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Paul's Seite.

Unser Mitglied, Paul Flückiger schreibt Gedichte!  Hier ein Auszug

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oesenioren@gmx.net




Seltsamer Traum                                                Besinnlich 

Ich sah mich über die Gräber gehen ...
einsam ... verlassen ... Was war geschehen ?
Ein Traum bedrängte mich ...  mit Macht.
Aufgewühlt ...  war ich erwacht.
 

Mir kollerten zwei grosse Tränen,
- schmerzbedingte ... nicht zu zähmen - .
Sie rollten über meine Wangen ...
im weichen Kissen aufgefangen.
 

Ängstlich lauschte ich in die Nacht.
Habe über manches nachgedacht.
Beklommen fühlte ich mich noch lange.
So zu träumen war mir bange.
 

Was war der Grund zu diesem Traum ?
Die Frage blieb vorerst im Raum.
Ein jedes Menschen Schicksal endet.
Ob es sich dabei auch vollendet ?
 

Es ist die Antwort uns gegeben,
im Glauben an das ewige Leben.
Viele Menschen wären wohl verloren,
wäre Christus nicht für uns geboren.

                                                                                                        Februar  2014  

 

Tabletten - Schwemme                                            Natur

 

Medikamente ... Tabletten  ... Nimmst du sie ?

Nimmst du sie reichlich ..... stirbst du wohl nie.

Ich weiss ... das ist nicht halbe war: Schluss ist mit 120 Jahr.

 

Warum ? ... Das "Korsett" hält nicht länger.

Das wissen nicht nur kluge Männer.

Die menschliche Statur fällt ein.

Dies kann auch schon vor 100 sein.

 

Hab' keine Angst ! ... Du kannst dich retten.

Nimm nur die richtigen Tabletten.

Trink zudem täglich ein Glas Wein ...

für deine Laune Sonnenschein !

 

Wirst alt und älter ..... Falten kommen.

Nicht alles ist dir noch willkommen.

Pass auf !    Es ist besonders wichtig,

du nimmst deine Tabletten richtig.

 

Verliere nie die Uebersicht !

Das Leben ist kein Leichtgewicht.

Lass stets von gutem Geist dich leiten,

in hellen, als auch trüben Zeiten.

 

Spürst du ohne Tabletten Frust ,

droht dir Verlust an Lebenslust.

Ich aber rate dir ... hier und jetzt:

Bleibe auch mit der Natur vernetzt.

 

Denn die Natur ... das lass' dir sagen ...

ist uns Stütze, in jungen und alten Tagen.

Freilich musst du dies erkennen,
all-überall im Alltagsrennen.

 

                                      März  2014                                                                                                                      

                                                                        

Abzocker - Manie                                                                 Zeitgeist

Abzockerei,ein grobschlächtig Wort,ich weiss.
Doch das Thema ist brisant und heiss.
Es ist ein Zustand, der zum Himmel schreit ...
die Wut dir zu den Schläfen treibt.
 

Ethisches Denken blendet man aus.
Soziales Wirken gehört nicht mehr ins Haus.
Haarsträubend ist's, wie sich Top-Chefs entgelten.
Dies etwa auf Kosten ihrer Angestellten ?
 

Wir wollen's nicht hoffen. Man möge sich schonen
vor der Gier der Scheffler, nach Millionen.
Nein wirklich !  Man kann es nie deutlich genug sagen:
Kein Boss ist je über alles erhaben.
 

Er braucht seine Helfer ..... Sie brauchen auch ihn.
Sein Salär - massvoll höher - wär auch legitim.
Doch ! Was ist schon massvoll. S' ist auch schwer zu versteh'n,
wenn beim Austritt er < üppig-bereichert >  wird geh'n.
 

Ist's wohl Schadensbegrenzung ? ..... Ich mag es nicht hören.
Ein solches Bestreben gilt es zu zerstören. 
Abzocken, denk ich, grenzt voll an Betrug.
Hier den Riegel zu stossen, wär heilsam und klug.

                                                                                                                                           Januar 2008


 

Mein Baum                                                                     Natur

Mein Baum, im Lichte der Dämmerung fahl,

von stattlichem Wuchs, aber spätherbstlich kahl.

Mit mächtig verwurzeltem Stamm stehst du breit,

auch gegen wildeste Stürme gefeit.


               Deine Aeste, ausladend nach allen Seiten,

zum Ruhen und Rasten bei dir verleiten.

Du, bist und bleibst mir Augenweide

auch im leeren, laublosen Winterkleide.


Schon fallen die Flocken, dicht und leise

aus dem Strudel der Wolken, tanzend im Kreise.

Sie betten die Fluren in ein molliges Weiss.

Ob mein Baum nun ruht ... und träumt ? ... Wer weiss !


Mein Baum... Ich komme dich wiederseh'n

im Frühling, wenn dich laue Lüfte umwehn.

Du wirst wieder blühen und Blätter tragen.

Meine Augen werden an dir sich laben.


Im Rhythmus der Jahre ist Kommen und Gehn,

mein Drang, hin zu dir, wird immer bestehn.

Und wirst du gefällt ... Eh ich es gewahr,

Ich seh dich vor mir wie immer es war.
                                                                  
Dezember. 2007    


 

Internet   (für 80+)                                        Zeitgeschehen

Damals,  mit achzig nicht mehr der Jüngste,
frönte ich noch vermeintlicher Künste.
Das Internet zählte nicht dazu ...
Sein Abseits liess mir keine Ruh.
Geraume Zeit später war es soweit. Mein eigener PC stand bereit.
Nach dem Motto: Uebung macht den Meister,
stürzte ich mich keck und dreister in dies verflixte Funkgewirr.
Es nutzen können wünschte ich mir.
Nicht weit zurück liegt diese Zeit ...
ist letztlich schon Vergangenheit.

Rasch hatte ich den “Turn“ gefunden
und manche Klippe überwunden.
Hatte letzte Hemmungen überbrückt.
Bisweilen war ich hell entzückt.
Wochen lagen hinter mir. Ueben, ueben, befahl ich mir.
Neue Erfolge stellten sich ein,
< nicht immer mein Verdienst allein >
Es war schon eine tolle Sache, die ich mir da zunutzen machte.
Ob E-Mail – Google – Homepage-Tool.
Was immer kam ... ich nahm es cool.

Jahre sind dahin gezogen ... Dem Internet leidlich gewogen
hab' ich mir sorgsam überlegt, wie es bei mir nun weiter geht.
Eines werde ich sicher tun. Zeit mir nehmen, genug zu ruh'n.
Das Schlimmste was mir könnt' geschehn wär ...
mich nur noch am Laptop sehn.
Dies aber wird nie Wirklichkeit. Anderes braucht auch seine Zeit.
Vielleicht scheint das was ich hier schrieb,
als wär mir s Internet nicht lieb.
Darüber lässt sich diskutieren. Man kann gewinnen und verlieren.

Ich seh' es klar ... für mich bleibt wahr ...
Jede Uebertreibung birgt Gefahr.
Darum bin ich mir selber treu und trenn' den Weizen von der Streu.

 

                                                                                                        April 2015

 Herbstwanderung                                                     Natur

 Noch ist es dämm'rig
An meinen Füssen raschelt feuchtes Laub
Es hängt der Nebel noch im Walde
und von den Bäumen tropft es kalt.
                            Mein Pfad führt bergwärts
                            über knorrig - wurzeligen Grund.
                            ein Reh grüsst aufmerksam und scheu
                            zu früher Stund.
Am Wegrand locken letzte süsse Beeren
Ein kühler Wind durchsäuselt das Geäst.
Er schaukelt bunte Blätter von den Bäumen
besagend, dass der Sommer uns verlässt.

Harziger Duft entweicht gefällten Tannen
Ein silberhelles Bächlein quirlt dahin
sich munter überschlagend im Gesteine.
Ich stehe still und lausche hin.

Das gold'ne Licht der Sonne bricht sich Bahn
Es räkelt die Natur sich ihr entgegen.
Der Herbstzeitlose Kleid wirkt mild und schön
Halbdürres Gras lispelt im leichten Föhn.
                      Steh ich erst oben auf des Wasser's Scheide
                      und gibt der Berg die weite Sicht mir frei
                      so überkommt mich unsagbare Freude
                      aus voller Lunge ich 'nen Jauchzer schrei.

Heimatgefühl entspringet meiner Seele
beim Anblick stolzer Jurahöh'n
Den stillen Winkeln mit verträumt Gehöfen
den bunten Wäldern herbstlich schön !
                      Es ist die Wanderlust, die mich erfasset
                      die mich beflügelt, die mich treibt.
                      Das Wandern stärkt mir Geist und Körper.
                      Wandern möcht ich noch viel und weit

                                                                                                                            August 1986

                                                 

Das Lager- Kaminfeuer                                           Zeitgeist

Schon vor abertausend Jahren
mochte es der Mensch erahnen,
dass das Feuer, gefürchtetes Element,
durchaus nicht nur zerstörend brennt.

Als Licht und Wärme spendend erkannt,
wurde es in sichere Schranken gebannt.
Hier brachte es Nutzen,was nachhaltig freute,
die Menschen der Zeiten von damals, bis heute.

Das Lagerfeuer war somit entdeckt.
Wilde Tiere von ihm geblendet, erschreckt.
Ein schmatziger Braten vom Spiess, welch Genuss !
Mit nur kaltem Essen war endgültig Schluss.

Jahrhunderte zogen ... oft nicht ohne Wirren ... dahin.
Bahnbrechend erfand unsere Zeit den Kamin.
Er ist überdacht ..... raum-schmückend gemacht.
An ihm wird getrunken ..... gespielt und gelacht.

Hier gibt es Betrieb und es wird noch gesungen,
Kontakte gepflegt zwischen Alten und Jungen.
S'wird politisiert, dazu Stimmung gemacht.
Mal bis du zufrieden,mal aufgebracht.

Raum, hat es hier auch für allerlei Feste,
für Scharen illusterer,heiterer Gäste.
Was alles da abläuft, es hat seinen Sinn.

Kaminfeuer sind kultureller Gewinn !

                                                                                                                                             März 2008

Berge                                                                                    Natur

Berge ..... Giganten in unserer Zeit .....
und doch ..... ein Hauch nur der Ewigkeit.
Bedachtsam ..still .. steig ich empor,
durch dies bizarr Getürm aus Eis und Schnee.
Durch diese urgewaltige Speisekammer
der Gletscherbäche, Flüss' und Seen.

Noch höher steig ich winzig Wesen,
zwing mich hinauf, an hartem Eis und Fels,
erklimme Zinnen, Wechten, Gräte,
und folg dem seltsam Ruf der Berge,
den Gipfeln meiner Sehnsucht Preis.

Kurz, hält mich Ungemach gefangen,
rasselnde Steine mich niederbannen.
Sie mahnen zu Vorsicht ..... doch ich weiche nicht ab.
Denn, ich liebe den Berg, der mich ebenso mag.

Oben ... ist Sonne mir beschieden,
ihr wohlig - wärmend Licht mir lacht.
Wie herrlich ! .. dieser Berge Frieden,
Gipfel an Gipfel , stolze Pracht !

Tief aus dem Tal
dringt fein und zart ein feierlich Geläut.
Ich lausche ihm ..... es kommt und geht,
vom Wind als Melodie verweht.

Berge ! ..... Wie wunderbar ihr seid !.....
Ein feiner Hauch der Ewigkeit.             

                   

De Chuzi  vo  Ueberäne                                                  Natur
                         

Bi eus überäne, läbt en kurlige Kauz,
mit struppigem Hoor und gringletem Schnauz.
Sis Gsicht isch voll Runzle, teufbrun sini Glatze.
Sini Händ sind durfurchti, verwärcheti Pratze.

Sin Nasezingge isch violet-rot,
i de Farb wie n es dämm'rigs Oberoth.
Sini Ohre sind gschpanne wie Segel im Wind.
De Schalk i sine n Auge sitzt z'hinderscht hind.

Sis Mul het e Form wie n am Zyt " 10 vor 2 "
Sini Lippe blybe n em Lächle treu.
Aber Zänd het de Chuzi, wie n en ältere Nager,
es paari  wie us em Reservelager.

Trotz sim einsame Läbe, fasch wie im Verschteck,
isch de Chuzi, - wenn en triffsch - für niemer en Schreck.
Me weiss ned vil von im, aber loht ne lo sy.
No niemerem isch er zum Schade gsy.

Sini Blockhütte het de Chuzi sälber baut.
Drinin het er au Bruchbars verschtaut.
Brisant isch, was ussenume passiert.
Chasch's ned überluege, bisch paff, irritiert.

Was do alles lyt. Me chönnts jo noch bruche.
Wägwärfe, meint er, wär wie ufhöre schnufe.
Jo, de Chuzi, me weiss, isch en gschickte Ma,
het för Mängs no ne rettendi Lösig gha.

Mängsmol het er Wüsse und Chönne vernetzt,
Fachlüt deby is Schtune versetzt.
Me wetti gar rüeme er sig es Genie.
Aber Är wott ganz eifach nur Chuzi sii.

                                                                                           Oktober 2008


Der Wecker schrillt 
  (aus meiner Traumschatulle)                 Zeitgeist 

Der Wecker schrillt mir an die Ohren,
als hätte er Radau geschworen.
Was soll das jetzt ? ...  Was ist passiert ?
Der hat sich zeitlich wohl geirrt !

Weiterschlummern jetzt,nur kein Verdruss.
Tief weiterschlafen, in  vollem Genuss. 
Was danach geschah ist traum-liiert.
Meine Erinnerung ... hier zitiert :

Bei all deinem Wirken, stell dir die Fragen ..
Macht es auch Sinn ?  Ist es Lebensgewinn ? 
Was immer du tust,versuch nie zu kränken.
Damit weckst du nur das Fiese im Menschen.

Beleidige niemand aufgrund besserem Wissen.
Du schaffst dir sonst Feinde  und die sind verbissen.
Missbrauche beruflichen Status nie.
Du holst dir damit keine Sympathie.

Glaube ja nicht du schaffst es immer allein.
Du wirst überheblich und bald einsam sein.
Erkenn' deine Gegner, doch stell' sie nie bloss.
Deine Chancen sie umzustimmen sind gross

Erwähl dir nur Freunde, die dir voll vertrauen,
mit ihnen wirst du die  Zukunft bauen.
Bei all deinem Streben, vermeid' "abzuzocken" .
Lass nie in den Sumpf der Gier dich locken.

Erneut schrillte der Wecker.  Rasch wurde mir klar,
was ich da geträumt hab, ist hinweisend war.
Darum gab ich ... jetzt hellwach !... hier zu Protokoll,
was man tunlichst machen oder lassen soll.

                                                                                                                                              März 2010
                                                                                                 
          

Du Baum                                                     Natur                         

Ich wälze mich im Bette,
erkältet,stark verschnupft.
Es reizet mich der Husten.
Ich fühl mich wie gerupft.

Mein Blick eilet ins Freie,
zum nahen Apfelbaum.
Kahl,ohne Blätter steht er da.
Ob der sich auch erkältet ? ..... Kaum !

Du, Baum, kennst die Naturgesetze,
ob's windet ... regnet ... schneit ... gefriert.
Ob Hitze dir dein Kleid versenget,
ob Trockenheit, Nässe regiert.

Du, Baum, es würd' mich wirklich freu'n,
auch hättest du 's nicht zu bereu'n,
mir dein Geheimnis preiszugeben.
Wie meisterst du dein hartes Leben ?

< Nanu !, Ich, Baum,  will kurz dir raten.
Machs doch wie ich in deinem Garten.
Fundiere tief, streb' stets nach Licht.
Nichts ist so stark, dass es dich bricht.

 Betreffs Natur ! ....  Wohl auch die deine
bedarf der Pflege, ....  wie die meine.
Schütze,  achte, ehre sie.
Sie wird's dir lohnen und dich schonen.>


                                                                                                         Februar 1985      

 

Ferien auf Balkonien                                 Zeitgeschehen

 

Was willst du in die Ferne schweifen,

wenn doch das Gute ist so nah !"

Dies Sprichwort galt mir in der Jugend ...

weckt mir im Alter neue Tugend.

Immer geht die Post nicht ab ...

Ich tue nur noch was ich mag.

 

Ich mag nicht fischen ... will weniger reisen ...

geh selten fliegen ... bleib morgens liegen.

Die Hitze ist mir eine Qual ...

war sowieso nie meine Wahl.

Exotischen Länder bleib ich ferne.

Was ich noch tue ... mach ich gerne.

 

Ich atme heimische, frische Luft ...

der blühenden Wiesen herber Duft.

Ich höre dem Zwitschern der Vögel zu ...

finde im nahen Wald noch Ruh.

Ich pflücke mir Beeren nach Herzenslust.

Hier gibt es noch manches ... fernab jeder Frust.

 

Ferien daheim ... auf dem Balkon ...

in trautem Kreise ... da, wo ich wohn.

