Sie eine echte Kernkompetenz haben.
Ihre Stärken