DER VOGEL IST NICHT KRANK WENN...
· ... er sich mal kratzt
· ... er nachts vorm schlafen kurz niest
· ... er den Kopf ins Gefieder steckt
· ... er auf einem Bein sitzt (das ist sogar ein Zeichen dafür das er gesund ist)
· ... er mit dem Schnabel an der Stange wetzt
· ... er Futter hochwürgt und andere Vögel oder Gegenstände füttert
· ... er das Gefieder nach dem Putzen schüttelt
Verletzungen: Bei
kleinen Wunden genügt es Eisenchloridwatte auf die aufgeschnittene
Stelle zu halten. Bei großen muss unbedingt der Tierarzt aufgesucht
werden (wegen möglichen Entzündungen), dabei ist der Vogel im Käfig auf
Löschpapier statt auf Sand zu transportieren.
Bindehautentzündung:
Verschmutzte Sitze, Zugluft, Rauchen, Dämpfe aus der Küche, Sprays u.
dergleichen können Ursache dafür sein. Bei leichten Reizungen (z.B.
durch ein Sandkorn) kann das Auge mittels Kamillentee ausgespült werden.
Bei schweren Fällen verschreibt der Tierarzt eine Antibiotika Salbe.
Fußentzündung:
Meist durch unsaubere oder unsachgemäße Haltung (z.B. falsche
Sitzstangen). Aber auch Verletzungen können Ursache sein. Krusten in
Kamillenlösung baden, nicht Abreißen, bis sie sich von selbst lösen.
Entzündung mit Wundsalbe bestreichen. Vogelsand entfernen, statt dessen
Löschpapier in den Käfig legen.
Federfressen: Die
häufigste Ursache ist Einsamkeit. Also einen Partner besorgen. Aber
auch falsche Ernährung kann eine Ursache sein. Geben Sie dem Vogel immer
Kalksteine, Sepia, Zweige u. dergleichen zum benagen.
Rennerkrankheit oder Französische Mauser:
Es gibt Jungvögel die ihre gesamten Schwungfedern verlieren. Die
genauen Ursachen sind leider noch nicht bekannt. Der Vogel kann in der
Regel sein ganzes Leben nicht mehr fliegen ("Hopser"). Sie können dem
Vogel helfen, indem dicke Schnüre zum Käfig gebunden werden, an denen er
klettern kann.
Stockmauser: In
der Regel verlieren die Wellensittiche immer nur ein Teil ihres
Gefieders, so dass sie trotzdem flugfähig bleiben. Bei falscher Haltung
(z.B. unter Küchendampf) kann es vorkommen dass der Vogel permanent
mausert, und dann sehr viel Federn verliert oder sie nur langsam
nachwachsen. Geben Sie permanent Vitamin u. Mauserpräparate und ändern
Sie seine Lebensumstände.
Zu lange Krallen oder Schnabel:
Falls die Zehen zu lang sind. Das heißt wenn der Vogel sich selbst ins
eigene Fußfleisch sticht beim sitzen müssen die Krallen mittels einer
Vogelschere geschnitten werden. (gibt es im Zoohandel). Das Schneiden
muss so erfolgen das nicht die Blutgefäße geschnitten werden, sondern
nur die Spitze. Das Schneiden des Schnabels sollten Sie dem Tierarzt
überlassen, da bei unsachgemäßer Handhabung einen permanenten
Schnabelbruch verursachen könnten.
Spulwürmer:
Der Parasit wird durch den Kot anderer übertragen. Setzt sich im
Volierenboden fest & überwintert sogar. Deshalb muss der Boden
spatentief ausgehoben und mittels Gasflasche abgeflämmt werden. Die
Spulwürmer vermehren sich rasch und vergiften den Darm. Die Behandlung
der befallenen Vögel erfolgt mittels Piparazin.
Federlinge:
Der Vogel kratzt andauernd, und hat Kahlgefressene Stellen an den
Federn. Die Federlinge können mittels Sprays aus dem Zoohandel bekämpft
werden oder durch aufhängen von Fliegenstrips. 1 Monat lang wöchentlich
das besprühen wiederholen- dann sind alle Federlinge und deren Eier
abgetötet.
Grabmilben:
Die ernähren sich vom Schnabelhorn und der weichen Wachshaut. Erkennbar
an grauen Krusten am Schnabel, Augenlid und der Kloake. Bekämpfung
mittels Vaseline oder Speiseöl draufschmieren, dann ersticken die Milben
in ihren Grabgängen.
Haarwürmer: (siehe unter Spulwürmer )
Luftsackmilben:
Der Vogel niest und hustet immer, streckt und würgt den Hals. Der Flug
wird anstrengend. Und man hört fiepende Atemgeräusche. Es gibt Sprays
oder Präparate die direkt aufs Gefieder gegeben werden und sehr
wirkungsvoll sind. Auch ähnlich wie gegen Federlinge .Falsch wäre hier
ein Behandlung mit Wärme oder Antibiotika wie bei einer Erkältung!