Man sieht auch hier die Sterne blinken,

als würden sie vom Himmel winken.

In milden Nächten lässt sichs träumen ...

wirst dabei keine Zeit versäumen.

Ferien hier ... das ist nicht ohne.

Es ist auch schön da ... wo ich wohne.                     

 

 

                                                                                                                   15.07.2015


 

 Ewigkeit                                                                                    Besinnlich 

Ewigkeit ..... DU ..... grosse Unbekannte .
Ohne Anfang ..... ohne Ende ..... ohne Bande.
Ich kleines Wesen, möchte dich verstehn.
Doch ..... kann ich raumlos, ohne Grenzen sehn  ?

Mein irdischer Geist dringt tief,
in allerweitest Ferne,
schweift durch das endlos All
der unzählbaren Sterne.

Letztendlich aber muss ich mir gestehn,
ich kann....auch wenn ich geistig schaue....
nur in Begrenzung seh'n.
Drum ..... Ewigkeit ..... du ..... göttliches Daheim .

Ich kann dich nur erahnen ..... lass mich bescheiden sein.

                                                                                                               Oktober 2007      


Frühturnen (für Aeltere)                                               Sport

Morgenstund hat Gold im Mund !
Dies Motto steht im Vordergrund.
Wach auf, wisch dir die Augenlider.
Streck und spanne deine Glieder.

Dehnst du den Körper wie die Katz ,
hast du dein Stretching gleich am Platz.
Bist du noch nicht fitt genug ?
Höre ! .. ich rate dir .. "dreimal klug" .

Du solltest dich darob nicht wurmen,
schliesslich gibt's noch Morgenturnen.
Ob mit dem Terraband (Powerband) oder Ball.
Ob an der Sprossenwand .... egal !

Streck deine Arme hoch, zur Seite.
Kein Hohlkreuz ¨!  Steh in Hüftenbreite !
Atme tief ein, die Brust nach vorn.

Den Bauch einziehn !  Jetzt stimmt die Form.

Nun atme aus. Geh' tief in Hocke.
Kannst du sie noch ?  Dann, Mensch, frohlocke !
Geh wieder hoch und atme ein,
ein bisschen Knacks im Knie darf sein.

 

Für heute ..denk' ich .. mag es reichen.
Ihr seid nun top wie junge Eichen.
Zum Schluss das Lockern nicht vergessen.
Dann, nichts wie los .. zum

                                                                                                                                      August 2006


Auf Jakobs Wegen                                                       Besinnlich

Basierend auf Wahrheit, oder tiefgründiger Sage ? ....
Wir erwandern alljährlich des  Jakobs Pfade.
Es packt uns die Lust auf das Abenteuer .....
Wir entzünden uns irdisch' und seelische Feuer.
Wir wandern auf weiten, fast endlosen Fluren,
durch Dörfer und Schluchten, auf uralten Spuren.
Die Gewässer glitzern im Sonnenlicht.
Eine schwache Bise die Hitze bricht.

Im Schatten der Wälder ruhen wir uns aus.
Frisch gestärkt finden wir wieder hinaus.
Eher selten begleitet uns auch Regen.
Was solls !    Wir schützen uns dagegen.
Lädt uns eine Gebetshaus am Wege ein,
treten wir in seine Stille ein
und beten gemeinsam, um Gottes Segen.
ER mög' uns begleiten auf all unseren Wegen.

Die  Abende gehen in Musse vorbei.
Uns're Glieder sind schwer, als wär'n sie aus Blei.
Mit etwas Müdigkeit noch in den Knochen,
wird anderntags früh aus den Decken gekrochen.
Ein währschaftes Frühstück darf nie fehlen.
Die üppige Auswahl erschwert uns das Wählen.
Nach eiligem "Rucksäckepacken" gehts weiter.
Die Wanderlust treibt uns.    Draussen wirds heiter.

Es sind Felder und Wälder, die uns sommerlich grüssen,
uns auf Jakobswegen das Wandern versüssen.
Wir erleben Natur pur mit all ihren Reizen.
Ein Glück ! ... trifft man hin und wieder auf Beizen.
Wir löschen den Durst uns in froher Runde.
Zu rasch nur, erfasst uns die lästige Kunde:
Ergreift eure Säcke! ... Es ist höchste Zeit!
Bis nach "Heimhausen" ists wahrlich noch weit.

                                                                                            
                                                                                                                     Mai 2013


Hexenschuss                                                     Zeitgeschehen 

Stürmisch war's ..... die ganze Nacht.

Der Winter zeigte seine Macht.

Eisiger Frost machte die Runde.

Frau Holle mischte mit im Bunde.

Tief fiel der Schnee und flaumig weich.

Verzauberte Welt ! ..... Ein Märchenreich !

Am Morgen dann .. welch ein Behagen !,

durch frischen hohen Schnee zu pfaden.

Ich griff zur Schaufel,wollt' mich bücken.

Da ! .. plötzlich!.. hing sie mir am Rücken.

Ich schrie vor Schrecke, wollte fliehn.

Die Hexe liess mich nicht mehr ziehn.

Die Schmerzen wurden zur Tortur,

die Hexe aber lachte nur.

Da half kein Schimpfen, half kein Klagen.

Es machte Spass ihr mich zu plagen.

Ich wollt sie bitten , doch zu geh'n,

doch konnt die Hex ich gar nicht seh'n.

Sucht ich mit List sie zu betören,

ein höhnisch Grinsen war zu hören.

Unnütz war bitten .. unnütz fleh'n ..

qualvoll war es sich umzudreh'n.

Lag auf dem Bauch ich oder Rücken,

die Schmerzen hatten ihre Tücken.

Schmieren ... Massieren ... nochmals salben ...

kaum Linderung,nicht allenthalben.

So hab ich stundenlang gelegen,

konnt' mich nur schmerzverzerrt bewegen.

Stumpf, abgekämpft wurde mir klar,

dass hier die Hexe Sieger war.

Das aber konnt ich nicht ertragen.

Ich musste diese Hex verjagen.

Nun stellt' ich mich todstarr und stumm.

Dies ... freilich ... nahm der Hex' den Mumm.

Sie schlich davon,in dunkler Nacht.

Von mir mit Spott und Hohn bedacht......

Hab ihr noch hinterhergelacht
Und bin aus tiefem Schlaf erwacht.
                                                          Februar 1986                

 

Hitzesommer              (Hitze-Sommer 2015)                    Zeitgeschehen

 

Ein jeder schmachtet ..... Jetzt ist's heiss !
Du badest dich im eig'nen Schweiss.
Mensch ... sei gewarnt ! ... Jetzt musst du trinken,
sonst trägst du bald die letzten Finken.

Was nützet gut gemeintes Reden ! ...
zu oft nur geht dies voll daneben.
Doch: Trinken ist jetzt guter Rat,
trockene Kehlen sind geplagt.

Es ist ein MUSS .. dich feucht zu halten.
Du wirst sonst "dürr" ... kriegst tiefe Falten.
Die Sonne wäre Gift für dich
und gäbe dir den letzten Stich.

Du mauserst dich zum grossen Kenner.
Die Beizen bleiben deine RENNER.
Begrenze deine Trinkepflicht,
sonst wirst du schwammig im Gesicht.

Hitze-Wellen geh'n vorbei ...
Du, fühlst dich wieder fitt und frei.
Bist nicht zum Trinker du geworden ...
gefällt's dir wieder ... heut und
morgen.

 

 

                                                                                                                                                                                 Juli 2015


 

Illusion ( der Vögel Wünsche und Ängste )                                     Natur


Ein Vogel möcht' ich sein,

möcht' des Lebens mich freu'n,

die Freiheit geniessen,

die Umwelt nicht scheu'n.

Möcht' an rauschenden Bächen, in sattgrünen Auen,

ein lauschiges Nest in den Bäumen mir bauen.

Möcht' geniessen, wie der Wind die Zweige bewegt,

gleichsam schaukelnd mir meine Jungen hegt.

Möcht' trillern schönste Melodien,

möcht' mit den Wolken fernwärts ziehen;

hoch in den Lüften mich lustvoll tummeln,

über Felder und Wälder vergnüglich bummeln.

Möcht' mich setzen, wo immer es mich gelüstet,

zu trinken haben wanns mich dürstet.

Möcht' allem Ungemach entfliehn,

beschwingt und zufrieden durchs Leben zieh'n.

Diese Wünsche ... denk' ich ... sind so gar nicht daneben,

wär' da nicht überbordendes, menschliches Streben.

Sein unbändig Drang nach Wissen und Macht

hat auch schon manches zunichte gemacht.

Unmengen Rohstoff wird abgebaut,

Länder und Meere tödlich versaut.

Die Umwelt beginnt sich zu rächen,zu toben.

Ihr Gleichgewicht ist schon bedrohlich verschoben.

Uns Vögel versetzt dies in Angst und Schrecken.

Wo finden wir Zuflucht, um uns zu verstecken ?

Wir machen uns keine Illusion.

Wer kennt die Not der Vögel schon !

Juli 2009


 

 

Langlauf-Sportgruppe     Altersqualität (auch im Winter)                              Sport

 

Begehrst du Altersqualität,

dann tue was, das dich bewegt !

Sport treiben in Geselligkeit,

macht deine Sinne froh und weit !

Langlaufen im Team .. nach Lust .. mit Mass,

weckt in uns Tatendrang, macht Spass.

Wir ziehen in frischen Spuren durch Wälder,

entlang den Bächen, durch glitzernde Felder.

Es malet uns die Sonne braun.

Wir halten uns bei frischer Laun,

und balancieren wie die Flieger,

bewegen sportlich unsere Glieder.

Kulinarisch werden wir verwöhnt.

Langeweile ist bei uns verpönt.

So .. bleiben wir im Winter fitt,

geh'n jede Saison wieder mit.


Das Motto unseres Tuns ist klar .....

HEJA ! ..... LANGLAUFEN IST WUNDERBAR ! 

Juli 2010


 

Jahreskreis der Natur                                                     Natur

 

 

Wenn sich milde Tage und Nächte mehren,

die sich letzter rauher Fröste erwehren.

Wenn der Frühling sich einfindt im blumigen Kleid,

wenn die Liebe in jungen Herzen gedeiht,

dann, mag auch die alte Garde sich recken,

die Sonne geniessen, sich selbst neu entdecken.

 

 

Wenn die Luft in der Hitze des Sommers flimmert.

Wenn das reifende Korn immer gold'ner schimmert.

Wenn grosse Wärme die Menschen ans Wasser treibt,

wo die Jugend sich austobt und lauthals schreit.

Wenn die trockenen Wiesen lächzen nach Feuchte.

Ein kräftiger Landregen brächte den Segen.

 

 

Schon reifen die Früchte,der Herbst zieht ins Land.

Wald und Fluren leuchten im bunten Gewand.

Die Blätter fallen, die Nächte langen .

Die Ernte ist unter Dach ... nach einigem Bangen.

Die Spätstürme toben. Der Winter bricht ein.

Uns kann er nichts antun im warmen Daheim.

 

 

Draussen ist‘s frostig, es ruht die Natur,

in sich birgend des nächsten Frühling Spur.

  

Okt. 2006


 

Lebensgarten (Abschied)                                            Besinnlich

 

 

Ich schau in deinen Lebensgarten,

den du gehegt, gepflegt.

Den du mit Liebe und Bedacht,

zum bunten Blühen hast gebracht.

 

Herbstlich reife Farben

leuchteten sattsam schön.

Sie wurden bleicher, fahl, verblassten

im abendlichen lauen Föhn.

 

 

Für immer hast du uns verlassen ...

all dein Umsorgen losgelassen.

Hast dieser Welt à Dieu gesagt.

Nichts gibt es hier noch, das dich plagt.

 

 

In uns wird's still, einsamer werden

und manches wie zum Scheine sterben.

Neue Hoffnung wird in uns keimen,

die Sonne auf den Pfad uns scheinen.

 

 

Du, bleibst uns nah und unvergessen.

Es ist auch uns die Zeit bemessen.

Ein jedes Schicksal nimmt sein Ende ...

findet zurück in Gottes Hände.

 

 

Oktober 2011


 

 

Mein alter Freund                                                      Besinnlich

 

Wie geht es dir, mein alter Freund;

Du bist so still geworden.

Einst warst du voller Schaffenskraft

beinah' am überborden.

Es sind kaum dreissig Jahre her ...

du gabst dich wie das Feuer.

Es knisterte in dir die Lust ...

mir war nicht ganz geheuer.

 

Sportlich waren wir unterwegs;

mutig und doch besonnen.

Es war uns jede Jahreszeit

so ... wie sie kam ... willkommen.

Im Geiste zieht es uns noch heut'

in die geliebten Berge.

SIE sind die grossen Riesen dort

und wir die kleinen Zwerge.

 

Wie geht es dir ... mein lieber Freund.

Du wirkst bedacht und weise.

Stehst mitten drin im Lebensherbst,

nah' deiner letzten Reise.

Es mögen Jahre noch vergehen

und ich in deiner Spur dich sehen;

Und in Gedanken werde ich wissen,

du hast ein gutes Ruhekissen.

 

Es liegt im Wesen der Natur ...

Ein jeder Mensch baut seine Spur.

Und mag sie noch so deutlich sein,

sie wird verbleichen ... von allein.

Vorbei geht alles irdisch' SEIN.

Was danach ist, weiss Gott allein.

Unendlich gross ist seine Liebe.

Die Ewigkeit birgt eigene Triebe.

Juli 2013


 

 

Nordisch – Walken                                                    Sport

 

 

Es ist viertel nach acht .Der Tag ist erwacht .

Eine muntere Schar hat sich aufgemacht,

bei klirrender Kälte .. warm eingehüllt,

mit Stöcken bewehrt .. und Lust erfüllt.

 

 

Pustend und schnaubend geht es bergan.

Dieser Eilschritt hat es uns angetan.

Nicht alle sind sich dies Tempo gewohnt;

aber niemand wird kneifen, auch niemand geschont.

 

 

Unser Leiter bemüht sich dann uns zu erklären,

warum wir so schlipfrige Wege wählen:

Haut es dich mal auf den Hintern zu Boden ..

ohne Stöcke wärst du wohl längst schon geflogen.

 

 

Vermeide das Stolpern, durch stetes Trainieren ..

musst nur die Stockspitzen richtig platzieren !

Sind dir die Stöcke noch etwas zu gross ..

ihnen nachzuwachsen brauchst du bloss.

 

 

Ist dir das Gehzeug aber zu klein,

dann tausche es aus; es wird zwingend sein.

Schlussendlich wollen wir aber nicht klagen.

Unser Sportchef zeigt Ausdauer ... uns zu ertragen.

 

 

Er bringt uns das Walken gar süchtig ins Blut,

ueberzeugt ... es sei für uns alle nur gut.

Mai 2009


 

Novemberwetter                                                               Natur

Später Herbstregen zieht übers Land ... Welch Graus !

Es giesst wie aus Eimern ... traust kaum aus dem Haus.

Was letztlich noch blühte in goldenem Licht,

ist niedergepresst ... geschwächt ... und zerbricht.

Noch stundenlang prasselt es ... ununterbrochen.

Die Schleusen am Himmel bleiben weit offen.

Tief ziehen die Wolken ... Trüb ist der Tag ...

Düster die Stimmung ... die wohl niemand mag.

Die Wetterprognose liess einiges offen.

Dies weckt in mir Fragen und macht mich betroffen.

Ob ... nach dem Durchzug der Regenfront ,

nach letzten Schauern, die Sonne noch kommt ?

Ich reib mir die Hände ... verdutzt. ... überrascht.

Tatsächlich ! ... Die Sonne hat es geschafft.

Bleibts auch noch windig und wolken- durchzogen,

einem herbstlichen Streifzug bin ich dennoch gewogen.

Mit wenigen Schritten bin ich drüben im Wald.

Es tropft von den Bäumen..Die Nässe ist kalt.

Die Natur macht sich zum Ruhen bereit ...

sucht Schutz vor der harten Winterzeit.

Die Laubbäume hatten - noch in den letzten Tagen -

ihr farbig- schmuckes Herbstkleid getragen.

Ich staunte ob all dieser bunten Pracht .

Jetzt weggefegt ... in fast nur einer Nacht.

Der Waldgrund hat sich das Laub geborgt,

für moddrigen Boden vorgesorgt.

Das Schlurfen und Rascheln durch feuchtnasse Blätter

hält mich munter, ... trotz launigem Wetter.

Einmal mehr entzückt mich, - schon zum x-ten Mal -

das urchige, natur-belassene Tal.

Dieses Spielparadies und Erholungsgebiet,

mit einem Tierpark ... allseits beliebt.
 

Ich ziehe vorbei ... am Steinwild-Gehäge,

steil aufwärts und sportlich ... auf stufigem Wege,

ganz oben vorbei am Uebermittlungsmast .

Es fehlt mir die Zeit hier für eine Rast.

Der Wind wird stärker ... schwillt an zum Sturm.

