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Sicher hat sich der ein oder andere schon beim Öffnen der Eingangsseite mit dem Kalenderbild etwas verwundert gefragt, was denn Noah's Arche mit einem Adventskalender und mit dem Tierschutz zu tun habe?
Ich habe heuer dieses Motiv ganz bewusst gewählt, nicht nur um den Kalenderbesuchern vor Augen zu führen, wie vielfältig Tierschutz doch sein kann und auch sein sollte.
Nun, meines Erachtens war Noah einer der ersten Tierschützer, wenn auch nicht in dem Sinne, wie wir heute Tierschutz verstehen. Musste er doch, wenn man der Bibel Glauben schenkt, im Auftrag Gottes dafür sorgen, dass die damals vorhandenen Tierarten die große Flut unbeschadet überstehen und auch fortbestehen konnten.

Dieses  Bewahren  des Lebens betraf alle Tiere, ohne Ausnahme und nicht nur, wie viele es gerne hätten, die ungefährlichen und niedlichen Arten unter ihnen.
In dieser Geschichte lebten Tiere aller Art und Menschen sehr beengt sogar, für einen relativ langen Zeitraum sogar, unter einem Dach zusammen, und wie es scheint, absolut friedlich, ohne Zank, Streit und Aggressionen. Was ja auch schon in den damaligen Zeiten  wie auch leider in der Heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit war und ist.
Der Regenbogen nach dem andauernden Regen und der damit verbundenen  großen Flut,  erscheint als ein tröstliches Symbol dafür, dass nach ausgesprochen trüben Tagen irgendwann einmal  wieder die Sonne scheinen wird  und damit  ein Weiterbestehen der Natur und allen Lebens auf Erden ermöglicht.
Die weiße Taube mit dem Ölzweig ist inzwischen das Symbol für himmlischen Frieden geworden. Der, laut Bibel als erstes ausgesandte schwarze Rabe hatte leider das Pech, dass er zu früh ausgeschickt wurde, und somit nicht die erwünschte und erhoffte Nachricht, dass die Fluten in der Zwischenzeit zurückgegangen wären , durch sein Ausbleiben  vermitteln  konnte.
So gnießt er auch heute noch den zweifelhaften Ruf eines Unglücksbringers.

Ich würde mir und uns allen wünschen, dass die Gesamtheit der  Menschen und Tiere wie im Paradies und später, wie auf Noah's Arche friedlich und ohne Furcht voreinander zu haben, miteinander im Einklang leben könnten, aber leider heißt es schon in der Bibel im Buch Genesis, nur ein Kapitel später 

Und so ist es leider bis zum heutigem Tag geblieben, der Mensch verbreitet immer noch Furcht und Schrecken unter allen Tieren, egal wie friedlich oder wild sie auch sein mögen.
Trotzdem sollten wir die Hoffnung nicht aufgeben, dass eines Tages, sicher lange nach unserer Zeit, die Menschen als ihnen ebenbürdige Mitgeschöpfe und nicht als Sklaven behandeln werden.

Als ich heuer sehr früh,  bereits im Februar den Kalender plante und begann, Geschichten hierfür zu sammeln, ahnte ich noch nicht, was das Jahr 2009 für uns  Zwei - und Vierbeiner bringen würde. Andernfalls hätte ich wohl meine Pläne verworfen und es gäbe den diesjährigen Adventskalender gar nicht.
Anfänglich bekam ich nur schleppend Material für meine Seiten, und auch meine Designideen konnten mich nicht überzeugen, wer denkt schon im Frühjahr an die Adventszeit? Zugebenermaßen nicht einmal ich! 

Es war einmal :vier die sich heuer alle hoffentlich wiedergetroffen haben, Nanou, Athene, Pumuckl und Aurora

Dann bekam ich im März die traurige Nachricht, dass ein mit uns und unserer Vergangenheit sehr eng verbundener Hund, Nanou , im Alter von nur neun Jahren verstorben wäre und kurz darauf mussten wir auch von ihrer Schwester Athene für immer Abschied nehmen.

Unsere Hündin Aglaia begann ebenfalls zu kränkeln, aber wir glaubten fest daran, das chronische Nierenversagen, welches fatalerweise diagnostiziert wurde, durch entsprechende Maßnahmen im Griff zu haben und so das Ende noch lange hinauszögern zu können.
Auch Asta musste sich einer größeren Operation unterziehen, von der sie sich zum Glück rasch wieder erholte.