Vogelmilben: Sie
saugen das Blut aus und infizieren die Vögel mit Krankheiten. Sind mit
bloßen Auge als braun-schwarze Punkte erkennbar. Bekämpfung erfolgt
mittels Sprays wie unter Federlinge.
Going- Light -Syndrom:
Der Vogel frisst sehr viel, wobei er aber gleichzeitig abmagert.
Hervorgerufen durch so genannte Mega-Bakterien, die zur Auflösung der
Magenschleimhaut und zu inneren Blutungen führen. Sofort zum Tierarzt.
Aspergillose: Altes
Futter kann Pilzsporen enthalten, die sich im Rachen, Atemwegen und
Kropfschleimhäuten festsetzen und dann wuchern. Auch verschimmeltes Obst
oder Wasser kann Ursache sein. Deshalb immer auf Sauberkeit achten.
Eine Heilung ist oft nicht mehr möglich, der Vogel erstickt regelrecht.
Candidiasis:
Ursache ist ein Hefepilz. Im Rachen, Speiseröhre u. Kropf bilden sich
gelblich-käsige Beläge und Auswurf. Das Kopfgefieder wird durch den
Schleim verschmiert. Trägheit, Abmagerung, Appetitlosigkeit, Erbrechen
& grünlicher Durchfall sind Symptome. Der Tierarzt verabreicht
Clotrimazol, Ketoconazol, Miconazol oder Nystadin+ Vitamin B & K.
Auf keinen Fall darf er Antibiotika bekommen, denn das kann auch eine
Ursache der Erkrankung sein. (Eine übermäßige Antibiotikabehandlung)
Erkältung: Zugluft
ist auch für Vögel schlecht. Der Vogel sitzt permanent aufgeplustert,
die Atmung klingt rasseln und es kann sogar Schleim aus der Nase laufen.
Ist der Vogel leicht erkältet hilft eine Bestrahlung mittels Rotlicht,
Kamillentee zum Trinken, und Vitaminpräparate. Bei starker Erkältung zum
Tierarzt, denn Gefahr einer Lungenentzündung.
Knochenbruch: Falls
der Vogel irgendwo hängen bleibt, kann es durchaus passieren das er so
heftig zieht - das der Knochen bricht. Unbedingt zum Tierarzt, das
gebrochene Teil muss geschient werden. Falls die Stelle nicht optimal
zusammenwächst lernt der "behinderte" Vogel durchaus auch mit diesem
Handicap zurechtzukommen.
Kokzidiose:
Kokzidien sind Parasiten in der Darmschleimhaut. Symptome: Durchfall,
Abmagerung, Darmbluten und Teilnahmslosigkeit. Besonders geschwächte und
Jungvögel sind anfällig. Bekommen Fieber & Krämpfe. Sofort zum
Tierarzt, der verabreicht Sulfonamide. Sonst kann der Vogel innerhalb
weniger Tage sterben.
Kropfentzündung: Es
gibt zahlreiche Ursachen, z.B. giftige Pflanzen), fauliges Futter und
so weiter. Bakterien vermehren sich rapide im der geschädigten
Kropfmuskulatur, der Vogel sondert Schleim ab (zäh, übel riechend), der
Kropf wirkt wie aufgebläht. Sofort zum Tierarzt- weil der Vogel nicht
frisst und sonst stirbt. Der Tierarzt entleert dann den Kropf und
verabreicht eine 0,1% Salzsäurelösung (paar Tropfen- was sie dann 3x
täglich machen müssen, zusätzlich ein Antibiotikum. Der Vogel wird
zunächst mit gekochten Reis& gekochter Hirse ernährt (schön pamppig
kochen- bis es richtig weich ist) - im Laufe der Behandlung kann dann
auf normales Futter umgestellt werden.
Legenot: Legenot
kommt vor allem bei jungen Weibchen vor, der Vogel versucht das Ei
auszupressen und sitzt aufgeplustert da. Oder eine Verkrampfung der
Kloakenmuskulatur durch Stress und dergleichen. Die beste Methode ist
den Vogel mittels Infrarotstrahler zu wärmen, so dass sich die
Muskulatur dehnt und das Ei kommt. Man kann den Vogel aber auch in ein
warmes Handtuch hüllen (bis auf den Kopf).
Newcastle-Krankheit:
Es ist eine Viruserkrankung hervorgerufen durch rohe Hühnerschalen.
(Deshalb nur Schalen die mind.10 Minuten bei 100°C im Backofen erhitzt
wurden oder gekocht geben). Es gibt einen Impfstoff vom
Tierarzt(NC-Vaccine), aber keine Heilung. Symptome sind: Fieber,
Appetitlosigkeit, Atemnot, Pupillenerweiterung, Bindehautentzündung,
wässriger Durchfall & Gleichgewichtsstörungen. Schließlich
Lähmungen, Krämpfe und letztlich der Tod.