Solch ein Wetter scheut selbst der Regenwurm.

In den Stämmen und Ästen knackt es bedrohlich.

Ihr Schwanken und Ziehen, zwingt mich zu fliehen.

 

Mir scheint, der Wald will alleine sein,

gibt mir zu verstehen: Kehr schleunigst heim !

Ich spür' die entfesselte Wucht der Natur,

verlasse - gehetzt - ihre tückische Spur.

Nov.2009

 


 

Oase der Ruhe                                                                  Natur

Lauschig-stille ist es dort.

Komm mit ... ich zeige dir den Ort.

Er liegt verträumt in der Natur.

Verwuchert ist der Menschen Spur.

Sein Waldessaum fängt ein die Sonne.

Du schaust hinaus ins Tal ..... voll Wonne.

Dein Gruss schwingt hin ... zum Alpenkranz ...

ans Gipfelmeer ... in Gletschers Glanz.

Am Morgen, in der ersten Helle,

labt sich das Wild an klarer Quelle.

Die Vögel zwitschern ihr Konzert.

Du, fühlst dich frei und unbeschwert.

Hier wachsen Eichen, Buchen, Tannen,

die rauhe Stürme überstanden.

Ein Wurzelstrunk dient dir als Bank.

Auch er ein Baum einst, schlank und rank.

Im Frühjahr drängt es zum Erwachen.

Die Wiesen grünen ..Blumen lachen.

Im Sommer findst Schatten vor sengender Hitze.

Es mahnt dich der Donner, die zuckenden Blitze.

Im Herbst bestaunst du den Lauf der Natur,

die bunten Farben, in Wald und Flur.

Auch der Winter ist hier eine herrliche Zeit !

wenn der Frost seinen Zauber verstreut ...wenn es schneit.

Und dieser Ort, etwas verborgen.

Er wüsste viel von Freud und Sorgen,

von Lust und kargem, leidig Leben,

als wortlos, stummer Zeuge eben.

Vielleicht - mein Freund - hast auch du Sorgen,

die lange schon in dir verborgen.

Gehe in dich, nimm dir die Zeit.

Mancheiner ging von hier befreit;

Hat seine Lösung hier gefunden,

seine Probleme überwunden.

Glaub an die Kräfte der Natur,

Werte der Schöpfung . Glaube nur !

Nov. 2002


S'Alter ned S'Wätter
                                        Zeitgeschehen

isch nümme so wie no vor Johre .....

Hesch s'Gfüehl, heigsch immer meh um d'Ohre.

S'brucht vel, ond immer meh Geduld.

S'Wätter het do dra kei Schuld.

Wenn du bim "GANGO" d Täsche lad'sch,

hesch alli Müeh, dass d'heigoh magsch.

Es Ding mit Redli chönntisch bruche.

Doch, au das brächti no zum Schnufe.

Goht's neume uf em Wäg doruf ...

pressierts no ... nimmts der fascht de Schnuf.

Chasch eifach nöm wie früehner schpringe,

me tuet di aber au ned zwinge.

Gsehsch wieder mängs wie i der Jugend.

im chline wachst die feini Tugend !

Nimm der Zyt für Jung und Alt,

denn, macht dies Läbe no ned halt.

Dänk dra ... du bisch ned elei.

Hesch immer au no es Dehei.

Me nimmt dich wohr, .. mit diene Sorge.

Ned alli send wie du geborge.

Au wenns dir mängisch ned guet goht.

S' isch ned soo, dass s di grad umschloht.

Schick di dry und heb Geduld.

Mängmol isch nur s Wätter gschuld.

Es riefs Alter hesch erreicht.

Chasch säge:Mich hets Läbe g'eicht !

Doch: Über allem schtoht en Macht

die über eusem Schicksal wacht.

Mir wärde nie alles verschtoh.

Vel isch eus g'äh ....mängs wieder gnoh.

En jedem schloht die letschti Schtund.

Nur EINE kennt Zyt ... au de Grund.

Heb kei Angscht, ... s wird scho rächt cho.
     ER, ... ganz obe, ... wird zuenis schtoh.

                                                                         
Februar 2013


Schicksals - Deutung                                 Besinnlich

Schicksale scheinen unergründbar zu sein.

Mancheines ist seltsam tragisch , voller Pein.


Letzteres dränget uns zur Frage,

was sind die Gründe solcher Plage ?


Das Grübeln danach lässt uns keine Ruh.

Wir meinen, wir hätten das Recht dazu.


Wir wagen es gar den Richter zu ahmen,

fallen dabei völlig aus dem Ramen.


Denn: ... Unklare Fakten zu werten ist hässlich, ..

gar Schlüsse daraus zu ziehen, .. grässlich !


Der Spielraum unseres Deutens ist klein.

Urteilen mag verwerflich sein.


Gott ..... Schöpfer über uns aller Leben.
ER könnte uns die Antwort geben.


Dass wir sein Wirken nicht immer versteh'n,

mag er .... uns gnädig .... überseh'n.



                                                                                     November 200


 


S‘
schleckmaul Eugen auf Reise                    Zeitgeschehen
 

Eugen hatte ein Problem.....

bemühte sich, es anzugeh'n.

Sein grosser "Tick" nach Schokolade

wurde ihm zur Dauerplage.

Beherzt sprach er bei Marlies vor,

sie dabei eindringlich beschwor

in seiner Not ihm beizusteh'n;

Mit "Schöggeli" ihn zu versehn.

Marlies ... meistens gut gelaunt,

war über Eugens Tun erstaunt.

Für sie war klar ..... Aus ihrer Sicht

reichte der Vorrat an Schöggeli nicht.

Die meisten dieser süssen Dinger

rieselten durch Eugens Finger.

Da andere auch ins Körpchen griffen

war der Vorrat rasch vergriffen.

Anderntags geschah's ... Oh graus !

brach Eugens Lust schon wieder aus.

Diesmal nach echter Linzer-Torte .....

Er meinte <Marlies kennt die Sorte !>

Marlies ... nun zornig und entsetzt,

fühlt sich verschaukelt und verletzt.

<Du! ... Eugen! ... jetzt hab ich genug ! ...

Du bist doch... meine ich... Manns genug

dir Linzer-Torte zu besorgen.

Ich wollt, ich hätt' nur deine Sorgen.>

Und die Essenz von der Geschicht...

ein Missverständnis von Gewicht:

Beide gingen getrennt einkaufen ...

natürlich Linzertorte zuhaufen.

Das Resultat ? ....Ihr könnts euch denken ...

Ihr Wortstreit sprengte alle Grenzen.

Doch, schon am nächstfolgenden Morgen

war Eugen scheinbar ohne Sorgen.

Zum Tee gab s für alle Linzertorte.

Eugen war schon wieder " Hahn im Korbe " .

Was meint ihr ..... soll man dazu noch sagen ? .....

Beschwichtigung geht durch den Magen !.

                                                                                                                                            Mai 2013


 


Schnällläbigi Zyt
                                               Zeitgeschehen

S isch Zyt ! ... die Mahnig mag di schtöre.

Versuech... s Wichtige drususe z ghöre.

Und schick di dry, s isch bsunders wichtig

me wählt und nützt si Zyt, zytrichtig.

Luege mer zrugg ... i d Jugendzyt.

Wie wyt sie doch scho hinder is lyt !

Was hämmer denn ned alls usgheckt, ...

vil Schabernack deby entdeckt.

Mängs hämmer bosget, ... au verseit.

S' letschtere, hets ned vertreit.

Hets dir de Ärmel inegnoh,

ungschtroft bisch sälte durecho.

S isch nüm so jetzt ... s isch längscht verby.

Das sind ganz anderi Zyte gsy.

Sithär sind dutzendi Johr vergange,

sind Schpure vom Läbe an eus bliebe hange.

Nur z rasch simmer erwachse worde,

händ griefet und grauet ... ned ganz ohni Sorge.

Au, wemmer jetzt no ned uralt sind,

mir schtönd nümme schtämmig im Gägewind.

Mir wünsche, mir bliebe im Dänke frei.

Denn, isch eus d Wält ned einerlei.

Mir hoffe, s Läbe wärd wyter goh.

Letschtändlech chunnts doch wie s muess cho.

Niemer weiss wie lang s no duret.

Bedächtig wird no wyter gschpuret.

Niemer weiss wie lang s no goht ...

De Schnuf je länger noche loht.

Heb kei Chummer! ... S wird guet cho!

Mir alli müend die Wält verloh.

Eus überdeckt d Vergangeheit ...

D Seel findet heim, i d Ewigkeit.

                                                                                                                                  Okt./Nov. 2010


 


Ski - Langlauf                                                                   Sport

Heja ! ..... Es ist Winterzeit.

Berg und Tal sind tief verschneit.

Fast lautlos zieh'n wir in der Spur.

Tal auf ..... Tal ab ..... durch Wald und Flur.

Entlang den Bächen, mit Büschen besäumt

und Bäumen ... im Rauhreif glitzernd ... verträumt !

Aufsteigender Dunst , im Glanz der Sonne.

Sie weckt und belebt uns ... welch eine Wonne !

Lustvolles Laufen, im Takt , dies beflügelt;

besonders in Spuren, als wär'n sie gebügelt.

Wir wechseln im Gleitschritt ... vom Schatten ins Licht.

Der Winterwald selbst ist ein wahres Gedicht !

Den Langlauf geniessen, mit all seinen Reizen.

Es würde was fehlen, gäb's da nicht auch Beizen.

Hier ruhen wir aus in geselligem Kreise ...

bis eine Stimme mahnet ... weise.
Langlaufen geschieht in der Natur.
Drum ... Auf ! ... und wieder in die Spur.
                                                                                     
Dezember 200


 


Ski – Waldloipe       (ODE)                                               Natur

Weiss - vermummt ruht die Natur.

Zügig zieh' ich meine Spur.

Dicht fällt der Schnee ... in satten Flocken.

Ich lass mich in den Wald verlocken.

Bezaubernd schön ist es da drin,

betörend für all' meine Sinn'.

Bäume .. Bäumchen .. Tannen .. Tännchen,

weissgetünchte Stämme .. Stämmchen.

Büsche, Sträucher, versunken im Schnee.

Tanzende Flocken.. wohin ich seh'.

Weiter trimm' ich mir die Spur,

der Ski Geräusche höre ich nur.

Und auf und ab .. rundum .. gradaus,

ich wähne mich im Wald zuhaus.

Dort lauscht ein Reh... abseits und scheu.

Ob es sich sehnt nach frischem Heu ?

Ein Sonnenstrahl durchbricht die Wolken,

drängt sich verwundert in den Wald.

Wer wohl die tiefe Spur mag bahnen ?

Ein Ausgeflippter ? ... jung an Jahren ?

Neindoch ... es ist ein alter Mann.

Vielen bekannt im ROTHOLZ - TANN.

Er müht sich ab an Wintertagen ...

beschildert Loipen ... geht sie pfaden.

Und dies bescheiden,wie er ist... uneigennützig... ein Idealist.

Ich kannte ihn. Mir war es Pflicht ihm zu widmen dies Gedicht.

Ernst Oberholzer war sein Name ... Skiläufer noch mit 90 Jahre.

Ernst war verliebt in die Natur. Längst fehlt im Rotholz seine Spur.

                                                                                                                                               Juni 2002
Ein dutzend Jahre sind verstrichen ...

Meinem Gedächtnis nicht entwichen

ist Ernst ... mein alter Kamerad ...

den ich nie vergessen mag.
                                                                                                         
Mai 2014


           

 


S'Wanderer - Bänkli
                                                        Natur

I weiss dir es Bänkli

us chnorzige Brätter.

Es schtoht hübsch am Wäg

und trotzt jedem Wätter.

Lauf ned dra verby,

es lad't dy doch y,

wott dir zum Nutze,

din Gaschtgeber sy.

De Usblick vom Bänkli isch wunderschön,

bsunders bi sichtigem Wätter, bi Föhn.

Din Blick schweift dur Täler, über Hügel, i'd Bärge.

Wunderbar üsi Heimet, es Bijou of Ärde !

Falls de Lindebaum hinder dir no blüeht,

stärkt en feine, heilende Duft dir's Gmüet.

Ziesch du de Duft teuf i dich ine,

glaubsch wie in Trance,die Wält sig dyne.

Das Bänkli git dir au innere Rueh.

Bruchsch du sy bsunders, mach d'Auge zue !

Du g'hörsch d'Grille zirpe und d'Vögeli singe.

En laue Luft bringt y dir d'Sehnsucht zum schwinge.

En fridleche Schlof nimmt dich i'd Arme.

het mit dir, müedem Mönsch , erbarme.

Im Traum gosch du en wyte Wäg .

Wachsch wider uf, bisch mega zwäg.

 

Nov. 2008


  

Veli send gange                                                        Besinnlich

Veli send gange.I be anene ghange.

Teuf i mer inne man i meh a si bsinne.

I bsinne mi wyt i vergangeni Zyt.

I füehl mi verlasse.S'isch mängs am verblasse.

Schtill ischs um mich worde, liebi Mitmönsche gschtorbe

und de Zytpunkt isch noh,wo die nöchschte müend goh.

Mängs Läbe tuet ände wie ne Cherze verglimmt.

S 'goht s Lüchte verlore. Ob s "Änedra" so schtimmt ?

Lueg teuf i d Natur,i das Cho und das Goh.

Sie tuet sich entfalte und esch ned ufzhalte.

Veli Mönsche sind gschaffig und gnüegsami Gniesser.

Doch s'git no d' Schmarotzer und anderi Schpiesser.

Was ich der will säge ? Vilecht chunt's der ned gläge.

Chasch's Läbe ned chaufe, früeh gnue isch's abglaufe.

Wo,sind sie denn alli ?. Gott weiss es bloss.

Mer hoffid geborge i sim ewige Schoss.

Veli sind gange. I be anene ghange.

Teuf i mir inne will i meh a si bsinne.

    August 2009


  

Velofreuden                                                                       Sport

Wer wohl hat sie noch nie erfahren,

die Leidenschaft am Velofahren.

Sei es allein, sei es zu zweit,

oder im Tross, in Geselligkeit.

Auf dem Stahlrösschen bist du beweglich,mobil.

Kein ander Gefährt findt so lautlos zum Ziel.

Dabei entdeckst du die heile Natur.

Du brauchst keine Strasse, ein Strässchen nur.

Mag sein dir genügt es Radbummeln zu geh'n,

durch Wälder, Fluren, entlang Flüsse und Seen.

Vielleicht aber willst du gefordert sein,

auf dem Velo ein Kämpfer ..vorn .. allein.

Du sausest, als ob auf der Flucht vor dem Sturm,

tief über dem Lenker, gekrümmt wie ein Wurm.

Du windest dich hoch an Bergen und Hügel

und kurvest hinunter, als hättest du Flügel.

Du fühlst dich zufrieden, bist mega in Form;

ein Tausendsassa,zum Radeln gebor'n.

Das VELOFAHREN ist heute "IN" .
Ein FREIZEITSPORT von grossem Sinn .

Das Velo ..... ein fahrendes FITNESSZENTER ....

für den jüngsten Spross .... bis hin zum Rentner.

 

Dezember 1989


 



Verlegenheitsworte Ding / Dingsda             Zeitgeschehen

"Ding" ....oder "dingsda".... sind uns allen bekannt.

Sie liegen im Trend ,dem Trend ohne End.

Ein Redner, der das Wort "Ding" nicht findt,

sich dadurch in Bedrängnis bringt.


Das Wort "Ding" löst Verlegenheit, hilft dir aus der Klemme,

ist dir Befreiung aus geistiger Enge.

Lange Sprech-Pausen werden dem Redner zur Schmach.

Sie verursachen Spannung und die Zeit liegt brach.


Dem Redner ist "dingsda" die verbindende Brücke,

dem Alleskönner aber lästige Lücke.

Was sagen wir mit "Ding" doch nicht nicht alles aus.
Hörst du es all zu oft, wirds dir zum Graus.


Neindoch ! ..... Ich meine .... auch du wirst älter.

In deinem Gehirn wird es dann etwas kälter.

Du brauchst "Ding" und "dingsda" gefliessentlich mehr.

Sie sind dir wie Rettung ...geht es anders nicht mehr.


Ja, das Alter ..... du weisst es ... hat viele Seiten.

Versuche dich von den schönen zu leiten.

Und rutscht dir auch manchmal was kurz aus dem Sinn,

dann schliess diese Lücke.... ganz einfach !.... mit "Ding" !


   August  2009


 

 

Wätter- Ussichte                                                         Natur

Sit Tage händ d Wätterfrösch Neuschnee versproche.

I mas nömme ghöre, tue trotzdem no hoffe.

Denn: Einisch, meint ich, isch es doch e so wyt,

dass,per Zuefall, en Träffer drinne lyt.

Loset ! So het die Gschicht agfange:

En Langlauftag isch z'ändi gange.

De Fredel het guet Nacht gwünscht,deby no gseit:

Gäll Paul, luegsch hinächt au use wie's schneit.