Nach diesen unguten Frühjahr folgte ein wunderschöner Sommer, indem Zwei-wie auch Vierbeiner viel Spaß in und an der Natur und an "unseren" Rehen, Feldhasen, Greifen und Fledermäusen, die uns beinahe täglich auf unseren Spaziergängen begegneten und uns  manchmal sogar ein Stück des Weges "begleiteten" hatten.

Wir genossen die wunderschönen Sonnenuntergänge hinter dem Wald, nichtsahnend, welche Bedeutung der "Sonnenuntergang" in diesem Jahr noch für uns haben würde.

 
Nach einem  glücklich endenden Erlebnis mit einem Mäusebussard,  bereits im März und einer  Begebenheit  im Juni mit einem Rehkitz, leider mit traurigem Ausgang, stand für mich fest, dieser  Adventskalender sollte in erster Linie Wildtieren und auch den, leider noch immer sogenannten, "Nutztieren" gewidmet werden.

Im Juli/August forcierte ich meine Suche nach Tierschutzge-schichten, es war gar nicht so einfach, neben den zahlreichen Hundegeschichten auch Geschichten anderer Tierarten aufzutreiben.

An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an Alle , die es  durch ihre Beiträge ermöglicht haben, dass dieser Kalender gut gefüllt erscheinen kann.

Anfangs September verstarb unsere Katze Ophelia, die zwar schon lange krank war, aber trotzdem noch Spaß an ihrem Leben hatte, zu diesem Zeitpunkt ganz unerwartet. Ein weiterer, schmerzhafter Einschnitt in unserem Leben.

 
Am 13. September feierten wir dann dankbar  Aglaias 10. Geburtstag und  unsere Asta konnte am 20. September ihren zwölften Geburtstag begehen. 

Alle beiden Mädels schienen wie immer noch vital und munter zu sein. Sie brachten mich auf so manchem Spaziergang mit ihrem Tempo noch zum Schwitzen und nicht deutete darauf hin, dass sich in nächster Zeit etwas daran ändern würde.

Aber dann kam alles anders. Anfangs Oktober wollte Aglaia  plötzlich nicht mehr so recht fressen, die Werte waren alamierend hoch, die Behandlung schlug nicht mehr an und so mussten wir sie in den frühen Morgenstunden des 07.Oktobers gehen lassen.  Nach nicht einmal sechs Monaten war Aglaia ihrer Schwester Athene nachgefolgt!

Ich war wie betäubt und die Gedanken an den Kalender, der inzwischen sein Design hatte, an die vielen gesammelten Texte und Photos, die teilweise bereits eingestellt waren, rückten in weite Ferne. 

 
Aber natürlich wollte ich niemanden enttäuschen und den Kalender trotzdem fertigstellen. Doch dann wurde der Oktober zu meinem persönlichen Alptraum. Was bei Asta, scheinbar wenig dramatisch laut Tierarztaussage,  mit Nasenbluten, welches sich dann doch nicht mehr stillen ließ, begann, endet in den Abendstunden des 23. Oktobers, mit Krämpfen und einer Gehirnblutung. Unser Mädchen starb auf dem Weg zum Tierarzt, von dem sie gerade erst wieder nach Hause gekommen war in meinem Armen. Ich bin immer noch fassungslos.
Einige Tage stürzte ich mich gerade zu auf die Arbeit mit den Kalendern, ich hatte auch noch einen Setterkalender begonnen, aber dann kamen mir Zweifel, ob ich nach diesem, für uns in jeder Hinsicht, so  katastrophalen Jahr überhaupt noch weitermachen sollte. Meine Familie hat mich schließlich bestärkt, diese einmal begonnenen Projekte auch zu Ende zu führen.
 
Und hier ist er nun, unser Online Adventskalender zum Thema Tierschutz. Ich hoffe, dass, trotz der traurigen Vorgeschichte, alle  Besucher dieses Kalenders jeden Tag ein bisschen Freude daran haben werden.
 
Wir wünschen allen Zwei- und Vierbeinern eine ruhig, besinnliche Vorweihnachtszeit und Frieden auf Erden,  nicht nur zur Weihnachtszeit
 
Ihre / Euere Silvia Gabler und ihr tierisches Team

 

 

 



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