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Was eine Magersucht (Anorexia nervosa) bedeutet muss ich wohl nicht erklären! Möchte dieses auch nicht, da sowieso jeder weiss worum es sich handelt und es schon genug Erklärungen dafür gibt!
Die Thematik HIER ist etwas ganz anderes und ich muss das einfach mal ansprechen, denn nicht nur Teenis sind einer Ess-Störung verfallen! Deshalb schreibe ich diesen Beitrag auch für Betroffene ab 40 und sage... von wegen Pubertäts -Leiden!!!
Das Problem liegt hinter meinem *Psychisch- Vegetativen Erschöpfungssyndrom*, sagte 2000 jedenfalls mein Hausarzt! Das kann mitunter die Ursache für meine Ess-Störung sein! Als Magersüchtig würde ich mich nicht direkt bezeichnen! Ich bin keine 20 mehr und jage hinter keinem Schönheitsideal her, was ich eh nie getan und gebraucht habe!
Die Problematik liegt ganz wo anders! Ess-Störungen bei Frauen ab 40 nehmen leider dramatisch zu und die Statistiken schweigen darüber! Die Gründe der Tabu-Krankheit: Lebenskrisen, Einsamkeit, fehlende Selbstachtung. Und dann natürlich die Hormone.. Wer kennt das nicht?
Jenseits der 40 leiden immer mehr Frauen an Ess-Störungen wie Magersucht, der Anorexie, Bulimie! Ab 25 tauchen Frauen mit Ess-Störungen in Statistiken nicht mehr auf und im Bewusstsein der Öffentlichkeit schon gar nicht! Wenn die Wechseljahre leise an die Türe klopfen, ist es eine Zeit der Umstellung! Nicht nur, dass die Produktion von Östrogenen immer mehr auf Sparflamme läuft, die Hüften breiter und der Bauch runder werden. Fast alle Frauen nehmen zwischen Mitte 40 und Mitte 50 sieben bis zehn Kilo zu! Trennungen und Scheidungen, der Tod des Partners, Arbeitslosigkeit, Einsamkeit, aber auch mangelndes Selbstvertrauen können psychisch eine Ess-Störung auslösen! Seelische Katastrophen wecken die schlafenden Hunde der Ess-Störung immer wieder, es ist ein Teufelskreis!!! Häufig gibt es Herz-Kreislauf-Probleme, oder es bilden sich Depressionen und Zwangsstörungen aus.
Was ich nun damit sagen will: Meine Essstörung entstand durch psychische Probleme, (Gründe werde ich hier nicht erläutern da rein Privat) oder bin nervös, dann bekomme ich kaum einen Bissen herunter. Magersucht ist durch einen absichtlich selbst herbeigeführten Gewichtsverlust gekennzeichnet, dass gebe ich zu! Aber eben nicht weil ich mich zu dick fühle, sondern durch Psychischen Druck, sei es Privat oder Beruflich! Mich interessiert es nicht die Bohne, ob ich Heute 55kg und Morgen 60kg wiege! Hauptsache immer ein Schokoriegel in der Tasche, mit der Hoffnung, dass mein Zuckerspiegel konstant bleibt, denn es gibt Tage andenen ich wirklich kaum Nahrung zu mir nehme, nehmen kann! Meine Gedanken kreisen eben nicht um das Essen und das Körpergewicht! Auch breche ich nicht gewaltsam den Kontakt zu meinem Körper ab! Ich vergesse das Essen manchmal ganz einfach! Vielleicht kann das jemand ja nachvollziehen!? Rein Anatomisch gesehen ist der Magen im Laufe der Jahre kleiner geworden, sodass man einfach keinen oder wenig Hunger verspührt! Wenn man über eine längere Zeit wenig ißt, dann gewöhnt sich auch der Körperr, insbesondere der Magen an die geringere Menge. Das führt dann dazu, dass man eben einfach nicht mehr so viel essen kann, ohne dass einem schlecht wird! Es ist wie schon erwähnt eine Gewohnheit und ein Teufelskreis, indem ich mich schon zu lange befinde! Bis jetzt habe ich es immer selbst geschafft mich da raus zuziehen, denn schliesslich hab ich ja auch Verantwortung zu tragen und DAS macht mich wieder stark! Anders wäre es ja auch egoistisch und feige! Manchmal hilft es auch schon, sich einer guten Freundin anzuvertrauen um mal Dampf abzulassen zu können! Zuhören ist überhaupt eine der wirkungsvollsten Maßnahmen und das kann (fast) jeder lernen! Es ist aber eine Frage der Geduld, des echten Mitgefühls und der Selbstlosigkeit! Und das wird leider immer seltener!!! Heute hört fast keiner mehr hin, setzt aber voraus, dass man sich für andere Sorgen ausgiebig interessiert! Wer sich hier aber bemüht, kann in der Tat eine grosse Hilfe sein und zwar sowohl generell, als auch in der speziellen Situation funktioneller Störungen! Macht Euch mal Gedanken darüber!
Ich weiss, jeder hat seinen individuellen Lebens, Schicksals und Leidensweg! Seelische Störungen gehören inzwischen zum Alltag! Das ist zwar alles andere als ermutigend, aber auch kein Grund, sich ausgegrenzt oder allein zu fühlen!
Man kann sich sein Schicksal nicht aussuchen, man kann aber durchaus etwas dagegen tun!
Danke für Dein Interesse!
Lilith
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