Sicher !; han i glachet. Mich chruslets im Bluet,

wenn ich useluege und 's schneie tuet.

Glaubet mer's doch ! .. I tuene ned lüge.

Das chan euch mini Frau bezüge.

Wenns znacht afot schneie ... ond schtürmt um all Eggä ..

ben i am Morge komplett of dä Weggä.

Werum ?`.. I muess fliessig as Fänschter schlieche,

ond bange und hoffe s'tüeg ned nor de gliche.

Alles Schlieche n as Fänschter het hüt znacht nüt gnützt.

Anschtatt gschneit het's am Morge n am sibni no "gschprützt".

Erscht jetz tuets dry flocke. S isch würklech a Fruscht !

Mech bringsch hüt ned use. I han e ke gluscht.

S'Wätter macht eigetlech immer was s wott.

Isch lunisch und schtur, i sim eigene Trott.

Andersch gseit, chasch über alles brichte.

Doch uf Wätter-Prognose tuesch gschyter verzichte !

März  2010


 


Winterwald
                                                                         Natur

Die Wolken ziehen, grau und schwer.

Es schneit. Der Wind weht steif daher.

Schneepflüge rumpeln durch die Wege.

Gepfadet werden Strassen, Stege.

Sachte der junge Tag erwacht.

Mancheiner grosse Augen macht.

Ich halt es drinnen nicht mehr aus.

Mich packt die Lust. Ich muss hinaus,

ergreif mir meine Langlaufbretter

und stürz mich in dies garstig Wetter.

Der Wind legt los ... von allen Seiten.

Er hindert mich am Geh'n und Gleiten.

Was hat der sich wohl vorgenommen ?

Da könnte ich was abbekommen.

Nichts hält mich auf und allsobald

erreiche ich schützenden Wald.

In seinen Wipfeln rauscht und stiebt's.

die hohen Stämme ächzend biegt's.

Unten ist alles weiss-verwoben,

Büsche,Sträucher, tief gebogen.

Die Baumäste ausladend ... weit- verzweigt

und breit-gefächert ... zu Boden geneigt.

Tierspuren im Schnee halb zugedeckt.

Das Wild im dichten Gehölz versteckt.

Ich schlurf mir eine tiefe Spur,

fühl mich umarmt von der Natur,

wate dahin,umhüllt, beschneit,

vergleichbar dem Urmensch eisiger Zeit.

Die hohen Büsche verengen sich.

Sie schütteln sich aus, gleich über mich.

Winterwald ... im Schnee versunken.

Dich zu durchschlendern macht mich trunken.

Mit Worten nicht zu wiedergeben,

so Schönes musst du selbst erleben.

Die Flocken tanzen und schaukeln, wie Flaum ...

versinkend ins mollige Weiss ... ein Traum !

    August 2002


Zeit                                                                                        Besinnlich            

In deinen frühsten Jugendjahren

- noch unbeschwert und unerfahren -

warst du noch keineswegs bereit

dich einzubinden in die Zeit.

Dies half dir  auf die Dauer nicht.

Zusehends nahm man dich in Pflicht.

Die Schule war ein erstes Ziel.

Zeit und Sorgfalt galten viel.

Nur langsam konntest du versteh'n,

ohne Zeit würde nichts mehr geh'n.

Unnütz war dein Versuch zu kneifen.

Du musstest lernen zu begreifen.

Die Worte ... WAS ... WO ... WELCHE ZEIT !

wurden dir zum Wegbegleit.

Heute sind sie das Fundament im Zeitenlauf,

den niemand hemmt.

Hast du einen tiefen Traum ?

Deute ihn und gib ihm Raum.

Gib ihm Raum und lass dir Zeit.

Sie, hält die Lösung dir bereit.

Lass deinem Denken freien Lauf.

Gib deinem Wirken langen Schnauf.

Das Leben schenke dir Zeit genug.

Nütze sie ... sei dabei klug.

Du brauchst auch Zeit dich auszuruh'n.

STILLE zu leben ... nichts zu tun.

Dies will deiner Seele gut,

schafft frischen Geist und schenkt dir Mut.

Willst du dein Leben reif besteh'n,

wirst du  Zeit nie überseh'n.

Gute Zeit führt dich zum Glück ...

verlorene kehrt nie zurück.

Das Rad der Zeit, es wird sich dreh'n,

unaufhaltsam, nie stille stehn.

Einmal ... am Ende deiner Zeit

nimmt dich auf die Ewigkeit.                                                                                      Nov. 2011

                                       

                
Zeitgeist Terror
                                                  Zeitgeschehen

 

Warum Terror und all die Kriege,

wo doch die Völker wünschten Friede.

Warum so viel unsäglich Not,

Mühsal, Zerstörung, Hunger,Tod.

 

Die Gleichgewichte unserer Welt

sind arg verschoben und verstellt.

Die Macht des Geldes triumphiert .....

Auch Arroganz, die irritiert.

 

Geredet wird viel wie noch nie,

von Freiheit und Demokratie.

Analysiert man offen - kritisch,

sind viel der Ziele machtpolitisch.

 

Hält dieses Unrecht endlos an,

führt Machtgebar'n zu finst'rem Wahn.

Terror -- als Trotzreaktion --,

seh'n Täter gar als Mission.

 

Wir Menschen greifen nach den Sternen.

Stattdessen müssten wir erst lernen,

uns're eig'ne Welt zu ordnen,

für mehr Gerechtigkeit zu sorgen.

 

Die Umwelt zu hegen und zu pflegen,

das eig'ne Ego abzulegen

Handeln wir eh' es zu spät.

Wir ernten das was wir gesät.

 

April 2004


 

 

Zeitzirkel                                                                  Zeitgeschehen      

 

Sie geht nur vorwärts, unsere Zeit .....
Dahinter bleibt Vergangeheit .

Die Zeit, sie eilt ... und wir mit ihr .....
Verlier sie nie ... das rat' ich dir.

Die Zeit ist uns ein kostbar Gut .....
Wohl dem der dies beachten tut.

Die Zeit selbst lässt dich nie im Stich .....
Erkenne dies ... bemühe dich.

Fehlt dir Zeit,  die wichtig war .....
ist dein Durchblick in Gefahr.

Lernst du nichts aus der Vergangenheit .....
ist dies Leerlauf - Stillstand - verlorene Zeit.

Nicht immer bleibt gut, was richtig war .....
Die Gegenwart stellt vieles klar.

Erfahrung ist ein hohes Gut .....
Sie umzusetzen braucht Zeit und Mut.

Sind deine Spuren tief und klar ....
nimmt man sie wahr ... noch zahlreich Jahr.

Für all dein Wirken nimm dir Zeit .....
Sie ist auch Weg zur Ewigkeit.
 

 

Juli 2013


 

Manchmal                                        Besinnlich

 

Manchmal im Leben bleibe ich stehn

und zögere ..... vorwärts zu geh'n.

 

Manchmal stehe ich am Scheideweg

und frage mich ..... wohin er geht.

 

Manchmal kann ich es nicht verstehen,

was andern Schweres ist geschehen.

 

Manchmal beschämet mich mein Hadern,

wenn ich erkenn was andere tragen.

 

Manchmal ..... oh Gott ! ..... möchte ich verzagen,

ob meinen vielen offenen Fragen.

 

Manchmal verweile ich im Stillen,

um zu ergründen deinen Willen.

 

Manchmal stoss ich an falsche Grenzen,

ich möchte sie alle niederschränzen.

 

Manchmal ... mein Gott ! ... fühle ich mich gross .....

geborgen in deiner Weisheit Schoss.

 

Manchmal frage ich mich ... scheu und leise ...

werde ich ... je älter ... gleichsam weise ?

 

Wie immer auch das Leben sei,

Ueberraschungen sind mit dabei.

Nebst Zeiten voller Freud und Staunen,

bleibst nicht verschont von misslich Launen.

Mag's um dich ... in dir ... trübe sein;

S'hellt wieder auf ! ... Verlass dich drauf !

                                                                                                                                                                                                                      Mai 2007


  

HERBST                                                          Natur

 

Der Sommer nahet seinem Ende.

Der Herbst ist Uebergang und Wende.

In der Frühe ist es neblig - kälter.

Ein Zeichen ... auch das Jahr wird älter.

 

Es wird geerntet auf den Feldern.

Bald geht die Jagd auf in den Wäldern.

Der Herbst entfaltet seine Pracht...

Die Farben-Poesie erwacht.

 

Wie herrlich sind doch diese Tage !

Sie zu geniessen ist mir Gnade.

Zieht die Sonne dann tiefer ... in feu'riger Bahn ...

diese Stimmungen haben's mir angetan.

 

Der Saum der Wälder verliert sich im Schatten.

Die Sonne versinkt hinter Hügel und Matten.

Ein stolzer Milan zieht spät seinen Kreis.

Sucht der noch  Beute jetzt ? ...  Wer weiss !

 

Es füllt sich der Abend ... zu friedlicher Stunde.

Die Grillen im Gras "begeigen" die Runde.

Die Herbstzeitlosen engen sich ein ...

öffnen morgen sich wieder dem Sonnenschein.

 

Du ... Herbst ... Garant prachtvoller Tage,

begibst dich auch auf rauhe Pfade.

Fegt dir der Sturm die Bäume kahl,

empfiehlt der Winter sich zur Wahl.

Bald stellt sich ein ... heimlich und leis ...

der Frost, mit zauberhaftem Weiss.

.                                                                                                                                     September  2014 


 

 

            Sitzbänkli - Mangel                                              

 

 

C churzum isch es mir  passiert.  S chönnt sy,  dass euch das interessiert:

S sisch amene früene n Obe gsy.     ... Mild ... lüftlig ... no by Sunneschy.

H das Plätschere vom Wasser ghört - en Sound wie Musig, die  niemer schtört.

D Chinder händ no Fangis gmacht ... händ lärmig durenanderglacht.


Nöch am Bach hani entdeckt: Do isch es Bänkli, halb verschteckt.

Rasch, hani von em Bsitz ergriffe .... bin uf em rechts nach use  gwiche.

I ha drum dänkt ... no voller Schnuf ... vilecht wot do no öpper druf.

Minute schpöter ... i has ned zellt ... händ sich zwöi Lütli zue mer gsellt.

Ifrig simmer is Brichte cho. Si hämmer gseit, ich sölls verschtoh...


Si sige nümme so guet z Fuess ...  z wyt laufe müesse wär e Buess.

S Alter miech halt sini Schpure ... Es nützi nüt, sich no z bedure. 

Um s Bänkli sigets aber froh ...  ohni  chönntets gly nüm  usegoh.

Es wär au guet, s gäb no meh Bänkli. Dranane gäbtets au paar Fränkli.

 

 

Vilecht gits öpper wo sich schtört, wenn er vom Bänkli-Mangel ghört.

Eis schponsere wär mega-guet... Mag sy s chäm schpöter ihm no z guet.

Schtiendi das Ding am rächte Fläck, ..  wärs hübsch... höchscht sälte voll vo Dräck ....

I gib der mini Garantie: Das Bänkli würd' nie einsam sy.           

                          

                                                                                        September 2014


 

 

Ruhestand                                                    Zeitgeschehen

Ruhestand! .. Ein grosses Wort. ..
Musik für seine Ohren.
Er fühlte sich befreit .. gelöst,
wähnte sich neu  geboren.

Er freute sich im Jetzt und Morgen.
Freude verdrängte seine Sorgen.
Auch blieb ihm Musse nun und Zeit.
Die Freiheit war für ihn  bereit!

Wie war das schön ! ... So früh am Morgen
noch liegen dürfen ... sich nicht sorgen.
Jetzt mussten jüngere ihn ersetzen,
und er nicht mehr zur Arbeit hetzen.

Jahre sind seither vergangen,...
durch neue Pflichten er gefangen.
Pensioniert sein ist kein Pappenstiel !
Gelegentlich wird's ihm zu viel.

Fragt man ihn, was sein Herz begehrt ...
seufzet  aus ihm ... etwas beschwert:
Ich hab'  so vieles noch zu tun.
Mir fehlt sogar die Zeit zu ruh'n.

Und .. die Essenz aus der Geschicht:
Tue nur, was wirklich wichtig ist.
Vermeide Unrast ... halte an.
Nichts tun ist manchmal wohl getan.
Verschwende niemals deine Zeit ...
Zeit  ist auch Pfad zur Ewigkeit.

 

Oktober 2014

  

 

Schneemangel                                                                    Natur

 

Bald kommt der Schnee ... Heja-Juhe !

Ich hab' sie lieb ... die weisse Fee.

Wie war das toll ! ... vor XX Jahren ...

mit Seinesgleichen Schlitten fahren.

Schon im Dezember lag viel Schnee.

Jetzt dieser Mangel. ... Mir tut's weh !

 

Schnee weckte in uns die Fantasie ...

zugleich sportliche Energie.

Auf Fassdauben ... festgeschnallt ...

sausten wir runter ... kraftgeballt.

Jetzt fährt man Ski,hätte es Schnee ...

Doch dieser fehlt ... Das tut mir weh.

 

Schneemangel gibt's auch in den Bergen.

Ich frage mich ... was soll nur werden ...

"Ski-Bähnli"  bauen sie noch immer ....

An Klimawandel denkens nimmer.

Jetzt produziert man sogar Schnee.

Ich kanns nicht fassen ... Mir tut's weh.

 

Die Wetterfrösche jammern auch ...

Bei denen wird es gar zum Brauch.

Und wir ? ... Wir hören noch auf sie ...

lmmer die gleiche Melodie;

Sie kommt schon noch .. die weisse Fee.

Wer's glauben kann ... dem tut's nicht weh.

 

Dezember 2014

                                                                             

Seltsamer Traum                                                Besinnlich 

Ich sah mich über die Gräber gehen ...
einsam ... verlassen ... Was war geschehen ?
Ein Traum bedrängte mich ...  mit Macht.
Aufgewühlt ...  war ich erwacht.
 

Mir kollerten zwei grosse Tränen,
- schmerzbedingte ... nicht zu zähmen - .
Sie rollten über meine Wangen ...
im weichen Kissen aufgefangen.
 

Ängstlich lauschte ich in die Nacht.
Habe über manches nachgedacht.
Beklommen fühlte ich mich noch lange.
So zu träumen war mir bange.
 

Was war der Grund zu diesem Traum ?
Die Frage blieb vorerst im Raum.
Ein jedes Menschen Schicksal endet.
Ob es sich dabei auch vollendet ?
 

Es ist die Antwort uns gegeben,
im Glauben an das ewige Leben.
Viele Menschen wären wohl verloren,
wäre Christus nicht für uns geboren.

                                                                                                        Februar  2014  

 

Tabletten - Schwemme                                            Natur

 

Medikamente ... Tabletten  ... Nimmst du sie ?

Nimmst du sie reichlich ..... stirbst du wohl nie.

Ich weiss ... das ist nicht halbe war: Schluss ist mit 120 Jahr.

 

Warum ? ... Das "Korsett" hält nicht länger.

Das wissen nicht nur kluge Männer.

Die menschliche Statur fällt ein.

Dies kann auch schon vor 100 sein.

 

Hab' keine Angst ! ... Du kannst dich retten.

Nimm nur die richtigen Tabletten.

Trink zudem täglich ein Glas Wein ...

für deine Laune Sonnenschein !

 

Wirst alt und älter ..... Falten kommen.

Nicht alles ist dir noch willkommen.

Pass auf !    Es ist besonders wichtig,

du nimmst deine Tabletten richtig.

 

Verliere nie die Uebersicht !

Das Leben ist kein Leichtgewicht.

Lass stets von gutem Geist dich leiten,

in hellen, als auch trüben Zeiten.

 

Spürst du ohne Tabletten Frust ,

droht dir Verlust an Lebenslust.

Ich aber rate dir ... hier und jetzt:

Bleibe auch mit der Natur vernetzt.

 

Denn die Natur ... das lass' dir sagen ...

ist uns Stütze, in jungen und alten Tagen.

Freilich musst du dies erkennen,
all-überall im Alltagsrennen.

 

                                      März  2014                                                                                                                      

                                                                        

Abzocker - Manie                                                                 Zeitgeist

Abzockerei,ein grobschlächtig Wort,ich weiss.
Doch das Thema ist brisant und heiss.
Es ist ein Zustand, der zum Himmel schreit ...
die Wut dir zu den Schläfen treibt.
 

Ethisches Denken blendet man aus.
Soziales Wirken gehört nicht mehr ins Haus.
Haarsträubend ist's, wie sich Top-Chefs entgelten.
Dies etwa auf Kosten ihrer Angestellten ?
 

Wir wollen's nicht hoffen. Man möge sich schonen
vor der Gier der Scheffler, nach Millionen.
Nein wirklich !  Man kann es nie deutlich genug sagen:
Kein Boss ist je über alles erhaben.
 