Psittacose(Papageienkrankheit): Meldepflichtige Erkrankung! SOFORT ZUM TIERARZT!!! Da
der Erreger auch für den Menschen gefährlich ist. Häufige Ursache ist
unsaubere Haltungsbedingung. Die Vögel stecken sich gegenseitig an,
müssen in Quarantäne (Symptome sind ähnlich der von Grippe oder
Lungenentzündung). Staub und Kot können die Krankheit übertragen. Die
Behandlung erfolgt mit Antibiotikum.
Salmonellose:
Rohe Hühnerschalen, Vogelkot anderer Vögel, verschmutztes Futter können
Ursache für Salmonellen sein. Wenn dann die Vögel noch eng in Volieren
gehalten werden, bei feucht-warmem Klima verbreiten sie sich sehr
schnell. Auch unsauberes Wasser, deshalb TÄGLICH das Wasser erneuern.
Häufig haben die Wellensittiche Durchfall mit Blut, Atembeschwerden und
Krämpfe. Der Tierarzt muss sofort mit Antibiotika und Sulfonamiden
behandeln.
Trichomoniasis:
Besonders Jungvögel sind gefährdet, hervorgerufen durch ein Einzeller.
Der Vogel hat gelbliche Beläge in Rachen und leidet unter Atemnot. Der
Tierarzt verabreicht Ipronidazol, Kardinazol, Metronidazol oder
Ronidazol welches 1 Woche über das Trinkwasser gegeben wird.
Fettgeschwülste: Treten
durch falsche Ernährung auf, zuviel oder zu fettes Futter und
Bewegungsmangel. Erste Maßnahme eine Diät. Bösartige Wucherungen können
chirurgisch entfernt werden.
Weitere Erkrankungen:
Gicht, Nierentumor & Hodentumor treten bei Wellensittichen meist ab
dem 2. Lebensjahr auf. Eine Behandlung ist oft nicht möglich, so dass
es für den Vogel oftmals besser ist ihn einschläfern zu lassen, damit er
keine unnötigen Qualen erleidet.
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So deutet man die Gemütsstimmung des Vogels richtig: |
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Schlankes Gefieder: |
Der Vogel ist gesund und fühlt sich wohl. |
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Aufplustern: |
Kurzfristig–bezeugt Wohlbehagen. Längere Zeit–der Vogel fühlt sich nicht wohl. Unbedingt beobachten! |
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Beine ausstrecken: |
Im
Allgemeinen ist das ein Zeichen von Wohlbehagen, weil er sich reckt und
streckt. Ist es jedoch immer nur dasselbe Bein, könnte das Schmerzen
bedeuten. |
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Kopf im Gefieder: |
Behaglichkeit, besonders, wenn er dabei noch schwätzt, oder aber er will schlafen. |
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Auf einem Bein sitzen: |
Wenn er dabei zwitschert und plappert, bedeutet das Gelassenheit. Sonst beobachten, ob der andere Fuß vielleicht verletzt ist. |
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Beide Flügel seitlich abstellen: |
Bedeutet Erregung oder Angst. |
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Abheben der Flügel: |
Wenn es dem Vogel zu heiß wird, gibt er damit die Körperwärme ab. Vorübergehendes Anheben bedeutet Zufriedenheit. |
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Gefieder schütteln: |
Bedeutet körperliche oder seelische Entspannung. |
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Gefieder kraulen: |
Er
betreibt Körperpflege, bei der er auch einzelne Federn durch den
Schnabel zieht. Geschieht das aber oft, dann können Milben die Ursache
sein. In diesem Fall zur Vorbeugung soll man den Käfig regelmäßig mit
„Milbentod“ behandeln. |
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In die Luft beißen: |
Ist der Vogel dabei schlank, hat er Schmerzen, oder er ist ängstlich. |
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Schnabel aufreißen: |
Wenn er dabei gut zuwege ist, bedeutet das „gemütliches Gähnen“. |
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Kurzatmigkeit: |
Entweder, der Vogel ist zu fett, oder es liegt eine krankhafte Vergrößerung der Schilddrüse vor |
Pflege
Auf
Hygiene muss bei einem Papagei geachtet werden. Sehr schnell kann es zu
bakteriellen Infekten oder zu Vergiftungen durch schimmeliges Obst
kommen. Achten Sie darauf - alles nach der Reinigung gründlich mit
klarem Wasser abzuspülen, damit keine Putzmittelreste bleiben. Die Äste
sollten ebenfalls regelmäßig erneuert werden. Übrigens - baden
einige Papageien sehr gerne. Aras sollten sogar täglich mit Wasser
besprüht werden. Grundsätzlich gilt: genügend Zuwendung,
abwechslungsreiche Kost und gute Käfighygiene garantieren einen gesunden
Papagei. Als Bodenbelag für den Käfigboden empfehle ich u.a.
Zeitungspapier, da es sich leicht täglich entfernen lässt. Fängt der
Papagei jedoch an, die Zeitung zu zerreißen und darauf herum zu kauen,
verwendet man besser Sand als Einstreu. Ebenfalls bewährt hat sich eine
Mineraleinstreu der Marke "Pyrolan", welches mittels einer
Katzentoiletten - Schaufel täglich problemlos zu reinigen lässt
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