sonny4animals - hilft Tieren in Not

 

 

S C H A D E, s e h r  s c h a d e ...

 

...finde ich es, wenn Zeit und Energie in die Formulierung eines Berichtes investiert wird, der veröffentlicht werden soll, man die entsprechende Zeitschrift am Erscheinungstag kauft und feststellt: Es sind nur Fragmente des eigentlichen Berichtes veröffentlicht. Besonders ärgerlich, wenn die fehlenden Zeilen auch noch entscheidende Aussagen in sich bergen.

Schade, besonders wenn der Inhalt des Berichtes sich mit den Grundproblemen eines Themenheftes befaßt. Oder?

Da frage ich mich natürlich, wie wohl die anderen eingesandten Briefe und Berichte aussahen und was von ihnen  dann gedruckt wurde...

Unten der gedruckte Bericht in der Zeitschrift DER HUND / MEIN HUND 1/2007 - darunter mein Original - der Einfachheit halber habe ich die weggelassenen Passagen fett gedruckt.

Mit dem Beitrag sollte etwas erreicht werden. Er sollte im Sinne dieser HP aufrütteln, zum Nachdenken und eventuell zur Hilfe anregen. Wenn dann aber auch noch die Internetadressen falsch gedruckt werden und diese Seite z.B. gar nicht erreicht werden kann, dann ist das gelinde gesagt eine Sauerei, besonders, wenn es sich hier auch noch um eine renommierte Tierzeitschrift handelt...

 

 

 

 

 

 Es ist schon seltsam: Die meisten von uns wissen, dass es in bestimmten
 südlichen Ländern Europas nicht weit her ist, mit der Tierliebe.
 
Besonders Hunde und Katzen sind von diesem Verhalten betroffen.   Wen wundert es also noch, dass das Elend dort auch in Richtung Tierquälerei besonders heftig ist. Mag sein, dass es auch in unseren Breiten Tierquäler gibt – das ist unbestritten. Mag auch sein, dass sich viele Urlaubsreisende sich ihres Vierbeiners in der Fremde entledigen. Es geht hier auch nicht um Schuldzuweisungen.

 Es geht um Tiere – explizit um Hunde in Spanien in diesem Bericht.
 Um Hunde, die ausgesetzt wurden, Hunde die von ihren Haltern angekettet
 zur Bewachung riesiger Grundstücke hinterlassen werden, ohne das für die
 Tiere Nahrung oder gar eine Unterkunft vorhanden ist – Hunde, die aus
 nicht nachvollziehbaren Gründen sadistisch gequält werden
wobei das in
 Spanien schon nahezu „traditionelle“ an-den-Baum-hängen  der Hunde (wo sie, wenn sie nicht rechtzeitig gefunden werden, ganz langsam und qualvoll ersticken...) sehr verbreitet ist –
Hunde, denen man aus lauter Lust am Quälen leere (scharfkantige!) Konservendosen über das Maul gestülpt hat... es ist eine endlose Kette von immer neuen, sadistischen Quälereien, von immer wieder neuen und grausamen Foltermethoden.
 Es geht aber auch um die Menschen
, welche die Bezeichnung Mensch noch
 verdienen.
 Menschen,
die sich nicht nur engagieren, sondern ihre ganze Kraft und
 Energie für diese Tiere einsetzen. Menschen, die das Wenige, das sie
 haben, hergeben, um diesen geschundenen und gequälten Kreaturen zu
 helfen.
 
Menschen, denen die Gesellschaft ihre Hilfe trotzdem versagt und die schon deshalb unsere Hilfe und unsere Aufmerksamkeit verdienen.
 Der kleine Verein SOS-Animals-Granada zum Beispiel hat nur wenige
 Mitglieder. Er setzt sich für die Straßenhunde in Granada ein. Sie sind
 zum Teil arbeitslos und trotzdem schaffen sie es immer wieder, Hunde von
 der Strasse zu holen um sie zu beherbergen und damit vor dem sicheren
 Tod zu retten.
 Natürlich fehlt es an allem.
 
Die Menschen vor Ort finanzieren diese Hilfe aus ihren eigenen, oft
 recht bescheidenen Mitteln - viele sind wie gesagt arbeitslos.
 Mittlerweile sind ca.50 Pelznasen, wie die Hunde liebevoll genannt
 werden, untergebracht. Davon war ein Galgo sogar trächtig. Die Hündin hat jetzt ihre Rasselbande behutsam auf die Welt gebracht und nun ist die „Herberge“ überfüllt.
 Dazu kommt im Oktober 2006 das AUS für den kleinen Verein von
 Idealisten: die Gelder und Kräfte sind erschöpft.
 In ihrer Liebe zu den Tieren haben die Menschen vor Ort in Spanien
 Schulden gemacht und jetzt ist der Punkt erreicht, wo es ohne fremde
 Hilfe nicht mehr weitergeht.
 Die Tiere werden wohl in ein spanisches Tierheim müssen – und da werden
 sie in aller Regel nach zwei Wochen eingeschläfert.
Egal ob es alte
 Herrschaften sind, oder 12 Wochen alte Welpen.
 
Da ist dann Endstation für die Hunde, die in ihrem Leben so vieles haben erdulden und erleiden müssen – angetan von Menschen. Die sich von Stöckchen und Steinen ernährt haben, weil sie angeleint waren und sie nicht versorgt wurden – zum Skelett abgemagert. Die auf nacktem Felsen die eisigen Winternächte überstanden haben und mit stumpfen Augen und hoffnungslosem Blick traurig ihre Retter ansahen und nicht wussten, was ihnen da geschah. Endstation Todesspritze.
 Und ihre Retter, die alles gaben, was sie hatten. Die nächtelang bei den kranken Tieren wachten, die Fliegenlarven einzeln aus den eitrigen Wunden holend, weil nicht genug Geld zur Verfügung war für ordentliche Medikamente. Eine von ihnen war schwanger und verlor ihr Kind durch die Anstrengungen, die Tiere zu retten.
 Sie werden weitermachen, wenn sie unterstützt werden – draußen, weit
 hinter Granada in Guadix – aber sie werden auch weiter weinen, für jedes
 Tier, das auf so unsinnige Weise geopfert werden soll. Und manchmal auch
 aus Wut und Scham, zu einer Spezies zu gehören, die Raketen zum Mars
 schickt und Atombomben baut aber sich nicht um Lebewesen kümmert, die
 man ihnen anvertraut hat.
 
Ich kann sie gut verstehen.
  
 Jochen Giebelmann



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