Er braucht seine Helfer ..... Sie brauchen auch ihn.
Sein Salär - massvoll höher - wär auch legitim.
Doch ! Was ist schon massvoll. S' ist auch schwer zu versteh'n,
wenn beim Austritt er < üppig-bereichert >  wird geh'n.
 

Ist's wohl Schadensbegrenzung ? ..... Ich mag es nicht hören.
Ein solches Bestreben gilt es zu zerstören. 
Abzocken, denk ich, grenzt voll an Betrug.
Hier den Riegel zu stossen, wär heilsam und klug.

                                                                                                                                           Januar 2008


 

Mein Baum                                                                     Natur

Mein Baum, im Lichte der Dämmerung fahl,

von stattlichem Wuchs, aber spätherbstlich kahl.

Mit mächtig verwurzeltem Stamm stehst du breit,

auch gegen wildeste Stürme gefeit.


               Deine Aeste, ausladend nach allen Seiten,

zum Ruhen und Rasten bei dir verleiten.

Du, bist und bleibst mir Augenweide

auch im leeren, laublosen Winterkleide.


Schon fallen die Flocken, dicht und leise

aus dem Strudel der Wolken, tanzend im Kreise.

Sie betten die Fluren in ein molliges Weiss.

Ob mein Baum nun ruht ... und träumt ? ... Wer weiss !


Mein Baum... Ich komme dich wiederseh'n

im Frühling, wenn dich laue Lüfte umwehn.

Du wirst wieder blühen und Blätter tragen.

Meine Augen werden an dir sich laben.


Im Rhythmus der Jahre ist Kommen und Gehn,

mein Drang, hin zu dir, wird immer bestehn.

Und wirst du gefällt ... Eh ich es gewahr,

Ich seh dich vor mir wie immer es war.
                                                                  
Dezember. 2007    


 

Internet   (für 80+)                                        Zeitgeschehen

Damals,  mit achzig nicht mehr der Jüngste,
frönte ich noch vermeintlicher Künste.
Das Internet zählte nicht dazu ...
Sein Abseits liess mir keine Ruh.
Geraume Zeit später war es soweit. Mein eigener PC stand bereit.
Nach dem Motto: Uebung macht den Meister,
stürzte ich mich keck und dreister in dies verflixte Funkgewirr.
Es nutzen können wünschte ich mir.
Nicht weit zurück liegt diese Zeit ...
ist letztlich schon Vergangenheit.

Rasch hatte ich den “Turn“ gefunden
und manche Klippe überwunden.
Hatte letzte Hemmungen überbrückt.
Bisweilen war ich hell entzückt.
Wochen lagen hinter mir. Ueben, ueben, befahl ich mir.
Neue Erfolge stellten sich ein,
< nicht immer mein Verdienst allein >
Es war schon eine tolle Sache, die ich mir da zunutzen machte.
Ob E-Mail – Google – Homepage-Tool.
Was immer kam ... ich nahm es cool.

Jahre sind dahin gezogen ... Dem Internet leidlich gewogen
hab' ich mir sorgsam überlegt, wie es bei mir nun weiter geht.
Eines werde ich sicher tun. Zeit mir nehmen, genug zu ruh'n.
Das Schlimmste was mir könnt' geschehn wär ...
mich nur noch am Laptop sehn.
Dies aber wird nie Wirklichkeit. Anderes braucht auch seine Zeit.
Vielleicht scheint das was ich hier schrieb,
als wär mir s Internet nicht lieb.
Darüber lässt sich diskutieren. Man kann gewinnen und verlieren.

Ich seh' es klar ... für mich bleibt wahr ...
Jede Uebertreibung birgt Gefahr.
Darum bin ich mir selber treu und trenn' den Weizen von der Streu.

 

                                                                                                        April 2015

 Herbstwanderung                                                     Natur

 Noch ist es dämm'rig
An meinen Füssen raschelt feuchtes Laub
Es hängt der Nebel noch im Walde
und von den Bäumen tropft es kalt.
                            Mein Pfad führt bergwärts
                            über knorrig - wurzeligen Grund.
                            ein Reh grüsst aufmerksam und scheu
                            zu früher Stund.
Am Wegrand locken letzte süsse Beeren
Ein kühler Wind durchsäuselt das Geäst.
Er schaukelt bunte Blätter von den Bäumen
besagend, dass der Sommer uns verlässt.

Harziger Duft entweicht gefällten Tannen
Ein silberhelles Bächlein quirlt dahin
sich munter überschlagend im Gesteine.
Ich stehe still und lausche hin.

Das gold'ne Licht der Sonne bricht sich Bahn
Es räkelt die Natur sich ihr entgegen.
Der Herbstzeitlose Kleid wirkt mild und schön
Halbdürres Gras lispelt im leichten Föhn.
                      Steh ich erst oben auf des Wasser's Scheide
                      und gibt der Berg die weite Sicht mir frei
                      so überkommt mich unsagbare Freude
                      aus voller Lunge ich 'nen Jauchzer schrei.

Heimatgefühl entspringet meiner Seele
beim Anblick stolzer Jurahöh'n
Den stillen Winkeln mit verträumt Gehöfen
den bunten Wäldern herbstlich schön !
                      Es ist die Wanderlust, die mich erfasset
                      die mich beflügelt, die mich treibt.
                      Das Wandern stärkt mir Geist und Körper.
                      Wandern möcht ich noch viel und weit

                                                                                                                            August 1986

                                                 

Das Lager- Kaminfeuer                                           Zeitgeist

Schon vor abertausend Jahren
mochte es der Mensch erahnen,
dass das Feuer, gefürchtetes Element,
durchaus nicht nur zerstörend brennt.

Als Licht und Wärme spendend erkannt,
wurde es in sichere Schranken gebannt.
Hier brachte es Nutzen,was nachhaltig freute,
die Menschen der Zeiten von damals, bis heute.

Das Lagerfeuer war somit entdeckt.
Wilde Tiere von ihm geblendet, erschreckt.
Ein schmatziger Braten vom Spiess, welch Genuss !
Mit nur kaltem Essen war endgültig Schluss.

Jahrhunderte zogen ... oft nicht ohne Wirren ... dahin.
Bahnbrechend erfand unsere Zeit den Kamin.
Er ist überdacht ..... raum-schmückend gemacht.
An ihm wird getrunken ..... gespielt und gelacht.

Hier gibt es Betrieb und es wird noch gesungen,
Kontakte gepflegt zwischen Alten und Jungen.
S'wird politisiert, dazu Stimmung gemacht.
Mal bis du zufrieden,mal aufgebracht.

Raum, hat es hier auch für allerlei Feste,
für Scharen illusterer,heiterer Gäste.
Was alles da abläuft, es hat seinen Sinn.

Kaminfeuer sind kultureller Gewinn !

                                                                                                                                             März 2008

Berge                                                                                    Natur

Berge ..... Giganten in unserer Zeit .....
und doch ..... ein Hauch nur der Ewigkeit.
Bedachtsam ..still .. steig ich empor,
durch dies bizarr Getürm aus Eis und Schnee.
Durch diese urgewaltige Speisekammer
der Gletscherbäche, Flüss' und Seen.

Noch höher steig ich winzig Wesen,
zwing mich hinauf, an hartem Eis und Fels,
erklimme Zinnen, Wechten, Gräte,
und folg dem seltsam Ruf der Berge,
den Gipfeln meiner Sehnsucht Preis.

Kurz, hält mich Ungemach gefangen,
rasselnde Steine mich niederbannen.
Sie mahnen zu Vorsicht ..... doch ich weiche nicht ab.
Denn, ich liebe den Berg, der mich ebenso mag.

Oben ... ist Sonne mir beschieden,
ihr wohlig - wärmend Licht mir lacht.
Wie herrlich ! .. dieser Berge Frieden,
Gipfel an Gipfel , stolze Pracht !

Tief aus dem Tal
dringt fein und zart ein feierlich Geläut.
Ich lausche ihm ..... es kommt und geht,
vom Wind als Melodie verweht.

Berge ! ..... Wie wunderbar ihr seid !.....
Ein feiner Hauch der Ewigkeit.             

                   

De Chuzi  vo  Ueberäne                                                  Natur
                         

Bi eus überäne, läbt en kurlige Kauz,
mit struppigem Hoor und gringletem Schnauz.
Sis Gsicht isch voll Runzle, teufbrun sini Glatze.
Sini Händ sind durfurchti, verwärcheti Pratze.

Sin Nasezingge isch violet-rot,
i de Farb wie n es dämm'rigs Oberoth.
Sini Ohre sind gschpanne wie Segel im Wind.
De Schalk i sine n Auge sitzt z'hinderscht hind.

Sis Mul het e Form wie n am Zyt " 10 vor 2 "
Sini Lippe blybe n em Lächle treu.
Aber Zänd het de Chuzi, wie n en ältere Nager,
es paari  wie us em Reservelager.

Trotz sim einsame Läbe, fasch wie im Verschteck,
isch de Chuzi, - wenn en triffsch - für niemer en Schreck.
Me weiss ned vil von im, aber loht ne lo sy.
No niemerem isch er zum Schade gsy.

Sini Blockhütte het de Chuzi sälber baut.
Drinin het er au Bruchbars verschtaut.
Brisant isch, was ussenume passiert.
Chasch's ned überluege, bisch paff, irritiert.

Was do alles lyt. Me chönnts jo noch bruche.
Wägwärfe, meint er, wär wie ufhöre schnufe.
Jo, de Chuzi, me weiss, isch en gschickte Ma,
het för Mängs no ne rettendi Lösig gha.

Mängsmol het er Wüsse und Chönne vernetzt,
Fachlüt deby is Schtune versetzt.
Me wetti gar rüeme er sig es Genie.
Aber Är wott ganz eifach nur Chuzi sii.

                                                                                           Oktober 2008


Der Wecker schrillt 
  (aus meiner Traumschatulle)                 Zeitgeist 

Der Wecker schrillt mir an die Ohren,
als hätte er Radau geschworen.
Was soll das jetzt ? ...  Was ist passiert ?
Der hat sich zeitlich wohl geirrt !

Weiterschlummern jetzt,nur kein Verdruss.
Tief weiterschlafen, in  vollem Genuss. 
Was danach geschah ist traum-liiert.
Meine Erinnerung ... hier zitiert :

Bei all deinem Wirken, stell dir die Fragen ..
Macht es auch Sinn ?  Ist es Lebensgewinn ? 
Was immer du tust,versuch nie zu kränken.
Damit weckst du nur das Fiese im Menschen.

Beleidige niemand aufgrund besserem Wissen.
Du schaffst dir sonst Feinde  und die sind verbissen.
Missbrauche beruflichen Status nie.
Du holst dir damit keine Sympathie.

Glaube ja nicht du schaffst es immer allein.
Du wirst überheblich und bald einsam sein.
Erkenn' deine Gegner, doch stell' sie nie bloss.
Deine Chancen sie umzustimmen sind gross

Erwähl dir nur Freunde, die dir voll vertrauen,
mit ihnen wirst du die  Zukunft bauen.
Bei all deinem Streben, vermeid' "abzuzocken" .
Lass nie in den Sumpf der Gier dich locken.

Erneut schrillte der Wecker.  Rasch wurde mir klar,
was ich da geträumt hab, ist hinweisend war.
Darum gab ich ... jetzt hellwach !... hier zu Protokoll,
was man tunlichst machen oder lassen soll.

                                                                                                                                              März 2010
                                                                                                 
          

Du Baum                                                     Natur                         

Ich wälze mich im Bette,
erkältet,stark verschnupft.
Es reizet mich der Husten.
Ich fühl mich wie gerupft.

Mein Blick eilet ins Freie,
zum nahen Apfelbaum.
Kahl,ohne Blätter steht er da.
Ob der sich auch erkältet ? ..... Kaum !

Du, Baum, kennst die Naturgesetze,
ob's windet ... regnet ... schneit ... gefriert.
Ob Hitze dir dein Kleid versenget,
ob Trockenheit, Nässe regiert.

Du, Baum, es würd' mich wirklich freu'n,
auch hättest du 's nicht zu bereu'n,
mir dein Geheimnis preiszugeben.
Wie meisterst du dein hartes Leben ?

< Nanu !, Ich, Baum,  will kurz dir raten.
Machs doch wie ich in deinem Garten.
Fundiere tief, streb' stets nach Licht.
Nichts ist so stark, dass es dich bricht.

 Betreffs Natur ! ....  Wohl auch die deine
bedarf der Pflege, ....  wie die meine.
Schütze,  achte, ehre sie.
Sie wird's dir lohnen und dich schonen.>


                                                                                                         Februar 1985      

 

Ferien auf Balkonien                                 Zeitgeschehen

 

Was willst du in die Ferne schweifen,

wenn doch das Gute ist so nah !"

Dies Sprichwort galt mir in der Jugend ...

weckt mir im Alter neue Tugend.

Immer geht die Post nicht ab ...

Ich tue nur noch was ich mag.

 

Ich mag nicht fischen ... will weniger reisen ...

geh selten fliegen ... bleib länger liegen.

Die Hitze ist mir eine Qual ...

war sowieso nie meine Wahl.

Exotischen Länder bleib ich ferne.

Was ich noch tue ... mach ich gerne.

 

Ich atme heimische, frische Luft ...

der blühenden Wiesen herber Duft.

Ich höre dem Zwitschern der Vögel zu ...

finde im nahen Wald noch Ruh.

Ich pflücke mir Beeren nach Herzenslust.

Hier gibt es noch manches ... fernab jeder Frust.

 

Ferien daheim ... auf dem Balkon ...

in trautem Kreise ... da, wo ich wohn.

Man sieht auch hier die Sterne blinken,

als würden sie vom Himmel winken.

In milden Nächten lässt sichs träumen ...

wirst dabei keine Zeit versäumen.

Ferien hier ... das ist nicht ohne.

Es ist auch schön da ... wo ich wohne.                     

 

 

                                                                                                                   15.07.2015


 

 Ewigkeit                                                                                    Besinnlich 

Ewigkeit ..... DU ..... grosse Unbekannte .
Ohne Anfang ..... ohne Ende ..... ohne Bande.
Ich kleines Wesen, möchte dich verstehn.
Doch ..... kann ich raumlos, ohne Grenzen sehn  ?

Mein irdischer Geist dringt tief,
in allerweitest Ferne,
schweift durch das endlos All
der unzählbaren Sterne.

Letztendlich aber muss ich mir gestehn,
ich kann....auch wenn ich geistig schaue....
nur in Begrenzung seh'n.
Drum ..... Ewigkeit ..... du ..... göttliches Daheim .

Ich kann dich nur erahnen ..... lass mich bescheiden sein.

                                                                                                               Oktober 2007      


Frühturnen (für Aeltere)                                               Sport

Morgenstund hat Gold im Mund !
Dies Motto steht im Vordergrund.
Wach auf, wisch dir die Augenlider.
Streck und spanne deine Glieder.

Dehnst du den Körper wie die Katz ,
hast du dein Stretching gleich am Platz.
Bist du noch nicht fitt genug ?
Höre ! .. ich rate dir .. "dreimal klug" .

Du solltest dich darob nicht wurmen,
schliesslich gibt's noch Morgenturnen.
Ob mit dem Terraband (Powerband) oder Ball.
Ob an der Sprossenwand .... egal !

Streck deine Arme hoch, zur Seite.
Kein Hohlkreuz ¨!  Steh in Hüftenbreite !
Atme tief ein, die Brust nach vorn.

Den Bauch einziehn !  Jetzt stimmt die Form.

Nun atme aus. Geh' tief in Hocke.
Kannst du sie noch ?  Dann, Mensch, frohlocke !
Geh wieder hoch und atme ein,
ein bisschen Knacks im Knie darf sein.

 

Für heute ..denk' ich .. mag es reichen.
Ihr seid nun top wie junge Eichen.
Zum Schluss das Lockern nicht vergessen.
Dann, nichts wie los .. zum

                                                                                                                                      August 2006


Auf Jakobs Wegen                                                       Besinnlich

Basierend auf Wahrheit, oder tiefgründiger Sage ? ....
Wir erwandern alljährlich des  Jakobs Pfade.
Es packt uns die Lust auf das Abenteuer .....
Wir entzünden uns irdisch' und seelische Feuer.
Wir wandern auf weiten, fast endlosen Fluren,
durch Dörfer und Schluchten, auf uralten Spuren.
Die Gewässer glitzern im Sonnenlicht.
Eine schwache Bise die Hitze bricht.

Im Schatten der Wälder ruhen wir uns aus.
Frisch gestärkt finden wir wieder hinaus.
Eher selten begleitet uns auch Regen.
Was solls !    Wir schützen uns dagegen.
Lädt uns eine Gebetshaus am Wege ein,
treten wir in seine Stille ein
und beten gemeinsam, um Gottes Segen.
ER mög' uns begleiten auf all unseren Wegen.

Die  Abende gehen in Musse vorbei.
Uns're Glieder sind schwer, als wär'n sie aus Blei.
Mit etwas Müdigkeit noch in den Knochen,
wird anderntags früh aus den Decken gekrochen.
Ein währschaftes Frühstück darf nie fehlen.
Die üppige Auswahl erschwert uns das Wählen.
Nach eiligem "Rucksäckepacken" gehts weiter.
Die Wanderlust treibt uns.    Draussen wirds heiter.

Es sind Felder und Wälder, die uns sommerlich grüssen,
uns auf Jakobswegen das Wandern versüssen.
Wir erleben Natur pur mit all ihren Reizen.
Ein Glück ! ... trifft man hin und wieder auf Beizen.
Wir löschen den Durst uns in froher Runde.
Zu rasch nur, erfasst uns die lästige Kunde:
Ergreift eure Säcke! ... Es ist höchste Zeit!
Bis nach "Heimhausen" ists wahrlich noch weit.

                                                                                            
                                                                                                                     Mai 2013


Hexenschuss                                                     Zeitgeschehen 

Stürmisch war's ..... die ganze Nacht.

Der Winter zeigte seine Macht.

Eisiger Frost machte die Runde.

Frau Holle mischte mit im Bunde.

Tief fiel der Schnee und flaumig weich.

Verzauberte Welt ! ..... Ein Märchenreich !

Am Morgen dann .. welch ein Behagen !,

durch frischen hohen Schnee zu pfaden.

Ich griff zur Schaufel,wollt' mich bücken.

Da ! .. plötzlich!.. hing sie mir am Rücken.

Ich schrie vor Schrecke, wollte fliehn.

Die Hexe liess mich nicht mehr ziehn.

Die Schmerzen wurden zur Tortur,

die Hexe aber lachte nur.

Da half kein Schimpfen, half kein Klagen.

Es machte Spass ihr mich zu plagen.

Ich wollt sie bitten , doch zu geh'n,

doch konnt die Hex ich gar nicht seh'n.

Sucht ich mit List sie zu betören,

ein höhnisch Grinsen war zu hören.

Unnütz war bitten .. unnütz fleh'n ..

qualvoll war es sich umzudreh'n.

Lag auf dem Bauch ich oder Rücken,

die Schmerzen hatten ihre Tücken.

Schmieren ... Massieren ... nochmals salben ...

kaum Linderung,nicht allenthalben.

So hab ich stundenlang gelegen,

konnt' mich nur schmerzverzerrt bewegen.

Stumpf, abgekämpft wurde mir klar,

dass hier die Hexe Sieger war.

Das aber konnt ich nicht ertragen.

Ich musste diese Hex verjagen.

Nun stellt' ich mich todstarr und stumm.

Dies ... freilich ... nahm der Hex' den Mumm.

Sie schlich davon,in dunkler Nacht.

Von mir mit Spott und Hohn bedacht......

Hab ihr noch hinterhergelacht
Und bin aus tiefem Schlaf erwacht.
                                                          Februar 1986                

 

Hitzesommer              (Hitze-Sommer 2015)                    Zeitgeschehen

 

Ein jeder schmachtet ..... Jetzt ist's heiss !
Du badest dich im eig'nen Schweiss.
Mensch ... sei gewarnt ! ... Jetzt musst du trinken,
sonst trägst du bald die letzten Finken.

Was nützet gut gemeintes Reden ! ...
zu oft nur geht dies voll daneben.
Doch: Trinken ist jetzt guter Rat,
trockene Kehlen sind geplagt.

Es ist ein MUSS .. dich feucht zu halten.
Du wirst sonst "dürr" ... kriegst tiefe Falten.
Die Sonne wäre Gift für dich
und gäbe dir den letzten Stich.

Du mauserst dich zum grossen Kenner.
Die Beizen bleiben deine RENNER.
Begrenze deine Trinkepflicht,
sonst wirst du schwammig im Gesicht.

Hitze-Wellen geh'n vorbei ...
Du, fühlst dich wieder fitt und frei.
Bist nicht zum Trinker du geworden ...
gefällt's dir wieder ... heut und
morgen.

 

 

                                                                                                                                                                                 Juli 2015


 

Illusion ( der Vögel Wünsche und Ängste )                                     Natur


Ein Vogel möcht' ich sein,

möcht' des Lebens mich freu'n,

die Freiheit geniessen,

die Umwelt nicht scheu'n.

Möcht' an rauschenden Bächen, in sattgrünen Auen,

ein lauschiges Nest in den Bäumen mir bauen.

Möcht' geniessen, wie der Wind die Zweige bewegt,

gleichsam schaukelnd mir meine Jungen hegt.

Möcht' trillern schönste Melodien,

möcht' mit den Wolken fernwärts ziehen;

hoch in den Lüften mich lustvoll tummeln,

über Felder und Wälder vergnüglich bummeln.

Möcht' mich setzen, wo immer es mich gelüstet,

zu trinken haben wanns mich dürstet.

Möcht' allem Ungemach entfliehn,

beschwingt und zufrieden durchs Leben zieh'n.

Diese Wünsche ... denk' ich ... sind so gar nicht daneben,

wär' da nicht überbordendes, menschliches Streben.

Sein unbändig Drang nach Wissen und Macht

hat auch schon manches zunichte gemacht.

Unmengen Rohstoff wird abgebaut,

Länder und Meere tödlich versaut.

Die Umwelt beginnt sich zu rächen,zu toben.

Ihr Gleichgewicht ist schon bedrohlich verschoben.

Uns Vögel versetzt dies in Angst und Schrecken.

Wo finden wir Zuflucht, um uns zu verstecken ?

Wir machen uns keine Illusion.

Wer kennt die Not der Vögel schon !

Juli 2009


 

 

Langlauf-Sportgruppe     Altersqualität (auch im Winter)                              Sport

 

Begehrst du Altersqualität,

dann tue was, das dich bewegt !

Sport treiben in Geselligkeit,

macht deine Sinne froh und weit !

Langlaufen im Team .. nach Lust .. mit Mass,

weckt in uns Tatendrang, macht Spass.

Wir ziehen in frischen Spuren durch Wälder,

entlang den Bächen, durch glitzernde Felder.

Es malet uns die Sonne braun.

Wir halten uns bei frischer Laun,

und balancieren wie die Flieger,

bewegen sportlich unsere Glieder.

Kulinarisch werden wir verwöhnt.

Langeweile ist bei uns verpönt.

So .. bleiben wir im Winter fitt,

geh'n jede Saison wieder mit.


Das Motto unseres Tuns ist klar .....

HEJA ! ..... LANGLAUFEN IST WUNDERBAR ! 

Juli 2010


 

Jahreskreis der Natur                                                     Natur

 

 

Wenn sich milde Tage und Nächte mehren,

die sich letzter rauher Fröste erwehren.

Wenn der Frühling sich einfindt im blumigen Kleid,

wenn die Liebe in jungen Herzen gedeiht,

dann, mag auch die alte Garde sich recken,

die Sonne geniessen, sich selbst neu entdecken.

 

 

Wenn die Luft in der Hitze des Sommers flimmert.

Wenn das reifende Korn immer gold'ner schimmert.

Wenn grosse Wärme die Menschen ans Wasser treibt,

wo die Jugend sich austobt und lauthals schreit.

Wenn die trockenen Wiesen lächzen nach Feuchte.

Ein kräftiger Landregen brächte den Segen.

 

 

Schon reifen die Früchte,der Herbst zieht ins Land.

Wald und Fluren leuchten im bunten Gewand.

Die Blätter fallen, die Nächte langen .

Die Ernte ist unter Dach ... nach einigem Bangen.

Die Spätstürme toben. Der Winter bricht ein.

Uns kann er nichts antun im warmen Daheim.

 

 

Draussen ist‘s frostig, es ruht die Natur,

in sich birgend des nächsten Frühling Spur.

  

Okt. 2006


 

Lebensgarten (Abschied)                                            Besinnlich

 

 

Ich schau in deinen Lebensgarten,

den du gehegt, gepflegt.

Den du mit Liebe und Bedacht,

zum bunten Blühen hast gebracht.

 

Herbstlich reife Farben

leuchteten sattsam schön.

Sie wurden bleicher, fahl, verblassten

im abendlichen lauen Föhn.

 

 

Für immer hast du uns verlassen ...

all dein Umsorgen losgelassen.

Hast dieser Welt à Dieu gesagt.

Nichts gibt es hier noch, das dich plagt.

 

 

In uns wird's still, einsamer werden

und manches wie zum Scheine sterben.

Neue Hoffnung wird in uns keimen,

die Sonne auf den Pfad uns scheinen.

 

 

Du, bleibst uns nah und unvergessen.

Es ist auch uns die Zeit bemessen.

Ein jedes Schicksal nimmt sein Ende ...

findet zurück in Gottes Hände.

 

 

Oktober 2011


 

 

Mein alter Freund                                                      Besinnlich

 

Wie geht es dir, mein alter Freund;

Du bist so still geworden.

Einst warst du voller Schaffenskraft

beinah' am überborden.

Es sind kaum dreissig Jahre her ...

du gabst dich wie das Feuer.

Es knisterte in dir die Lust ...

mir war nicht ganz geheuer.

 

Sportlich waren wir unterwegs;

mutig und doch besonnen.

Es war uns jede Jahreszeit

so ... wie sie kam ... willkommen.

Im Geiste zieht es uns noch heut'

in die geliebten Berge.

SIE sind die grossen Riesen dort

und wir die kleinen Zwerge.

 

Wie geht es dir ... mein lieber Freund.

Du wirkst bedacht und weise.

Stehst mitten drin im Lebensherbst,

nah' deiner letzten Reise.

Es mögen Jahre noch vergehen

und ich in deiner Spur dich sehen;

Und in Gedanken werde ich wissen,

du hast ein gutes Ruhekissen.

 

Es liegt im Wesen der Natur ...

Ein jeder Mensch baut seine Spur.

Und mag sie noch so deutlich sein,

sie wird verbleichen ... von allein.

Vorbei geht alles irdisch' SEIN.

Was danach ist, weiss Gott allein.

Unendlich gross ist seine Liebe.

Die Ewigkeit birgt eigene Triebe.

Juli 2013


 

 

Nordisch – Walken                                                    Sport

 

 

Es ist viertel nach acht .Der Tag ist erwacht .

Eine muntere Schar hat sich aufgemacht,

bei klirrender Kälte .. warm eingehüllt,

mit Stöcken bewehrt .. und Lust erfüllt.

 

 

Pustend und schnaubend geht es bergan.

Dieser Eilschritt hat es uns angetan.

Nicht alle sind sich dies Tempo gewohnt;

aber niemand wird kneifen, auch niemand geschont.

 

 

Unser Leiter bemüht sich dann uns zu erklären,

warum wir so schlipfrige Wege wählen:

Haut es dich mal auf den Hintern zu Boden ..

ohne Stöcke wärst du wohl längst schon geflogen.

 

 

Vermeide das Stolpern, durch stetes Trainieren ..

musst nur die Stockspitzen richtig platzieren !

Sind dir die Stöcke noch etwas zu gross ..

ihnen nachzuwachsen brauchst du bloss.

 

 

Ist dir das Gehzeug aber zu klein,

dann tausche es aus; es wird zwingend sein.

Schlussendlich wollen wir aber nicht klagen.

Unser Sportchef zeigt Ausdauer ... uns zu ertragen.

 

 

Er bringt uns das Walken gar süchtig ins Blut,

ueberzeugt ... es sei für uns alle nur gut.

Mai 2009


 

Novemberwetter                                                               Natur

Später Herbstregen zieht übers Land ... Welch Graus !

Es giesst wie aus Eimern ... traust kaum aus dem Haus.

Was letztlich noch blühte in goldenem Licht,

ist niedergepresst ... geschwächt ... und zerbricht.

Noch stundenlang prasselt es ... ununterbrochen.

Die Schleusen am Himmel bleiben weit offen.

Tief ziehen die Wolken ... Trüb ist der Tag ...

Düster die Stimmung ... die wohl niemand mag.

Die Wetterprognose liess einiges offen.

Dies weckt in mir Fragen und macht mich betroffen.

Ob ... nach dem Durchzug der Regenfront ,

nach letzten Schauern, die Sonne noch kommt ?

Ich reib mir die Hände ... verdutzt. ... überrascht.

Tatsächlich ! ... Die Sonne hat es geschafft.

Bleibts auch noch windig und wolken- durchzogen,

einem herbstlichen Streifzug bin ich dennoch gewogen.

Mit wenigen Schritten bin ich drüben im Wald.

Es tropft von den Bäumen..Die Nässe ist kalt.

Die Natur macht sich zum Ruhen bereit ...

sucht Schutz vor der harten Winterzeit.

Die Laubbäume hatten - noch in den letzten Tagen -

ihr farbig- schmuckes Herbstkleid getragen.

Ich staunte ob all dieser bunten Pracht .

Jetzt weggefegt ... in fast nur einer Nacht.

Der Waldgrund hat sich das Laub geborgt,

für moddrigen Boden vorgesorgt.

Das Schlurfen und Rascheln durch feuchtnasse Blätter

hält mich munter, ... trotz launigem Wetter.

Einmal mehr entzückt mich, - schon zum x-ten Mal -

das urchige, natur-belassene Tal.

Dieses Spielparadies und Erholungsgebiet,

mit einem Tierpark ... allseits beliebt.
 

Ich ziehe vorbei ... am Steinwild-Gehäge,

steil aufwärts und sportlich ... auf stufigem Wege,

ganz oben vorbei am Uebermittlungsmast .

Es fehlt mir die Zeit hier für eine Rast.

Der Wind wird stärker ... schwillt an zum Sturm.

Solch ein Wetter scheut selbst der Regenwurm.

In den Stämmen und Ästen knackt es bedrohlich.

Ihr Schwanken und Ziehen, zwingt mich zu fliehen.

 

Mir scheint, der Wald will alleine sein,

gibt mir zu verstehen: Kehr schleunigst heim !

Ich spür' die entfesselte Wucht der Natur,

verlasse - gehetzt - ihre tückische Spur.

Nov.2009

 


 

Oase der Ruhe                                                                  Natur

Lauschig-stille ist es dort.

Komm mit ... ich zeige dir den Ort.

Er liegt verträumt in der Natur.

Verwuchert ist der Menschen Spur.

Sein Waldessaum fängt ein die Sonne.

Du schaust hinaus ins Tal ..... voll Wonne.

Dein Gruss schwingt hin ... zum Alpenkranz ...

ans Gipfelmeer ... in Gletschers Glanz.

Am Morgen, in der ersten Helle,

labt sich das Wild an klarer Quelle.

Die Vögel zwitschern ihr Konzert.

Du, fühlst dich frei und unbeschwert.

Hier wachsen Eichen, Buchen, Tannen,

die rauhe Stürme überstanden.

Ein Wurzelstrunk dient dir als Bank.

Auch er ein Baum einst, schlank und rank.

Im Frühjahr drängt es zum Erwachen.

Die Wiesen grünen ..Blumen lachen.

Im Sommer findst Schatten vor sengender Hitze.

Es mahnt dich der Donner, die zuckenden Blitze.

Im Herbst bestaunst du den Lauf der Natur,

die bunten Farben, in Wald und Flur.

Auch der Winter ist hier eine herrliche Zeit !

wenn der Frost seinen Zauber verstreut ...wenn es schneit.

Und dieser Ort, etwas verborgen.

Er wüsste viel von Freud und Sorgen,

von Lust und kargem, leidig Leben,

als wortlos, stummer Zeuge eben.

Vielleicht - mein Freund - hast auch du Sorgen,

die lange schon in dir verborgen.

Gehe in dich, nimm dir die Zeit.

Mancheiner ging von hier befreit;

Hat seine Lösung hier gefunden,

seine Probleme überwunden.

Glaub an die Kräfte der Natur,

Werte der Schöpfung . Glaube nur !

Nov. 2002


S'Alter ned S'Wätter
                                        Zeitgeschehen

isch nümme so wie no vor Johre .....

Hesch s'Gfüehl, heigsch immer meh um d'Ohre.

S'brucht vel, ond immer meh Geduld.

S'Wätter het do dra kei Schuld.

Wenn du bim "GANGO" d Täsche lad'sch,

hesch alli Müeh, dass d'heigoh magsch.

Es Ding mit Redli chönntisch bruche.

Doch, au das brächti no zum Schnufe.

Goht's neume uf em Wäg doruf ...

pressierts no ... nimmts der fascht de Schnuf.

Chasch eifach nöm wie früehner schpringe,

me tuet di aber au ned zwinge.

Gsehsch wieder mängs wie i der Jugend.

im chline wachst die feini Tugend !

Nimm der Zyt für Jung und Alt,

denn, macht dies Läbe no ned halt.

Dänk dra ... du bisch ned elei.

Hesch immer au no es Dehei.

Me nimmt dich wohr, .. mit diene Sorge.

Ned alli send wie du geborge.

Au wenns dir mängisch ned guet goht.

S' isch ned soo, dass s di grad umschloht.

Schick di dry und heb Geduld.

Mängmol isch nur s Wätter gschuld.

Es riefs Alter hesch erreicht.

Chasch säge:Mich hets Läbe g'eicht !

Doch: Über allem schtoht en Macht

die über eusem Schicksal wacht.

Mir wärde nie alles verschtoh.

Vel isch eus g'äh ....mängs wieder gnoh.

En jedem schloht die letschti Schtund.

Nur EINE kennt Zyt ... au de Grund.

Heb kei Angscht, ... s wird scho rächt cho.
     ER, ... ganz obe, ... wird zuenis schtoh.

                                                                         
Februar 2013


Schicksals - Deutung                                 Besinnlich

Schicksale scheinen unergründbar zu sein.

Mancheines ist seltsam tragisch , voller Pein.


Letzteres dränget uns zur Frage,

was sind die Gründe solcher Plage ?


Das Grübeln danach lässt uns keine Ruh.

Wir meinen, wir hätten das Recht dazu.


Wir wagen es gar den Richter zu ahmen,

fallen dabei völlig aus dem Ramen.


Denn: ... Unklare Fakten zu werten ist hässlich, ..

gar Schlüsse daraus zu ziehen, .. grässlich !


Der Spielraum unseres Deutens ist klein.

Urteilen mag verwerflich sein.


Gott ..... Schöpfer über uns aller Leben.
ER könnte uns die Antwort geben.


Dass wir sein Wirken nicht immer versteh'n,

mag er .... uns gnädig .... überseh'n.



                                                                                     November 200


 


S‘
schleckmaul Eugen auf Reise                    Zeitgeschehen
 

Eugen hatte ein Problem.....

bemühte sich, es anzugeh'n.

Sein grosser "Tick" nach Schokolade

wurde ihm zur Dauerplage.

Beherzt sprach er bei Marlies vor,

sie dabei eindringlich beschwor

in seiner Not ihm beizusteh'n;

Mit "Schöggeli" ihn zu versehn.

Marlies ... meistens gut gelaunt,

war über Eugens Tun erstaunt.

Für sie war klar ..... Aus ihrer Sicht

reichte der Vorrat an Schöggeli nicht.

Die meisten dieser süssen Dinger

rieselten durch Eugens Finger.

Da andere auch ins Körpchen griffen

war der Vorrat rasch vergriffen.

Anderntags geschah's ... Oh graus !

brach Eugens Lust schon wieder aus.

Diesmal nach echter Linzer-Torte .....

Er meinte <Marlies kennt die Sorte !>

Marlies ... nun zornig und entsetzt,

fühlt sich verschaukelt und verletzt.

<Du! ... Eugen! ... jetzt hab ich genug ! ...

Du bist doch... meine ich... Manns genug

dir Linzer-Torte zu besorgen.

Ich wollt, ich hätt' nur deine Sorgen.>

Und die Essenz von der Geschicht...

ein Missverständnis von Gewicht:

Beide gingen getrennt einkaufen ...

natürlich Linzertorte zuhaufen.

Das Resultat ? ....Ihr könnts euch denken ...

Ihr Wortstreit sprengte alle Grenzen.

Doch, schon am nächstfolgenden Morgen

war Eugen scheinbar ohne Sorgen.

Zum Tee gab s für alle Linzertorte.

Eugen war schon wieder " Hahn im Korbe " .

Was meint ihr ..... soll man dazu noch sagen ? .....

Beschwichtigung geht durch den Magen !.

                                                                                                                                            Mai 2013


 


Schnällläbigi Zyt
                                               Zeitgeschehen

S isch Zyt ! ... die Mahnig mag di schtöre.

Versuech... s Wichtige drususe z ghöre.

Und schick di dry, s isch bsunders wichtig

me wählt und nützt si Zyt, zytrichtig.

Luege mer zrugg ... i d Jugendzyt.

Wie wyt sie doch scho hinder is lyt !

Was hämmer denn ned alls usgheckt, ...

vil Schabernack deby entdeckt.

Mängs hämmer bosget, ... au verseit.

S' letschtere, hets ned vertreit.

Hets dir de Ärmel inegnoh,

ungschtroft bisch sälte durecho.

S isch nüm so jetzt ... s isch längscht verby.

Das sind ganz anderi Zyte gsy.

Sithär sind dutzendi Johr vergange,

sind Schpure vom Läbe an eus bliebe hange.

Nur z rasch simmer erwachse worde,

händ griefet und grauet ... ned ganz ohni Sorge.

Au, wemmer jetzt no ned uralt sind,

mir schtönd nümme schtämmig im Gägewind.

Mir wünsche, mir bliebe im Dänke frei.

Denn, isch eus d Wält ned einerlei.

Mir hoffe, s Läbe wärd wyter goh.

Letschtändlech chunnts doch wie s muess cho.

Niemer weiss wie lang s no duret.

Bedächtig wird no wyter gschpuret.

Niemer weiss wie lang s no goht ...

De Schnuf je länger noche loht.

Heb kei Chummer! ... S wird guet cho!

Mir alli müend die Wält verloh.

Eus überdeckt d Vergangeheit ...

D Seel findet heim, i d Ewigkeit.

                                                                                                                                  Okt./Nov. 2010


 


Ski - Langlauf                                                                   Sport

Heja ! ..... Es ist Winterzeit.

Berg und Tal sind tief verschneit.

Fast lautlos zieh'n wir in der Spur.

Tal auf ..... Tal ab ..... durch Wald und Flur.

Entlang den Bächen, mit Büschen besäumt

und Bäumen ... im Rauhreif glitzernd ... verträumt !

Aufsteigender Dunst , im Glanz der Sonne.

Sie weckt und belebt uns ... welch eine Wonne !

Lustvolles Laufen, im Takt , dies beflügelt;

besonders in Spuren, als wär'n sie gebügelt.

Wir wechseln im Gleitschritt ... vom Schatten ins Licht.

Der Winterwald selbst ist ein wahres Gedicht !

Den Langlauf geniessen, mit all seinen Reizen.

Es würde was fehlen, gäb's da nicht auch Beizen.

Hier ruhen wir aus in geselligem Kreise ...

bis eine Stimme mahnet ... weise.
Langlaufen geschieht in der Natur.
Drum ... Auf ! ... und wieder in die Spur.
                                                                                     
Dezember 200


 


Ski – Waldloipe       (ODE)                                               Natur

Weiss - vermummt ruht die Natur.

Zügig zieh' ich meine Spur.

Dicht fällt der Schnee ... in satten Flocken.

Ich lass mich in den Wald verlocken.

Bezaubernd schön ist es da drin,

betörend für all' meine Sinn'.

Bäume .. Bäumchen .. Tannen .. Tännchen,

weissgetünchte Stämme .. Stämmchen.

Büsche, Sträucher, versunken im Schnee.

Tanzende Flocken.. wohin ich seh'.

Weiter trimm' ich mir die Spur,

der Ski Geräusche höre ich nur.

Und auf und ab .. rundum .. gradaus,

ich wähne mich im Wald zuhaus.

Dort lauscht ein Reh... abseits und scheu.

Ob es sich sehnt nach frischem Heu ?

Ein Sonnenstrahl durchbricht die Wolken,

drängt sich verwundert in den Wald.

Wer wohl die tiefe Spur mag bahnen ?

Ein Ausgeflippter ? ... jung an Jahren ?

Neindoch ... es ist ein alter Mann.

Vielen bekannt im ROTHOLZ - TANN.

Er müht sich ab an Wintertagen ...

beschildert Loipen ... geht sie pfaden.

Und dies bescheiden,wie er ist... uneigennützig... ein Idealist.

Ich kannte ihn. Mir war es Pflicht ihm zu widmen dies Gedicht.

Ernst Oberholzer war sein Name ... Skiläufer noch mit 90 Jahre.

Ernst war verliebt in die Natur. Längst fehlt im Rotholz seine Spur.

                                                                                                                                               Juni 2002
Ein dutzend Jahre sind verstrichen ...

Meinem Gedächtnis nicht entwichen

ist Ernst ... mein alter Kamerad ...

den ich nie vergessen mag.
                                                                                                         
Mai 2014


           

 


S'Wanderer - Bänkli
                                                        Natur

I weiss dir es Bänkli

us chnorzige Brätter.

Es schtoht hübsch am Wäg

und trotzt jedem Wätter.

Lauf ned dra verby,

es lad't dy doch y,

wott dir zum Nutze,

din Gaschtgeber sy.

De Usblick vom Bänkli isch wunderschön,

bsunders bi sichtigem Wätter, bi Föhn.

Din Blick schweift dur Täler, über Hügel, i'd Bärge.

Wunderbar üsi Heimet, es Bijou of Ärde !

Falls de Lindebaum hinder dir no blüeht,

stärkt en feine, heilende Duft dir's Gmüet.

Ziesch du de Duft teuf i dich ine,

glaubsch wie in Trance,die Wält sig dyne.

Das Bänkli git dir au innere Rueh.

Bruchsch du sy bsunders, mach d'Auge zue !

Du g'hörsch d'Grille zirpe und d'Vögeli singe.

En laue Luft bringt y dir d'Sehnsucht zum schwinge.

En fridleche Schlof nimmt dich i'd Arme.

het mit dir, müedem Mönsch , erbarme.

Im Traum gosch du en wyte Wäg .

Wachsch wider uf, bisch mega zwäg.
uf dim vilecht no wyte Wäg.

 

Nov. 2008


  

Veli send gange                                                        Besinnlich

Veli send gange.I be anene ghange.

Teuf i mer inne man i meh a si bsinne.

I bsinne mi wyt i vergangeni Zyt.

I füehl mi verlasse.S'isch mängs am verblasse.

Schtill ischs um mich worde, liebi Mitmönsche gschtorbe

und de Zytpunkt isch noh,wo die nöchschte müend goh.

Mängs Läbe tuet ände wie ne Cherze verglimmt.

S 'goht s Lüchte verlore. Ob s "Änedra" so schtimmt ?

Lueg teuf i d Natur,i das Cho und das Goh.

Sie tuet sich entfalte und esch ned ufzhalte.

Veli Mönsche sind gschaffig und gnüegsami Gniesser.

Doch s'git no d' Schmarotzer und anderi Schpiesser.

Was ich der will säge ? Vilecht chunt's der ned gläge.

Chasch's Läbe ned chaufe, früeh gnue isch's abglaufe.

Wo,sind sie denn alli ?. Gott weiss es bloss.

Mer hoffid geborge i sim ewige Schoss.

Veli sind gange. I be anene ghange.

Teuf i mir inne will i meh a si bsinne.

    August 2009


  

Velofreuden                                                                       Sport

Wer wohl hat sie noch nie erfahren,

die Leidenschaft am Velofahren.

Sei es allein, sei es zu zweit,

oder im Tross, in Geselligkeit.

Auf dem Stahlrösschen bist du beweglich,mobil.

Kein ander Gefährt findt so lautlos zum Ziel.

Dabei entdeckst du die heile Natur.

Du brauchst keine Strasse, ein Strässchen nur.

Mag sein dir genügt es Radbummeln zu geh'n,

durch Wälder, Fluren, entlang Flüsse und Seen.

Vielleicht aber willst du gefordert sein,

auf dem Velo ein Kämpfer ..vorn .. allein.

Du sausest, als ob auf der Flucht vor dem Sturm,

tief über dem Lenker, gekrümmt wie ein Wurm.

Du windest dich hoch an Bergen und Hügel

und kurvest hinunter, als hättest du Flügel.

Du fühlst dich zufrieden, bist mega in Form;

ein Tausendsassa,zum Radeln gebor'n.

Das VELOFAHREN ist heute "IN" .
Ein FREIZEITSPORT von grossem Sinn .

Das Velo ..... ein fahrendes FITNESSZENTER ....

für den jüngsten Spross .... bis hin zum Rentner.

 

Dezember 1989


 



Verlegenheitsworte Ding / Dingsda             Zeitgeschehen

"Ding" ....oder "dingsda".... sind uns allen bekannt.

Sie liegen im Trend ,dem Trend ohne End.

Ein Redner, der das Wort "Ding" nicht findt,

sich dadurch in Bedrängnis bringt.


Das Wort "Ding" löst Verlegenheit, hilft dir aus der Klemme,

ist dir Befreiung aus geistiger Enge.

Lange Sprech-Pausen werden dem Redner zur Schmach.

Sie verursachen Spannung und die Zeit liegt brach.


Dem Redner ist "dingsda" die verbindende Brücke,

dem Alleskönner aber lästige Lücke.

Was sagen wir mit "Ding" doch nicht nicht alles aus.
Hörst du es all zu oft, wirds dir zum Graus.


Neindoch ! ..... Ich meine .... auch du wirst älter.

In deinem Gehirn wird es dann etwas kälter.

Du brauchst "Ding" und "dingsda" gefliessentlich mehr.

Sie sind dir wie Rettung ...geht es anders nicht mehr.


Ja, das Alter ..... du weisst es ... hat viele Seiten.

Versuche dich von den schönen zu leiten.

Und purzelt dir manchmal was kurz aus dem Sinn ......
dann schliess diese Lücke.... ganz einfach !.... mit "Ding" !


   August  2009


 

 

Wätter- Ussichte                                                         Natur

Sit Tage händ d Wätterfrösch Neuschnee versproche.

I mas nömme ghöre, tue trotzdem no hoffe.

Denn: Einisch, meint ich, isch es doch e so wyt,

dass,per Zuefall, en Träffer drinne lyt.

Loset ! So het die Gschicht agfange:

En Langlauftag isch z'ändi gange.

De Fredel het guet Nacht gwünscht,deby no gseit:

Gäll Paul, luegsch hinächt au use wie's schneit.

Sicher !; han i glachet. Mich chruslets im Bluet,

wenn ich useluege und 's schneie tuet.

Glaubet mer's doch ! .. I tuene ned lüge.

Das chan euch mini Frau bezüge.

Wenns znacht afot schneie ... ond schtürmt um all Eggä ..

ben i am Morge komplett of dä Weggä.

Werum ?`.. I muess fliessig as Fänschter schlieche,

ond bange und hoffe s'tüeg ned nor de gliche.

Alles Schlieche n as Fänschter het hüt znacht nüt gnützt.

Anschtatt gschneit het's am Morge n am sibni no "gschprützt".

Erscht jetz tuets dry flocke. S isch würklech a Fruscht !

Mech bringsch hüt ned use. I han e ke gluscht.

S'Wätter macht eigetlech immer was s wott.

Isch lunisch und schtur, i sim eigene Trott.

Andersch gseit, chasch über alles brichte.

Doch uf Wätter-Prognose tuesch gschyter verzichte !

März  2010


 


 

Winterwald                                                              Natur

Die Wolken ziehen .. grau und schwer.
Es schneit. Der Wind weht steif daher.
Schneepflüge rumpeln durch die Wege.
Gepfadet werden Strassen, Stege.
Sachte der junge Tag erwacht.
Mancheiner grosse Augen macht.
Drinnen halt ich's nicht mehr aus.
Mich packt die Lust. Ich muss hinaus,
ergreif mir meine Langlaufbretter
und stürz mich in dies garstig Wetter.
Der Wind legt los ... von allen Seiten.
Er hindert mich am Geh'n und Gleiten.

Was hat der sich wohl vorgenommen ?
Da könnte ich was abbekommen.
Nichts hält mich auf und allsobald
erreiche ich schützenden Wald.
In seinen Wipfeln rauscht und stiebt's.
die hohen Stämme ächzend biegt's.
Unten ist alles wie verwoben,
Büsche und Sträucher tief gebogen.
Die Baumäste ausladend ... weit- verzweigt
und Schnee  beladen ... zu Boden geneigt.
Tierspuren bald voll überdeckt.
Das Wild im dichten Gehölz versteckt.

Ich schlurf' mir eine tiefe Spur,
fühl mich umarmt von der Natur,
wate dahin,umhüllt, beschneit,
vergleichbar dem Urmensch eisiger Zeit.
Die hohen Büsche  verengen sich.
Sie schütteln sich aus, gleich über mich.
Winterwald ... im Schnee versunken.
Dich zu durchstiefeln macht mich trunken.
Mit Worten nicht zu wiedergeben,
so Schönes musst du selbst erleben.
Die Flocken tanzen und schaukeln, wie Flaum ...
versinkend ins mollige Weiss ... ein Traum !


 

    August 2002


Zeit                                                                                        Besinnlich            

In deinen frühsten Jugendjahren

- noch unbeschwert und unerfahren -

warst du noch keineswegs bereit

dich einzubinden in die Zeit.

Dies half dir  auf die Dauer nicht.

Zusehends nahm man dich in Pflicht.

Die Schule war ein erstes Ziel.

Zeit und Sorgfalt galten viel.

Nur langsam konntest du versteh'n,

ohne Zeit würde nichts mehr geh'n.

Unnütz war dein Versuch zu kneifen.

Du musstest lernen zu begreifen.

Die Worte ... WAS ... WO ... WELCHE ZEIT !

wurden dir zum Wegbegleit.

Heute sind sie das Fundament im Zeitenlauf,

den niemand hemmt.

Hast du einen tiefen Traum ?

Deute ihn und gib ihm Raum.

Gib ihm Raum und lass dir Zeit.

Sie, hält die Lösung dir bereit.

Lass deinem Denken freien Lauf.

Gib deinem Wirken langen Schnauf.

Das Leben schenke dir Zeit genug.

Nütze sie ... sei dabei klug.

Du brauchst auch Zeit dich auszuruh'n.

STILLE zu leben ... nichts zu tun.

Dies will deiner Seele gut,

schafft frischen Geist und schenkt dir Mut.

Willst du dein Leben reif besteh'n,

wirst du  Zeit nie überseh'n.

Gute Zeit führt dich zum Glück ...

verlorene kehrt nie zurück.

Das Rad der Zeit, es wird sich dreh'n,

unaufhaltsam, nie stille stehn.

Einmal ... am Ende deiner Zeit

nimmt dich auf die Ewigkeit.                                                                                      Nov. 2011

                                       

                
Zeitgeist Terror
                                                  Zeitgeschehen

 

Warum Terror und all die Kriege,

wo doch die Völker wünschten Friede.

Warum so viel unsäglich Not,

Mühsal, Zerstörung, Hunger,Tod.

 

Die Gleichgewichte unserer Welt

sind arg verschoben und verstellt.

Die Macht des Geldes triumphiert .....

Daneben Armut, die irritiert.

 

Geredet wird viel wie noch nie,

von Freiheit und Demokratie.

Analysiert man offen - kritisch,

sind viel der Ziele machtpolitisch.

 

Hält dieses Unrecht endlos an,

führt Machtgebar'n zu finst'rem Wahn.

Terror -- als Trotzreaktion --,

seh'n Täter gar als Mission.

 

Wir Menschen greifen nach den Sternen.

Stattdessen müssten wir erst lernen,

uns're eig'ne Welt zu ordnen,

für mehr Gerechtigkeit zu sorgen.

 

Die Umwelt zu hegen und zu pflegen,

das eig'ne Ego abzulegen

Handeln wir eh' es zu spät.

Wir ernten das was wir gesät.

 

April 2004


 

 

Zeitzirkel                                                                  Zeitgeschehen      

 

Sie geht nur vorwärts, unsere Zeit .....
Dahinter bleibt Vergangeheit .

Die Zeit, sie eilt ... und wir mit ihr .....
Verlier sie nie ... das rat' ich dir.

Die Zeit ist uns ein kostbar Gut .....
Wohl dem der dies beachten tut.

Die Zeit selbst lässt dich nie im Stich .....
Erkenne dies ... bemühe dich.

Fehlt dir Zeit,  die wichtig war .....
ist dein Durchblick in Gefahr.

Lernst du nichts aus der Vergangenheit .....
ist dies Leerlauf - Stillstand - verlorene Zeit.

Nicht immer bleibt gut, was richtig war .....
Die Gegenwart stellt vieles klar.

Erfahrung ist ein hohes Gut .....
Sie umzusetzen braucht Zeit und Mut.

Sind deine Spuren tief und klar ....
nimmt man sie wahr ... noch zahlreich Jahr.

Für all dein Wirken nimm dir Zeit .....
Sie ist auch Weg zur Ewigkeit.
 

 

Juli 2013


 Manchmal                                                     Besinnlich

 

Manchmal im Leben bleibe ich stehn

und zaudere ... vorwärts zu geh'n.

 

Manchmal steh ich am Scheideweg

und frage mich ... wohin er geht.

 

Manchmal kann ich es nicht versteh'n

was andern Schweres ist gescheh'n.

 

Manchmal beschämet mich mein Hadern,

wenn ich erkenn was andere tragen.

 

Manchmal ... mein Gott ! ... möcht ich verzagen ...

bleiben mir noch offene Fragen.

 

Manchmal verweile ich im Stillen,

um zu ergründen deinen Willen.

 

Manchmal stoss ich an falsche Grenzen.

Ich möchte sie alle niederschränzen.

 

Manchmal ... mein Gott ! ... fühle ich mich gross ...

geborgen in deiner Weisheit Schoss.

 

Manchmal frage ich mich ... scheu und leise ...

werde ich ... je älter ... gleichsam weise ?

 

Wie immer auch das Leben sei ...

Ueberraschungen sind mit dabei.

 

Nebst Zeiten voller Freud und Staunen,

plagen uns auch mal misslich Launen.

 

Mag's um uns ... in uns ... trübe sein ...

MS'hellt wieder auf ! .... Vertrau'n wir d'rauf !
                                                                                                                                                                                                                      Mai 2007


  

Herbst                                                           Natur

Der Sommer nahet seinem Ende.
Der Herbst ist Uebergang und Wende.
In der Frühe ist es neblig - kälter.
Ein Zeichen ... auch das Jahr wird älter. 

Es wird geerntet auf den Feldern.

Bald geht die Jagd auf in den Wäldern.

Der Herbst entfaltet seine Pracht...

Die Farben-Poesie erwacht !
 

Wie herrlich sind doch diese Tage !

Sie zu geniessen ist mir Gnade.

Zieht die Sonne dann tiefer ... in feu'riger Bahn ...

diese Stimmungen haben's mir angetan.

 

Der Saum der Wälder verliert sich im Schatten.

Die Sonne versinkt hinter Hügel und Matten.

Ein stolzer Milan zieht spät seinen Kreis.

Sucht der noch  Beute jetzt ? ...  Wer weiss !

 

Es füllt sich der Abend ... zu friedlicher Stunde.

Die Grillen im Gras "begeigen" die Runde.

Die Herbstzeitlosen engen sich ein ...

öffnen morgen sich wieder dem Sonnenschein.

 

Du ... Herbst ... Juwel goldener Tage,

bist nur noch kurz auf buntem Pfade.

Bald wechselt ab dich ... still und leis ...

Väterchen Frost ... dies "Weiss in Weiss !"

                                                                                                                                     September  2014 


 

Die Sonnenblume                                 Natur

 

Die Sonne strahlt vom Himmel.Ich streife übers Land.

Von fern seh ich im Morgendunst, ein golden-schimmernd

farbig Band.

 

Komm ich dem "Rätsel" näher, bin mega ich entzückt.

Tausende Sonnenblumen

sind auf dem Feld zurechtgerückt.

 

Stolz stehen sie in Reihen .. in wunderschöner "Tracht".

Ausgerichtet nach der Sonne ...

Pure Natur ! ... Welch eine Wonne !

 

Nur eine aus dem Blumenmeer hat es mir angetan.

Gewinnend ... warm ... mit hellem Lachen

empfiehlt sie mir, ihr's nachzumachen.

 

SO, kann ich mich ihr nicht entziehen ...

schon gar nicht lieblos ihr entfliehen.  Kurz entschlossen,

unverdrossen, halt' ich die Blume fest umschlossen.

 

Ich habe sie zu mir genommen. Im Herzen dabei

lieb gewonnen. Sie ist für uns DER Sonnenschein ...

hat ihren Platz bei uns daheim.

 

 

Freudvoll blüht sie in der Stube

und schenkt uns weiches, warmes Licht.

Sie schenkt so viel an Freud und Wärme.

Solch eine Blume vergisst man nicht.

 

 

 

             Oberentfelden, 13.09.2015 / Paul Flückiger/Flü

 

            

 

 

C      

SITZBÄNKLI - MANGEL                                  Zeitgeschehen

 

Churzum isch es mir  passiert.  S chönnt sy,  dass euch das interessiert:
S isch amene früene n Obe gsy.     ... Mild ... luftig ... no by Sunneschy.
Has Plätschere vom Wasser ghört ... en fiene Sound wo niemer schtört.
D Chinder händ no Fangis gmacht ... händ lärmig durenanderglacht.

Noch am Bach hani entdeckt: Do isch es Bänkli, halb verschteckt.
Froh, hani von em Bsitz ergriffe .... bin uf em rechts nach use  gwiche.
I ha drum dänkt ... no voll im Schnuf ... vilecht wot do no öpper druf.
Minute schpöter ... i has ned zellt ... händ sich zwöi Lütli zue mer gsellt.

Ifrig simmer is Brichte cho. Si hämmer gseit, ich sölls verschtoh...
Si sige nümme so guet z Fuess ...  z wyt laufe müesse wär e Buess.
S Alter miech halt sini Schpure ... Es nützi nüt, sich no z bedure.
Um s Bänkli sigets aber froh ...  ohni  chönntets gly nüm  usegoh.
Es wär au guet, s gäb no meh Bänkli. Dranane gäbtets au paar Fränkli.

Vilecht gits öpper wo sich schtört, wenn er vom Bänkli-Mangel ghört.
Eis schponsere wär mega-guet ... Mag sy, s chäm schpöter ihm no z guet.
      Schtiendi das Ding am rächte Fläck,..  wärs hübsch.. und sälte voll vo Dräck ....
I gib der mini Garantie: Das Bänkli würd' nie einsam sy.

 

                          

                                                                                        September 2014


 

 

Ruhestand                                                    Zeitgeschehen

Ruhestand! .. Ein grosses Wort. ..
Musik für seine Ohren.
Er fühlte sich befreit .. gelöst,
wähnte sich neu  geboren.

Er freute sich im Jetzt und Morgen.
Freude verdrängte seine Sorgen.
Auch blieb ihm Musse nun und Zeit.
Die Freiheit war für ihn  bereit!

Wie war das schön ! ... So früh am Morgen
noch liegen dürfen ... sich nicht sorgen.
Jetzt mussten jüngere ihn ersetzen,
und er nicht mehr zur Arbeit hetzen.

Jahre sind seither vergangen,...
durch neue Pflichten er gefangen.
Pensioniert sein ist kein Pappenstiel !
Gelegentlich wird's ihm zu viel.

Fragt man ihn, was sein Herz begehrt ...
seufzet  aus ihm ... etwas beschwert:
Ich hab'  so vieles noch zu tun.
Mir fehlt sogar die Zeit zu ruh'n.

Und .. die Essenz aus der Geschicht:
Tue nur, was wirklich wichtig ist.
Vermeide Unrast ... halte an.
Nichts tun ist manchmal wohl getan.
Verschwende niemals deine Zeit ...
Zeit  ist auch Pfad zur Ewigkeit.

 

Oktober 2014

  

 

Schneemangel                       Natur

 

Heia... herjeh ... Wo ist der Schnee ?

Wo bleibt sie schon, die weisse Fee !

Wie war das toll ! ... vor XX Jahren ...

mit seinesgleichen Schlitten fahren.

Schon im November gab es Schnee.

Jetzt dieser Mangel. ... Mir tut's weh !

 

Schnee weckte in uns die Fantasie ...

zugleich sportliche Energie.

Auf Fassdauben ... festgeschnallt ...

sausten wir runter ... kraftgeballt.

Jetzt fährt man Ski,hätte es denn Schnee ...

Doch dieser fehlt ... Das tut mir weh.

 

Schneemangel gibt's auch in den Bergen.

Ich frage mich ... was soll nur werden ...

"Skilifte"  bauen sie noch immer ....

An Klimawandel denkens nimmer.

Jetzt produziert man sogar Schnee.

Ich kanns nicht fassen ... Mir tut's weh.

 

Die Wetterfrösche jammern auch ...

Bei denen wird es gar zum Brauch.

Und wir ? ... Wir hören noch auf sie ...

lmmer die gleiche Melodie;

Sie kommt schon noch .. die weisse Fee.

Wer's glauben kann ... dem tut's nicht weh.

 

Dezember 2014

Die    Sonnenblume                                 Natur

 

Die Sonne strahlt vom Himmel.Ich streife übers Land.

Von fern seh ich im Morgendunst, ein golden-schimmernd farbig Band.

 

Komm ich dem "Rätsel" näher, bin mega ich entzückt.

Tausende Sonnenblumen sind auf dem Feld zurechtgerückt.

 

Stolz stehen sie in Reihen .. in wunderschöner "Tracht".

Ausgerichtet nach der Sonne ...Pure Natur ! ... Welch eine Wonne !

 

Nur eine aus dem Blumenmeer hat es mir angetan. Gewinnend ... warm ... mit hellem Lachen empfiehlt sie mir, ihr's nachzumachen.

 

SO, kann ich mich ihr nicht entziehen ...schon gar nicht lieblos ihr entfliehen.  Kurz entschlossen, unverdrossen, halt' ich die Blume fest umschlossen.

 

Ich habe sie zu mir genommen. Im Herzen dabei lieb gewonnen.
Sie ist für uns DER Sonnenschein ...
hat ihren Platz bei uns daheim.

 

 

Freudvoll blüht sie in der Stube und schenkt uns weiches, warmes Licht.

Sie schenkt so viel an Freud und Wärme. Solch eine Blume vergisst man nicht.

 

 

 

             Oberentfelden, 13.09.2015 / Paul Flückiger/Flü

 

Mutter  (z.Muttertag)                                 Besinnlich

 

 

Mutter! ... In meine Seele strahlet Licht von dir,

ein Liebreiz ... so ... als wärst du neben mir.

 

Wie war es da ... vor etlich dutzen Jahren.

Geduld und Liebe durfte ich erfahren.

 

Von dir ... die mich fürsorglich hat beschenkt.

Durch meine Jugend liebevoll gelenkt.

 

In allen Lebenslagen hast verstanden ...

so selbstlos ... liebend ... ohne Scheu im Handeln.

 

Ich weiss mir keinen schöneren Hort,

als den mit diesem lieben Wort .... MUTTER !                

 

 

                     Mai 2014

 

Früehligs -  Drang              

 

De Früehlig loht eus ned lo schtoh.

En erschti Hürde het er gnoh.

Chalti Nächt ... die packt er au

samt isigem Näbel und gfrorenem Tau.

 

En rauhe  Winter isch es gsy...

Schturm, Schnee und Chälti mit deby.

Viel z früeh händ s scho in Garte welle,

die überifrige Bünte-Gselle.

 

Die, wo s ned händ chönne loh ...

sind doch no churz zum Pflanze cho.

I be rächt gschpannt was do drus wird.

S goht mängs denäbe, wenns pressiert.

 

Es het mer träumt s sig Früehlig gsy.

de Winter no zrugg bliebe.

Im wache Zueschtand schtelli i fescht,

s isch gar ned übertriebe.

 

Werum ? ... D Natur isch hindedry.

Tagtäglech fallt s mer uf.

S Nochber s Gras isch jetz no z'nieder,

dorum de Chüehne s weide z'wider.

 

S gröbschte vom Winter isch verby.

Letschtändlech zieht de Länz doch y.

Noh-dis-noh muess mer verschtoh:

De Früelig chunnt ... wenn er will cho.

Sin Drang deby wird nie erschlaffe.

Er bliebt jung ... Mir wänds au schaffe.

 

 

               November.2015

 

De Samichlaus mit sinere Fee                       Natur

 

Es hämmeret en Schpächt am Baum,
de Schnee fallt weich vom Ascht.
Mir schtübt das chalte Wiss is Gsicht ...
verleitet mich zur Rascht.

 

Ich setz mich ufe n en alte Schtrunk,
sinniere vor mich äne.
Wie wunderlich isch d Einsamkeit ....
Es Märli ... wie vo "Däne".

 

Es flöcklet lies uf Bäum und Büsch.
De Wald isch es Gedicht.
Im dämmerige faade Liecht
isch jedes Äschtli gschmückt mir Fiecht.

 

Im Unterholz fohts afo dunkle.
Mir isch ich gsech diffuses funkle.
Bim lange luege schlof ich y ....
en Fatamorgana mit deby.

 

Es Schtöberet und schtübt vom Baum ...
das weckt mich us mim churze Traum.
Ich weiss: Ich ha die beide gseh ...
De Samichlaus mit sinere Fee.

November 2015

  Flüchtlingsdrama                         Zeitgeschehen

 

  Dies' Elend ist gewaltig gross ....
  die Wucher in des Teufels Schoss.
  Was haben wir nur falsch gemacht .....
  Dies Unrecht wuchs nicht über Nacht.

  Irrungen dieser Dimension aufhalten zu wollen
  ist kläglicher Hohn.
  Flüchtlinge erdulden Strapazen und Leiden ....
  Seelische Merkmale die zeitlebens bleiben.

  Der Ursprung der Wucher liegt weit zurück ....
  Ein Drama, das die Welt bedrückt.
  Wir sind gehalten daraus zu lernen,
  sonst lässt sich Unbill nie entfernen.

  Neue Kriege, Ausbeutung, Missbrauch und Macht,
  wäre, was vieles noch schlimmer macht.
  Es muss uns gelingen Nutzbares zu teilen
  und nicht egoistisch uns zu verkeilen.

  Schaffen wir diese Hürde nicht,
  versagen wir in wichtiger Pflicht.
  Friede ... ist das Brot der Liebe.
  Backen wir Brot und leben wir Friede !

 

                                                             November 2015